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Eine wichtige Mitteilung

veröffentlicht Jan 19, 2023 von Eldership Group in Allgemein
Übersetzt von Jutta Deichsel
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Erklärung der Ältesten zur Heirat von Ruben und Lavanya

Liebe Gläubige an unseren allbarmherzigen, gewaltlosen Vater und Seinen eingeborenen Sohn,

mit großem Bedauern teilen wir mit, dass unser lieber Bruder Ruben sich entschieden hat, wieder zu heiraten und nun mit unserer lieben Schwester Lavanya verheiratet ist. Wir sind betrübt, weil es keine biblische oder vom Geist der Weissagung begründete Unterstützung für diese Ehe gibt, was bedeutet, dass unser Bruder und unsere Schwester sich entschieden haben, außerhalb des Schutzes des Gesetzes unseres Vaters zu wandeln. Das ist der Grund für unseren Kummer und unsere Betrübnis, denn wir wissen um die sicheren Folgen eines solchen Kurses, wenn es keine Buße gibt.

Es fällt uns nicht leicht, diese Erklärung abzugeben. Wir haben viel gebetet, studiert und abgewogen, um diese Erklärung abzugeben. Der Apostel Paulus schrieb an Timotheus diese Worte in 1.Timotheus 5,20:

Die, welche sündigen, weise vor allen zurecht, damit sich auch die andern fürchten.

Wir zittern vor der Verantwortung, die diese Ermahnung uns auferlegt. Und doch verlangt unser Vater dies von uns um des Leibes der Gläubigen willen und auch um unseres lieben Bruders und unserer lieben Schwester willen.  Wir haben diesbezüglich Weisung:

Solange Gott eine Gemeinde hat, wird Er diejenigen haben, die laut rufen und nicht schweigen, die Seine Werkzeuge sein werden, um Selbstsucht und Sünden zu tadeln, und die sich nicht scheuen werden, den ganzen Ratschluss Gottes zu verkünden, egal ob die Menschen es hören oder ablehnen werden. Ich sah, dass sich Einzelne gegen die eindeutigen Zeugnisse auflehnen werden. Es passt nicht zu ihren natürlichen Gefühlen. Sie wollen lieber sanfte Dinge hören und sich den Frieden ins Ohr rufen lassen. Ich sehe die Gemeinde in einem gefährlicheren Zustand, als sie es jemals war. Selbst erfahrene Religion ist nur bei wenigen bekannt. Es muss bald ein Sichten stattfinden, um die Gemeinde zu reinigen. {2SG 284.1}

Liebe Geschwister, wir leben in gefährlichen Zeiten, und „unser Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen könne“ (1.Petrus 5,8). Jede Abweichung vom Gesetz Gottes setzt uns diesem Widersacher aus, der uns sicher verschlingen wird, wenn er die Gelegenheit dazu bekommt.

Ruben und Lavanya sind in unserer Gemeinschaft sehr geliebt. Ihre kürzliche Heirat ist ein Höhepunkt von Ereignissen, die in den letzten 13 Jahren stattgefunden haben. Wir haben mit ihnen unter vier Augen über den heiligen Platz des Wortes Gottes und Seiner Zeugnisse bei all unseren Handlungen in diesem Leben gesprochen und über den Grund, warum sie vom Himmel nicht für eine erneute Heirat qualifiziert sind. Wir wissen, dass die Gebote unseres Vaters Leben sind und dass sie uns Freude und Freiheit sowie Schutz vor Satans Fallstricken verheißen. Wir stellen die Weisheit unseres Vaters, der uns Seine Gebote gegeben hat, nicht in Frage und glauben, dass sie der einzige Weg zum Leben sind.

Wir teilen diese Erklärung der Ältesten auch mit der Vater-der-Liebe-Bewegung, denn „… durch Gnade und Wahrheit wird Schuld gesühnt, und durch die Furcht des HERRN weicht man vom Bösen“ (Sprüche 16,6). Unser Vater ist immer barmherzig und immer vergebend. Er ist sanft, geduldig, gnädig und langmütig, wofür wir Ihm danken.

Wir verurteilen unseren lieben Bruder und unsere liebe Schwester nicht, erstens, weil unser Vater uns nicht verurteilt, und zweitens, weil es jeden von uns treffen könnte, wenn nicht die Gnade Gottes waltet. Wir trauern um unseren Bruder und unsere Schwester wegen des Weges, für den sie sich entschieden haben. Diese Erklärung der Ältesten ist ein Appell an alle, sich an das Gesetz Gottes zu halten, das Seinen Charakter der Liebe widerspiegelt. Wenn die Heilige Schrift den Menschen einen Weg versperrt, den sie einschlagen wollen, können sie entweder dankbar sein für die liebevolle Führung, die unser Vater ihnen gibt, oder sie können sich entscheiden, „lieber sanfte Dinge hören zu wollen und sich den Frieden ins Ohr rufen lassen“, wie Ellen White in dem obigen Zitat sagt.

Zur Verdeutlichung werden wir uns auf die öffentlichen Äußerungen Rubens stützen, um den Kontext der Geschehnisse zu erläutern. Dies ist ein Auszug aus Rubens Zeugnis, das er am 3. Juni 2017 in Talking Rock gegeben hat. Ruben erklärt:

Ich kam in eine Gemeinde namens Edens Landing. Und dort gab es einen Ältesten, der jetzt verstorben ist. Sein Name war Elmore Honor und er war ein liebenswerter Mann. Er begann, mit mir und meiner Frau die Bibel zu studieren. Und ich begann zu lernen und zu wachsen. Und während ich wuchs, entfachte eine kleine Flamme in meinem Herzen. Je mehr ich über die Wahrheit der Heiligen Schrift lernte, desto mehr wollte ich lernen. Und ich wollte mich in der Gemeinde engagieren. Und ich hatte die Möglichkeit, ein Diakon zu werden, und mein Leben in dieser Gemeinde setzte sich über mehrere Jahre hinweg fort. Und ich weiß, dass ich irgendwann, ich weiß nicht mehr genau, wann das war, aber irgendwann wurde ich dort als ein Ältester in der Gemeinde eingesetzt.

Zu dieser Zeit bekamen wir einen neuen Pastor und er war ein wenig anders als unsere anderen Prediger. Eine Sache, die mir wirklich auffiel, war, dass wir in der ganzen Zeit, in der er Pastor in unserer Gemeinde war, keine einzige Evangelisation hatten. Und natürlich würde man denken: Was für ein Flop! Der Typ ist irgendwie nicht sehr engagiert. Aber er hatte eine wirklich ungewöhnliche Botschaft. Ungewöhnlich nicht, weil sie nicht biblisch war. Ungewöhnlich deshalb, weil er über Gottes Reich in einem ganz anderen Kontext sprach. Der zentrale Schlüsseltext, an den ich mich erinnere, und um den sich seine Botschaft zu drehen schien, steht in Jeremia 9,23 und 24 und bezeichnet das Reich Gottes als ein Reich, das auf Beziehung und nicht auf Leistung beruht. Kommt euch das bekannt vor? Nun, ich hatte das Privileg, mit diesem Pastor Bibelstunden zu haben. Und es gab 11 weitere Brüder von mir, die sich dieser Gruppe anschlossen, und wir wurden Teil der Ältestengruppe während der Zeit, in der er in dieser Gemeinde diente ...

Und während ich weiter wuchs, hatten wir ein Jugendtreffen an einem Ort namens Samford Valley [Januar 2007]. Und an einem Sabbat hatten wir einige Meetings beendet und wollten einen Spaziergang machen. Und es stellte sich heraus, dass Pastor Adrian und ich zufällig gemeinsam auf diesem Weg auf einem Berg wanderten, den ich nie vergessen werde. Er hieß Mount Glorious („Herrlicher Berg“), und Adrian erzählte mir von dem geborenen Sohn. Und ich sage euch, was es war, ein herrlicher Berg, als Adrian begann, seine Gedanken ganz behutsam mit mir teilen. Alles, was in meinem Kopf geschah, war, dass das Puzzle des Großen Kampfes einen Sinn zu ergeben begann. Ich konnte nie verstehen, was mit Satan am Anfang geschah. Es ergab für mich überhaupt keinen Sinn. Ich akzeptierte es einfach, weil es so erzählt wurde. Aber die Antworten waren nicht da. Und als ich zu hören begann, dass dieser Sohn Gottes buchstäblich geboren war, bekam ich eine Ahnung davon, warum dieses geschaffene Wesen den Wunsch verspürte, eine Position an sich zu reißen, die es niemals innehaben konnte.

Ich war dankbar für diese Wahrheit. Und wir begannen, wie ich schon sagte, als Älteste in der Gemeinde zu studieren. Und wir hatten Studenten, mit denen wir studierten. Wir bekamen Einladungen, überall zu predigen, und mit meinem deutschen Hintergrund und meinen eigenen Charakterfehlern, die so sehr präsent waren, stiegen mir die Einladungen zum Predigen und die Gelegenheiten zum Studium bald zu Kopf, und der Wunsch nach Erhöhung, den ich über Luzifer gelernt hatte, zeigte sich in meinem eigenen Leben. Und so hatten wir überall die Möglichkeit zu studieren, und der Herr erlaubte mir, durch diese Erfahrung zu gehen.

Eine bestimmte Studentin, mit der ich studierte [2009, wir] verbrachten immer mehr Zeit miteinander. Und als wir mehr Zeit miteinander verbrachten, begann ich, Gefühle für sie zu haben. Und mein Gewissen hat mich definitiv angeschrien. Und ich hörte nicht mehr hin. Und was als Bibelstudium begann, wurde zu einer Affäre, die zum Ehebruch führte. Und schließlich verließ ich meine Familie, meine Frau und meine Kinder, um eine Beziehung mit jemandem einzugehen, wovon ich wusste, dass es nicht richtig war.

Das Schlimmste daran, etwas zu tun, von dem man weiß, dass es falsch ist, ist, dass man, wenn man damit weitermacht, dieses Buch [die Bibel] lesen kann und nichts finden wird. Denn nur wenn der Geist Christi gegenwärtig ist, können wir lesen und lernen und Licht empfangen. Es ist kein Lehrbuch, das wir mit unserem Verstand verstehen können, und die Heilige Schrift sagt uns, dass es keinen Frieden für die Übeltäter gibt. Und das war mein Leben. Ich verließ meine Familie und suchte diese andere Beziehung, in der ich dachte, ich würde Glück finden. Ich las die Heilige Schrift, um Schlupflöcher und Möglichkeiten zu finden, meine Beziehung fortzusetzen und einen Ort zu finden, an dem ich in einem Dienst tätig sein und trotzdem irgendwie Gott dienen konnte.

Und so verstehe ich aus meiner Erfahrung heraus das Gleichnis vom verlorenen Sohn, denn ihr erinnert euch daran, dass es am Ende, als er in dem Schweinestall war, heißt, dass er zu sich kam. Und ich glaube nicht, dass das bei mir anders war. Ich versuchte alles, was ich konnte, um meinen Geist, der keinen Frieden hatte, zur Ruhe zu bringen. Ich habe härter gearbeitet. Ich arbeitete länger. Ich schlief fast nie. Ich konnte irgendwie keine Ruhe finden, so sehr ich mich auch bemühte. Das ging ein paar Wochen lang so weiter. Die Scheidung, die ich eingeleitet hatte, wurde vollzogen. Ich wollte frei sein von meinem früheren Leben. Ich wollte das Glück suchen. Und ich schäme mich, das zu erzählen. Aber es ist die Wahrheit.

Während ich diesen Weg weiterging, erinnere ich mich deutlich daran, dass es keine Nacht gab, in der ich nicht an meine schlechten Taten erinnert wurde. Und doch hörte ich inmitten all dessen Einen, der mich rief. Wenn ich auf diese Zeit zurückblicke, habe ich eine Vision in meinem Kopf, denn wenn ich daran denke, wie Christus ihn schuf, Adam, Er schuf Adam aus dem Staub der Erde. Er hat sich die Hände schmutzig gemacht. Aber als Er mich ins Leben brachte, musste Er sich die Hände blutig machen. Und im Licht der Botschaft des Kreuzes wird das mehr und mehr deutlich. Es ist eine schwer zu ertragende Erinnerung. Zu wissen, dass meine Taten den Sohn Gottes so verletzt haben; das Herz meines himmlischen Vaters zerrissen haben; denn jeden Tag, an dem ich in dieser Sünde fortfuhr, wurde mein Herr Jesus Christus aufs Neue gekreuzigt. Es erübrigt sich zu sagen, dass der Schmerz und das Leid, das ich meiner Frau zugefügt habe, unaussprechlich sind. Und vielleicht sind hier einige von euch anwesend, die eine ähnliche Erfahrung gemacht haben, die wissen, wie es ist, dass man einer Frau kaum größere Leiden zufügen kann als das, was ich getan habe.

Darüber hinaus kann ich nicht beschreiben, wie sehr ich meine Gemeindefamilie belastet und ihr Schmerz und Leid zugefügt habe, aber ich weiß, dass es gewaltig war. Denn ich wurde an viele Orte eingeladen. Ich war in der Gemeinde sehr aktiv, so dass mein Fall viele in der Gemeinde betraf, viele unserer jungen Leute. Viele der Familien. Einige haben die Gemeinde verlassen. Das sind Dinge, die ich auf meinen Schultern trage, wenn ich im Gebet zum Herrn komme ...

Während dieser Zeit war ich einmal in einer kleinen Gemeinde auf dem Land. Und zufällig war an diesem Sabbat Adrian dort und predigte.  Nach dem Vortrag unterhielt sich Adrian ein wenig mit mir. Es gibt nämlich etwas, das ich noch nicht mit euch geteilt habe. Natürlich, als Adrian ... (und ich will das nur ergänzen, weil ich denke, dass es wichtig ist) ... als Adrian mit mir auf dem Mount Glorious über den geborenen Sohn sprach, war dies der Anfang seines Endes in der Gemeinde, denn nicht allzu lange danach wurde er aus dem Dienst genommen. Und so kam er in diese spezielle Gemeinde, um zu predigen. Er war eingeladen worden, und er kam und sprach mit mir, weil er sich an den Vorstand der Edens Landing Gemeinde gewandt hatte, zu der ich vor meinem Fall gehörte. Und er hatte an den Vorstand appelliert, mich zu disziplinieren. Das mag sich jetzt sehr seltsam anhören, aber Adrian sagte, wenn ihr diesen Mann liebt, solltet ihr ihn disziplinieren. Und der Vorstand war damit nicht einverstanden. Und so zog sich das ganze Fiasko in der Gemeinde noch viel länger hin und verursachte viel mehr Schaden. Nicht, dass ich jemand anderem die Schuld oder Verantwortung für meine Handlungen zuschieben möchte....

Es gab jedoch etwas, das mich damals nicht losließ: Ich durchlief in meinem Kopf einen Prozess der Reue. Ich wollte das Unrecht wiedergutmachen, und ich wusste, dass es einige Dinge gab, die ich einfach nicht wiedergutmachen konnte. Und der Herr sprach zu mir in Bezug auf meine Söhne. Er sprach zu mir in Bezug auf meine Frau. Ich hatte ihr einen Entschuldigungsbrief geschrieben und versucht, meine Gefühle und mein Verständnis dafür, wie ich sie verletzt hatte, in Worte zu fassen. Und wieder wurde mir vergeben. Und doch war die Last auf meinen Schultern noch immer da. Die Reise war noch nicht abgeschlossen, und ich fühlte mich ein wenig unwohl bei dem, was auf mich zukam. Und eines Abends sprach der Herr zu meinem Herzen: Du hast deine Familie verletzt und um Vergebung gebeten. Und Ich habe dich mit Vergebung gesegnet. Aber das ist nicht alles, was du verletzt hast. Du hast die Gemeinde verletzt, und Ich möchte, dass du wieder in die Gemeinde zurückkehrst, und Ich möchte, dass du dich entschuldigst.

... Ich sagte: Herr, gib mir die Worte, denn ich weiß nicht, was ich sagen soll. Und um ehrlich zu sein, ich weiß nicht, was ich gesagt habe. Und ich stand da oben, trat meinen Geschwistern gegenüber und erklärte, was ich getan hatte. Ich wollte, dass sie wissen, dass ich nicht versuchen würde, irgendetwas zu beschönigen. Und ich bat um Vergebung.

Und alle Ältesten der Gemeinde standen auf, kamen nach vorne und umarmten mich. Und dann ging mein Sohn allen anderen Männern der Gemeinde voraus. Und als er vorne ankam, sagte er zu mir: Papa, du hast meinen ganzen Respekt zurück. Ich ging hinaus und die Last war weg. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich an diesem Tag das Gefühl hatte, den Boden zu berühren. Ich war der verlorene Sohn. Und der Herr hatte mich aus diesem Sumpf gerettet. Aber dabei hat Er sich, wie ich schon sagte, nicht nur die Hände schmutzig gemacht, sondern sie wurden auch blutig ...

Und es hat mich zur Demut gebracht, dass ich mir meine eigenen Fehler eingestehe und um Vergebung bitte. Und als ich draußen in der Wüste war - Adrian - ich glaube, er war zuerst unten in Victoria und ich besuchte ihn und Adrian teilte einige alte Materialien mit mir und ich begann wieder zu studieren. Und so hat dort draußen in der Wüste meine neue Reise begonnen, zurück ins Licht zu kommen. Und ich weiß, dass Vater mich zu einem bestimmten Zweck berufen hat. Ich weiß, dass ich viel Zeit vergeudet habe. Ich fühle mich privilegiert, dass ich berufen wurde, das Evangelium zu dieser späten Stunde zu verkünden. Ich bin enttäuscht, dass ich die Hitze des Tages nicht mit meinen Brüdern ertragen habe. Aber mir wird derselbe Lohn zuteil. Das scheint einfach nicht fair zu sein. Aber jetzt betrachte ich diese Ungerechtigkeit aus einem anderen Blickwinkel, denn ich bin dankbar...

Und während des Passahfestes im letzten Jahr [2016] hatte ich die Gelegenheit, mich in Widgee wieder taufen zu lassen, und wisst ihr, es fällt mir auf, weil ich, wie ich schon sagte, dieses Jahr zu Passah, am selben Ort, andere Menschen bei der Taufe beobachtete und mir klar wurde, dass ich einfach wieder ein Baby-Christ bin. Das ist jetzt ein Jahr her. Und ich bin dankbar für die Reise, auf die Er mich gebracht hat. Und während das Licht immer mehr zu uns kommt, bin ich dankbar dafür, dass es in meinem Leben immer zu den eingesetzten Zeiten ohne Ausnahme zu einem exponentiellen Wachstum des Verständnisses kommt, denn ich kann selbst nur ein gewisses Maß aus der Bibel herauslesen. Der Herr hat niemals einem einzigen Menschen die ganze Wahrheit offenbart. Aber wenn wir zu den festgesetzten Zeiten zusammenkommen, werden alle unsere Erfahrungen vereint und vergrößert, indem wir in diesem göttlichen Muster operieren.

Hier ist Rubens Zeugnis von 2016 in Deutschland

Die Ältesten waren unserem Vater zutiefst dankbar, dass Er Ruben nach seinem Fall wieder in die Gemeinschaft zurückgeführt hat. Unser Vater ist sehr barmherzig und gnädig und es war eine Freude zu sehen, wie Ruben wuchs in seinem Vertrauen auf seine Sohnschaft zu unserem Vater im Himmel. Ruben begleitete Pastor Adrian 2016 auf eine Missionsreise nach Deutschland, um an einem Bibeltrainingsprogramm teilzunehmen. Von dort aus reiste er in mehrere Länder, um seine Geschichte zu erzählen und Studien mit vielen Menschen in verschiedenen Teilen der Welt zu leiten.

Im Lichte seines Zeugnisses von Talking Rock und seines Wachstums an Weisheit und Gnade kam unter den Ältesten die Frage auf, wie Ruben am besten in der Evangeliumsarbeit helfen könnte. Als wir begannen, die Barmherzigkeit unseres Vaters tiefer zu verstehen und durch Rubens Fähigkeit, diese Lehre zu verstehen und auszudrücken, gesegnet wurden, stimmten wir zu, ihm mehr Gelegenheiten zu geben, in unseren örtlichen Versammlungen zu lehren und zu predigen. Dies führte dazu, dass er eingeladen wurde, die gleiche Arbeit in Übersee zu leisten. Bei diesem Werk ging es vor allem um Bibelstudien und darum, anderen das Wort Gottes zu vermitteln. Als Ruben nach Asien ging, musste er vor einem großen Publikum von Studenten sprechen, und sein Engagement für die Botschaft und die Arbeit war ein großer Segen. Ruben spielte eine wichtige Rolle bei der Förderung und Entwicklung der Gruppe in Deutschland. Er kannte die Botschaft besser als die meisten anderen und leistete außergewöhnliche Arbeit, indem er die gegenwärtige Wahrheit überall, wo er hinging, weitergab.

Ruben teilte an vielen Plätzen seine Überzeugung mit, dass die Bibel ihm nicht den Weg zu einer Wiederverheiratung einräumte, und riet sogar einigen Menschen, die sich in einer ähnlichen Situation befanden, dass es nicht weise wäre, es zu tun. Seine Haltung in dieser Frage öffnete ihm die Türen, als er freimütig die gegenwärtige Wahrheit präsentierte.

Rückblickend sind die Ältesten der Meinung, dass es eine Fehleinschätzung war, Ruben das Maß an Verantwortung zu übertragen, das ihm zugestanden wurde. Der Kontext seines Dienstes und die damit einhergehenden Segnungen haben gezeigt, dass Gottes Gnade diesen neuen Weg unterstützen konnte. Leider hat sich Ruben entschieden, nicht weiter unter der Gnade unseres Vaters zu wandeln.

Wir werden nun aus Rubens öffentlicher Erklärung zitieren, die er im März 2022, kurz vor Passah, abgegeben hat. Diese Erklärung steht im Einklang mit dem Bekenntnis, das er den Leitern der Vater-der-Liebe-Gruppe in Deutschland über Skype ebenfalls kurz vor Passah mitteilte:

Meine geliebten Brüder und Schwestern in dieser höchst kostbaren Wahrheit,

ihr alle seid ein solcher Segen für mein Leben gewesen durch den Dienst, den ihr unserem Vater und Seinem eingeborenen Sohn in eurer Aufopferung geleistet habt. Ich wünschte, ich könnte euch jetzt das gleiche Zeugnis geben, aber leider muss ich euch allen ein Geständnis machen, das schwer auf meinem Herzen lastet.

In den letzten Jahren habe ich den Wunsch gehegt, wieder zu heiraten, obwohl ich weder biblische Gründe noch Unterstützung durch den Geist der Weissagung für eine solche Richtung hatte. Diesem Wunsch erlaubte ich, in eine Beziehung einzutreten, die einige Jahre andauerte. Die Beziehung wurde intim und ich brach das siebte Gebot, indem ich Ehebruch beging. Mir wurde geraten, dass das keine gesegnete Richtung ist, aber ich brach die Verbindung nicht ab. Meine Rebellion hat zu Bruchstellen in der Bewegung geführt und ich bin zutiefst davon überzeugt worden, dass der einzige Weg der Gnade unseres himmlischen Vaters zu erlauben, diesen Bruch zu schließen, darin besteht, diese Beziehung zu beenden und von meiner Führungsposition zurückzutreten.

Ich habe euch alle an diesem kritischen Punkt der Geschichte enttäuscht und habe meinem himmlischen Vater und Seinem Sohn unsägliches Leid verursacht. Mein Versagen tut mir aufrichtig leid, so auch der Schmerz, den ich euch allen damit bereitet habe. Ich bitte demütig um eure Vergebung, während ich mit dem Prozess der Versöhnung und Heilung beginne.

Ich habe meine Sünden vor meinem Vater bekannt und bin zuversichtlich, dass Er mir vergeben hat und mich nicht aufgeben wird.

Es betrübt mich zutiefst, dass ich euch allen eine größere Last auferlegt habe in diesem sehr mächtigen Werk. Bitte nehmt meinen demütigen Rücktritt von meinem Amt als Prediger des Evangeliums an.

Euer demütiger Bruder in Christus

Ruben Olschewsky

Die Ältestenschaft ist mit den Aussagen der Heiligen Schrift und des Geistes der Weissagung zu diesen in Rubens obigem Bekenntnis angesprochenen Punkten vertraut. Da wir das Beste für Ruben und Lavanya wollten, baten wir sie, uns irgendetwas aus der Heiligen Schrift zu nennen, von dem sie glaubten, dass wir es übersehen hätten und das ihren Weg bestätigen und sie in der Gemeinschaft mit uns belassen könnte. Leider wurden keine Aussagen aus der Bibel oder dem Geist der Weissagung vorgelegt. Die Ältesten hatten diese Angelegenheit zuvor selbst untersucht, um zu sehen, ob es irgendeine Möglichkeit gab, aber es war kein Licht zu sehen.

Gemäß seinem obigen Geständnis hat Ruben zugegeben, dass er keine biblische Unterstützung für eine erneute Heirat hat, und das schließt die Heirat mit Lavanya mit ein.

Am 8. September 2019 schrieb Ruben an die Ältesten:

An meine geliebten Ältesten und Pastor Adrian,

ich wünschte, diese Botschaft hätte einen positiveren und erbaulicheren Inhalt, aber leider haben die Unzulänglichkeiten und Schwächen meines Wesens dies verhindert.

Euch alle als geliebt zu bezeichnen, würde bedeuten, dass ich euch alle liebe, und mein Herz würde dies bestätigen, aber leider haben meine Handlungen dies nicht widergespiegelt. Ich habe unehrlich und betrügerisch gehandelt. Ich habe die Botschaft und das Werk in große Schwierigkeiten und das Leben vieler in Gefahr gebracht, um ein Bedürfnis zu befriedigen. Leider hat sich in meinem Leben keine Agape gezeigt.

Ihr alle hattet höchstes Vertrauen in mich und habt mir große Verantwortung übertragen, indem ihr mich nicht nur als Lehrer ordiniert, sondern mich auch mit eurem Segen ausgesandt habt. Ich habe den Sohn Gottes aufs Neue gekreuzigt und Sein Reich, Seinen Charakter und Sein Evangelium in Misskredit gebracht. Worte können nicht ausdrücken, wie sehr es mich schmerzt, dass ich mich hier erneut wiederfinde. Einige von euch haben mir in der Vergangenheit gedient, als ich in der Vergangenheit versagt habe, und ich weiß, dass dies einige sehr tiefe Wunden aufreißen wird, was mir sehr leid tut ...

Jeder Erwachsene kennt die Versuchung des Ehebruchs. Jeder, der einen anderen für diesen Fehler verurteilt, kennt sein eigenes Herz nicht. In diesem Fall kam erschwerend hinzu, dass er, wie Ruben es ausdrückte, „unehrlich und betrügerisch“ gehandelt hatte. Denn Ruben hatte Gerechtigkeit aus Glauben gelehrt und gepredigt und dabei wissentlich die Gebote Gottes übertreten. Die Ältestenschaft hatte Ruben die Diskrepanz zwischen dem, was er lehrte und predigte, und der Art und Weise, wie er sein Leben lebte, deutlich erklärt und ihn gedrängt, eine Entscheidung zu treffen, die im Einklang mit dem Willen Gottes steht.

Die Bibel sagt: „Was der Mensch sät, das wird er ernten“. Welche Frucht kann aus einer Beziehung entstehen, die auf Ehebruch und Unehrlichkeit gegründet ist?

Im Zusammenhang mit dem Recht auf Wiederverheiratung wurde die Frage vorgebracht: „Soll eine Person für den Rest ihres Lebens wegen eines solchen Fehlers bestraft werden?“ Die Antwort darauf lautet erstens: Es gibt keine Strafe unseres Vaters für diejenigen, die sich entscheiden, ihre Ehe zu beenden und einen anderen zu heiraten. In Matthäus 19,9 sagte Jesus ganz klar:

Ich sage euch aber: Wer seine Frau entläßt, es sei denn wegen Unzucht, und eine andere heiratet, der bricht die Ehe; und wer eine Geschiedene heiratet, der bricht die Ehe.

Die Auswahl ist klar. Die Person, die sich entscheidet, ihre Ehe zu verlassen, hat zwei weitere Möglichkeiten: Entweder sie entscheidet sich, eine andere zu heiraten und damit Ehebruch zu begehen, oder sie entscheidet sich, nicht wieder zu heiraten und keinen Ehebruch zu begehen. Die Entscheidung, unverheiratet zu bleiben, ist keine Strafe Gottes. Es ist einfach eine bewusste Entscheidung, keinen Ehebruch zu begehen. Wenn dies als Strafe Gottes angesehen wird, obwohl in der Bibel nicht von einer Strafe die Rede ist, könnte es dann sein, dass es sich um einen Spiegel unserer eigenen Gedanken handelt, die auf unseren liebenden, barmherzigen Vater projiziert werden?

Außerdem ignoriert eine solche Frage das Prinzip des Samens und der Frucht, die er hervorbringen wird. Unser Vater im Himmel will seine Kinder vor diesen Dingen schützen, und deshalb sind die Worte der Inspiration zu diesem Thema eindeutig.

Ich habe gesehen, dass das siebte Gebot von einigen, die jetzt in der Gemeinschaft der Kirche sind, verletzt wurde. Das hat Gottes Missbilligung über sie gebracht. Diese Sünde ist in diesen letzten Tagen schrecklich, aber die Gemeinde [Mitglieder] haben Gottes Missbilligung und Fluch auf sich gezogen, indem sie diese Sünde so leichtfertig behandelten. Ich sah, dass es sich um eine große Sünde handelt, und es wurden nicht so wachsame Anstrengungen unternommen, wie es nötig gewesen wäre, um das Missfallen Gottes zufriedenzustellen und Seine Missbilligung zu beseitigen, indem man einen konsequenten, gründlichen Kurs gegenüber dem Schuldigen einschlug. (TSB 248.1)

Das hat einen furchtbaren, verderblichen Einfluss auf die Jugend gehabt. Sie sehen, wie leichtfertig die Sünde, das siebte Gebot zu brechen, betrachtet wird, und derjenige, der diese schreckliche Sünde begeht, denkt, dass alles, was er zu tun hat, darin besteht, zu bekennen, dass er sich geirrt hat und dass es ihm leid tut, und dass er dann alle Vorrechte des Hauses Gottes haben wird und in der Gunst oder Gemeinschaft der Kirche bleiben wird. (TSB 248.2)

Sie hielten es nicht für eine so große Sünde, sondern schätzten die Übertretung des siebten Gebots leichtfertig ein. Das hat ausgereicht, um die Lade Gottes aus dem Lager zu entfernen, wenn es keine anderen Sünden gegeben hat, die dazu geführt hätten, die Lade wegzunehmen und Israel zu schwächen. (TSB 248.3)

Im Juni 2022, als klar war, dass er seine Beziehung zu Lavanya nicht wie angekündigt beendet hatte, versuchten einige der Ältesten, mit Ruben über seinen Richtungswechsel zu sprechen. Nach einem ersten Gespräch gab er zu verstehen, dass er nicht weiter darüber sprechen wolle. Einige Zeit später erfuhren wir durch Rubens Eltern, dass er geheiratet hatte. Es war erschreckend deutlich, dass Ruben den Rat des „treuen und wahrhaftigen Zeugen“ völlig abgelehnt und sein eigenes Bekenntnis verleugnet hatte, und wir trauerten tief über unseren Bruder und unsere Schwester. Was kann die Frucht dieser Dinge sein? Hier ist das Zeugnis von Jesus in diesem Fall:

Diejenigen, die gegen das siebte Gebot verstoßen, sollten von der Gemeinde ausgeschlossen werden und weder ihre Gemeinschaft noch die Vorrechte des Hauses Gottes haben. Der Engel sagte: „Dies ist keine Sünde der Unwissenheit. Es ist eine bewusste Sünde und wird die schreckliche Heimsuchung Gottes empfangen, ganz gleich ob derjenige, der sie begeht, alt oder jung ist.“ (TSB 248.4)

Niemals wurde diese Sünde von Gott als so überaus sündhaft angesehen wie in der heutigen Zeit. Warum? Weil Gott sich selbst ein besonderes Volk reinigt, das nach guten Werken trachtet. Genau zu der Zeit, in der Gott dieses besondere Volk für sich selbst reinigt, treten [ungeheiligte] Menschen unter uns auf. Ungeachtet der eindeutigen Wahrheiten, die sie gehört haben - die Schrecken des Wortes Gottes, die ihnen vor Augen gestellt wurden, und all die leuchtenden Wahrheiten für diese letzten Tage, die Israel aufrütteln sollten -, sündigen sie übermütig, geben allen losen Leidenschaften des fleischlichen Herzens nach, befriedigen ihre tierischen Neigungen, entehren die Sache Gottes und bekennen dann, dass sie gesündigt haben und es ihnen leid tut! (TSB 249.1)

Und die Gemeinde empfängt sie und sagt „Amen“ zu ihren Gebeten und Ermahnungen, die ein Gestank in der Nase Gottes sind und Seinen Zorn über das Lager kommen lassen. Er wird nicht in ihren Versammlungen weilen. Diejenigen, die so achtlos vorgehen und diese Sünden übertünchen, werden ihren eigenen Wegen überlassen, um mit ihren eigenen Werken erfüllt zu werden. (TSB 249.2)

Am Ende des Laubhüttenfestes 2022 schrieben die Ältesten an Ruben und Lavanya und drückten ihren Kummer darüber aus, dass sie von ihrer Entscheidung erfahren hatten, zu heiraten, ohne eine biblische Grundlage dafür zu haben. In Übereinstimmung mit der obigen Aussage des Geistes der Weissagung, und da sie die Ratschläge des Wortes Gottes verworfen haben und sich entschieden haben zu heiraten und unsere Gemeinschaft nicht wünschen, bestätigten wir schweren Herzens ihre Entscheidungen und sagten ihnen traurig, dass ihre Handlungen sie daran hindern, die Hand der Gemeinschaft in unseren Versammlungen in ihrem gegenwärtigen unbußfertigen Zustand zu empfangen, denn wir wagen es nicht, einen solchen Bruch in das Lager einzuladen. „Gehen auch zwei miteinander, ohne daß sie übereingekommen sind?“ (Amos 3,3). Es war äußerst schmerzlich, ihnen dies zu schreiben, weil wir sie beide sehr lieben, aber weil wir sie lieben, mussten wir ihnen schreiben. Wir wollen, dass sie gerettet werden, und wir beten für sie und ihre Rettung. Wir empfangen sie gerne privat bei uns zu Hause, um mit ihnen und für sie zu beten, wann immer sie dazu bereit sind.

Zusätzlich zu unserer Sorge und Fürsorge für Ruben und Lavanya gilt unsere Sorge und Fürsorge auch all denen, die unter unserer Führung stehen. Der Bruch, den Ruben in seinem obigen Brief eingeräumt hat, muss zur Sicherheit aller, die im Licht der Wahrheit wandeln wollen, geschlossen werden, denn, wie Ellen White in dem obigen Zitat sagte, „... die Übertretung des siebten Gebots leichtfertig einzuschätzen, hat ausgereicht, um die Lade Gottes aus dem Lager zu entfernen...". Dies ist eine sehr ernste Angelegenheit.

Liebe Geschwister, Gnade kommt nur mit der Wahrheit (Psalm 89,14). Unser Handeln mag jenen hart erscheinen, die darum ringen, die Wahrheit von Gottes Wort zu entschlüsseln, aber wir stehen am Rande einer großen Krise in der Menschheitsgeschichte. Wir befinden uns an den Grenzen des himmlischen Kanaans. Wenn wir jetzt die Gebote Gottes missachten, dann werden wir alle in unseren Sünden sterben und verloren sein. Jetzt ist nicht die Zeit, den Charakter unseres Gottes, wie er in seinen Geboten zum Ausdruck kommt, zu missachten und sich auf Seine Gnade zu berufen.

Wir befinden uns in einer Zeit einer gewaltigen Sichtung. Ewige Entscheidungen werden jetzt getroffen. Kommt, Brüder und Schwestern, in die Sicherheit der Gebote Gottes und hört auf das klare Zeugnis des „Amen, des treuen und wahrhaftigen Zeugen“ (Offenbarung 3,14) und werdet gerettet.

Als Älteste hier in Australien und in Deutschland, Südafrika und Nord- und Südamerika appellieren wir an alle, sich ganz in die Sicherheit der Gebote Gottes zu begeben.