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Die Grundlage aller wahren Wissenschaft ist in der Bibel enthalten. Jedes Wissensgebiet lässt sich durch das Erforschen des Wortes Gottes erschließen. Vor allem aber enthält sie die Wissenschaft aller Wissenschaften: die Wissenschaft der Erlösung. Die Bibel ist die Schatzkammer der unerforschlichen Reichtümer Christi. (Christ's Object Lessons 107.3)

Aspekte des Blutes im Lichte der wahren Versöhnung

veröffentlicht Aug 30, 2026 von Azadeh Badiee in Das ewige Evangelium
Übersetzt von Jutta
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Original-Artikel: https://maranathamedia.com/article/view/aspects-of-the-blood-in-the-light-of-true-atonement

Dies ist eine zusammengefasste Übersicht von Antworten auf verschiedene Fragen zu den unterschiedlichen Aspekten des Blutes im Licht der wahren biblischen Versöhnung; basierend auf dem Studienmaterial und den Ressourcen, die auf Maranathamedia.de und auf Maranathamedia.com verfügbar sind.

Dazu gehören: „Versöhnung" (Adrian Ebens), „Die Versöhnung, die Forderung des Gesetzes und göttliche Vergeltung" (Adrian Ebens), „Das Blut des Neuen Bundes“ (Predigt Adrian Ebens), „Christi Mission in der Welt“ (Ellen G. White, „Gereinigt durch das Blut von Jesus“ (Adrian Ebens), „Kreuzverhör“ (Adrian Ebens), „Hat Gott Jesus getötet?“ (Kevin J. Mullins), „Warum musste Christus sterben“ (E. J. Waggoner, „Gott ist Liebe“ (G. E. Fifield), „Süße Frucht der Botschaft von 1888“ (G. E. Fifield), „Das Wasser des Lebens“ (G. E. Fifield), „Schlüssel zur Ermächtigung der dritten Engelsbotschaft“ (Deyan Delchev, Adrian Ebens), „Laodizea und die Versöhnung“ (Predigt Adrian Ebens), „Barmherzigkeit, nicht Opfer“ (Predigt Adrian Ebens), „Das Kreuz erklärt alle Geheimnisse“ (Predigt Adrian Ebens), „Natürliche Gerechtigkeit und Versöhnung“ (Adrian Ebens), „Ein Mittler“ (Adrian Ebens), „Vollkommener Frieden“ (Predigtreihe Adrian Ebens), „Die Leiden Christi“ (Ellen G. White), „Then Shall the Sanctuary Be Cleansed“ (D. Short); „Gerechtigkeit und Gnade“ (E. J. Waggoner), „Warum musste Christus sterben“ (E. J. Waggoner), „Was ist das Kreuz“ (Predigt Adrian Ebens).

1. Das Wesen der beiden Arten von Blut: Geistige Transfusion vs. buchstäblicher Tod

Die o.g. Quellen unterscheiden zwischen buchstäblichem Blut, das mit dem Alten Bund und dem menschlichen Verständnis von Gerechtigkeit verbunden ist, und geistlichem Blut, das der lebensspendende Geist des Neuen Bundes ist.

  • Das Zeugnis für das Leben: Die Grundlage hierfür ist das biblische Prinzip: „Das Leben des Fleisches ist im Blut“ (3. Mose 17,11). Somit bezieht sich das Blut Jesu, das von der Sünde reinigt (1. Johannes 1,7), auf eine geistliche Übertragung Seines sündlosen Lebens in die Seele, um das „Gift“ der Sünde zu beseitigen. Johannes bestätigt dies weiter, indem er erklärt, dass der Geist, das Wasser und das Blut „stimmen überein“ (1. Johannes 5,8). Da Wasser und der Geist universelle Symbole für Leben und Erquickung sind, muss auch das Blut für das Leben stehen, nicht für den Tod oder eine rechtliche Schuld. Diese Einheit wurde am Kreuz bildlich verdeutlicht, als sowohl Blut als auch Wasser als ein einziger Lebensstrom aus der Seite Christi flossen (Johannes 19,34).
  • Die biologische Analogie: Wie in den Schriften von George Fifield hervorgehoben wird, entfernt physisches Blut aktiv Giftstoffe und Gifte aus einem biologischen Körper und repariert und baut gleichzeitig Gewebe auf. In geistlicher Hinsicht wirkt das Blut Jesu als allgegenwärtige aktive Kraft, die verborgene böse Eigenschaften im menschlichen Charakter aufspürt und „das Gewissen von toten Werken reinigt“ (Hebräer 9,14). Wir werden gerettet durch eine geistliche Transfusion Seines sündlosen Lebens hinein in unseren kraftlosen Zustand, wodurch das Gesetz in uns durch den „Geist des Lebens“ erfüllt wird (Römer 8,1–4).
  • Tatsächliches Blut als Element der Verunreinigung: Umgekehrt steht das tatsächliche Blut, das mit dem Alten Bund verbunden ist, für die Vorstellung des Menschen, dass Gerechtigkeit den Tod erfordert. Im Typus des Heiligtums „verunreinigt“ dieses buchstäbliche Blut in Wirklichkeit das Heiligtum, weil es die „auf Besänftigung ausgerichtete Denkweise“ des Volkes symbolisiert.  Das Heiligtum wird erst dann wirklich „gereinigt“ (Daniel 8,14), wenn die Menschheit diese heidnische vergeltungsorientierte Theologie verwirft und aufhört, „Blut“ – die Feindschaft unserer eigenen mörderischen Herzen – in die Gegenwart eines gewaltlosen Gottes zu bringen (Jesaja 1,11.15; 3. Mose 16,19).

2. Wein als Symbol der Freude, der göttlichen Wonne und des inneren Segens

Im Neuen Bund wird das „Blut“ durch Wein symbolisiert, der für das Wohlgefallen des Vaters und die Freude des Geistes steht.

  • Das Blut der Trauben: Das „Blut des neuen Bundes“ (Matthäus 26,27.28) wird mit dem „Blut der Trauben“ (1.Mose 49,10.11) gleichgesetzt; dies signalisiert, dass das Wohlgefallen und der Segen des Vaters es sind, die die Menschheit wahrhaft mit Gott versöhnen.
  • Freude für Gott und die Menschen: In der Schrift heißt es, dass Wein „Gott und die Menschen fröhlich macht“ (Richter 9,12.13) und „das Herz des Menschen erfreut“ (Psalm 104,15).
  • Der Segen im Inneren: Von diesem „neuen Wein“ heißt es, dass ein „Segen in ihm“ liegt (Jesaja 65,8), der durch ein „gutes Wort“ (Sprüche 12,25) freigesetzt wird.
  • Die Quelle der strafenden Vergeltung versiegen lassen: Dieses „gute Wort“ ist die Erklärung des Vaters am Jordan: „Das ist Mein geliebter Sohn, an dem Ich Wohlgefallen habe“ (Matthäus 3,17). Die Annahme dieses Wortes der Freude und des Wohlgefallens lässt die „Blutquelle“ (die Forderung nach Vergeltung) im menschlichen Herzen vertrocknen.
  • Der Strom der Freude: Dieses geistliche Blut ist der „Strom, der mit seinen Bächen die Stadt Gottes erfreut“ (Psalm 46,4 – in manchen Übersetzungen Vers 5) und den Gläubigen ihre Kindschaft versichert.
  • Der Wein Babylons: Dieses „Blut der Trauben“ steht in direktem Gegensatz zum „Wein Babylons“ (Offenbarung 17,2.6). Der Wein Babylons ist die berauschende Täuschung, dass Gott ein Scharfrichter ist, der Blut und Gewalt verlangt, um besänftigt zu werden. Wahre Versöhnung bedeutet, geistlich nüchtern zu werden, indem man diesen falschen Wein zurückweist und ausschließlich aus der bedingungslosen Liebe des Vaters trinkt.

3. Der Ursprung des Opfers und das Melchisedek-Priestertum

Die obigen Quellen argumentieren, dass Gott niemals Opfer als Voraussetzung für die Vergebung verlangt hat; vielmehr war dies eine Entgegenkommen gegenüber den menschlichen Bedürfnissen. Das Priestertum Christi folgt in erster Linie der Ordnung Melchisedeks, einem ewigen Dienst des Lebens, der dem levitischen System der Tieropfer vorausging.

  • Göttliche Forderung: Die Heilige Schrift besagt ausdrücklich und wiederholt, dass Gott keine Brandopfer „gefordert“ oder „gewollt“ hat (Psalm 40,6 in manchen Übersetzungen Vers 7; Hebräer 10,5.6).
  • Der Zweck der Opfer: Opfer dienten als Spiegel, um der Menschheit den „Willen, Gott zu töten“ in ihren eigenen Herzen vor Augen zu führen. Da der gefallene Mensch „durch die Sünde abgestumpft“ war und glaubte, Gott würde ohne eine Strafe nicht vergeben, ließ Gott in Seiner Gnade zu, dass Opfer hinzugefügt wurden – Rituale, die unter den Menschen üblich waren –, um ihren Glauben zu stärken. Dieser diagnostische Spiegel verlangte vom Sünder, den Schlag persönlich auszuführen, um die Schwere seiner eigenen verborgenen Feindschaft aufzudecken (3. Mose 4,29).
  • Nach der Ordnung Melchisedeks: Das Priestertum Christi folgt der Ordnung Melchisedeks, einem ewigen Dienst des Lebens und der Gerechtigkeit durch Seinen Geist. Als Melchisedek Abraham begegnete (1. Mose 14,18–20), bot er ihm allein Brot, Wein und einen Segen an, ohne dass Blut oder Tieropfer erforderlich waren.
  • Die Überwindung der „Schlangengerechtigkeit“: Christus unterwarf sich dem Tod, um die Anforderungen der „Schlangengerechtigkeit“, d.h. Satans Prinzip, dass jede Sünde bestraft werden müsse, zu erfüllen und so die Menschheit aus der Herrschaft des Todes zu befreien (Hebräer 2,14).

4. Ein neuer und lebendiger Weg: Die Reise zur Kindschaft im Heiligtum

Der „neue und lebendige Weg“ (Hebräer 10,20) ist ein Weg zum Vater, der völlig frei ist von der Forderung nach dem Tod zur Befriedigung einer göttlichen Gerechtigkeit; er ist der Übergang von einer Religion der Besänftigung durch den Tod – dem „Dienst des Todes“ (dem Alten Bund) – zu einer lebensspendenden Beziehung zum Vater – dem „Dienst des Geistes“ (dem Neuen Bund), der auf Barmherzigkeit, Kindschaft und dem Charakter Gottes als gewaltfreier Vater beruht.

  • Der Vorhang Seines Fleisches: Christus verhüllte Seine Göttlichkeit in „sündigem Fleisch“ (Römer 8,3), um der Menschheit in ihrem Zustand der Angst und des Misstrauens zu begegnen. Auf diese Weise „hat Er in Seinem Fleisch die Feindschaft hinweggetan“ – die menschlichen Gebote und Verordnungen, die für die Sünde den Tod forderten (Epheser 2,14.15).
  • Von Bronze zu Gold: Dieser Weg führt den Gläubigen vom „bronzenen“ Denken (dem Vorhof, in dem wir Christus fälschlicherweise als „von Gott geschlagen“ (Jesaja 53,4) angesehen haben) zum „Gold“ des wahren Charakters des Vaters. Dazu gehört, den Vorhof „auszulassen“ (Offenbarung 11,2).
  • Innere Reinigung: Dazu gehört die Reinigung des Gewissens von „toten Werken“ (der Notwendigkeit von Opfern), um dem „lebendigen Gott“ durch Seinen Geist zu dienen (Hebräer 9,14).
  • Der Geist der Kindschaft: Dieser lebendige Weg ersetzt die Furcht vor Strafe durch den „Geist der Sohnschaft“ und ermöglicht es dem Gläubigen, „Abba, Vater“ zu rufen (Römer 8,15.16) und zu erkennen, dass er „in dem Geliebten angenommen“ ist (Epheser 1,6). Er befähigt die 144.000, ohne einen Mittler für buchstäbliches Blut in Gottes Gegenwart zu stehen, da sie Seinen Charakter der Liebe vollkommen widerspiegeln.

5. Der Zeitpunkt der Versöhnung: Taufe vs. das Zugeständnis am Kreuz

Auf dem „neuen und lebendigen Weg“, den die Quellen offenbaren, manifestierte sich die wahre Versöhnung – oder die „Wiedereinsmachung" – in Wirklichkeit bei der Taufe Christi. Während traditionelle Ansichten die vollendete Versöhnung mit dem Tod Jesu in Verbindung bringen, der eine rechtliche Schuld beglich, legen diese Quellen nahe, dass aus Gottes Perspektive die Menschheit versöhnt wurde, als Christus als unser Vertreter Seine Identität und Seinen Wert als geliebtes Kind des Vaters anerkannte.

  • Stellvertretende Versöhnung: Christus nahm dasselbe „Fleisch und Blut“ (Hebräer 2,14) und die „Gestalt des sündigen Fleisches“ (Römer 8,3) an, um das gefallene Menschengeschlecht vor den Vater zu bringen. Als „zweiter Adam“ trat Er an die Stelle, an der der erste Adam versagt hatte, bereit, das Wort des Vaters zu empfangen und daran zu glauben.
  • Die Verkündigung am Jordan: Als der Vater Sein Wohlgefallen bekundete (Matthäus 3,17), sprach Er durch Christus zur gesamten Menschheit und stellte eine Verbindung wieder her, die seit dem Sündenfall verschwiegen gewesen war (Römer 16,25). Christus nahm diese Worte des Wohlgefallens und des Segens stellvertretend für uns an, indem Er Seinen Wert und Seine Würde aus dem Wort des Vaters empfing und nicht aus Seinen eigenen Leistungen.
  • Die Feindschaft im Fleisch getötet: Indem Christus in Seiner menschlichen Natur den „Wein“ der Freude des Vaters empfing, hat Er „die Feindschaft in Seinem Fleisch hinweggetan“ (Epheser 2,14.15). Dies „öffnete das Ohr“ der Menschheit, sodass sie den Vater als liebendes Elternteil hören konnte (Römer 8,15).
  • Das Kreuz als diagnostisches Entgegenkommen: Während Gott „Opfer und Gaben nicht gewollt“ hat (Psalm 40,6, in manchen Übersetzungen Vers 7), sondern nur wünschte, dass wir „auf Seine Stimme hören“ (Jeremia 7,22.23), war das Kreuz eine notwendige Zufriedenstellung des falschen Gerechtigkeitssystems der Menschen (Jesaja 53,4.6), um unseren verfinsterten Verstand davon zu überzeugen, dass uns wahrhaftig vergeben ist, und damit Gottes Versöhnung der Welt mit sich selbst zu offenbaren, „indem Er ihnen ihre Sünden nicht anrechnete“ (2. Korinther 5,19).

6. Das kosmische und fortwährende Kreuz: Die Ausgießung des Blutes

Wahre Versöhnung reicht weit über ein historisches Ereignis auf Golgatha hinaus; sie umfasst eine universale Versöhnung und eine fortwährende kosmische Ausgießung von Leben.

  • Die Versöhnung der nicht gefallenen Wesen: Das „Blut Seines Kreuzes“ war notwendig, um sowohl die Dinge im Himmel als auch auf Erden zu versöhnen, wie in Kolosser 1,20 dargelegt, wo es heißt, dass Er „durch das Blut Seines Kreuzes Frieden machte“, um „alles mit sich selbst zu versöhnen“. Die nicht gefallenen Engel wurden nicht deshalb „versöhnt“, weil sie Sünder waren, sondern weil das Kreuz Satans Charakter als „Mörder von Anfang an“ (Johannes 8,44) entlarvte und die wahre, gewaltlose Natur des Vaters offenbart wurde, wodurch alle Zweifel im Universum ausgeräumt wurden.
  • Das 6.000 Jahre andauernde gegenwärtige Kreuz:  Das Vergießen des Blutes Christi ist nicht nur ein vergangenes Ereignis von 24 Stunden, sondern ein fortwährendes, 6.000 Jahre andauerndes Leiden, in dem Christus durch unser Misstrauen und unsere bösen Worte täglich „durchbohrt“ wird. Das „Blut“ steht für die beständige Selbstverleugnung und das Opfer Gottes und Seines Sohnes im Laufe der Menschheitsgeschichte, um ein rebellisches Geschlecht zu tragen und zu bewahren; darin offenbart sich die Wirklichkeit des „Lammes, das geschlachtet ist von Grundlegung der Welt an“, wie es in Offenbarung 13,8 heißt. Dieses anhaltende Leiden bestätigt, dass „bei all ihrer Bedrängnis auch Er bedrängt war“ (Jesaja 63,9) und dass die Menschen weiterhin „für sich selbst den Sohn Gottes wiederum kreuzigen“ (Hebräer 6,6).
  • Das wahre, versöhnende Blut von Gethsemane: Das Blut, das in Gethsemane aus den Poren Jesu hervorquoll, wurde nicht durch die Hand gewalttätiger Menschen vergossen, sondern war das Ergebnis der seelischen Qual Christi, der an Seiner Sohnschaft festhielt, während Er die Last unserer Sünden spürte – wie Lukas 22,44 berichtet, dass Sein Schweiß „wie Blutstropfen“ wurde. Dieser Kampf zeigt, wie Er hat „aufs Blut widerstanden im Kampf gegen die Sünde“, wie es in Hebräer 12,4 beschrieben wird. Dieses „Blut der Versöhnung“ ist es, das der Hohepriester in das Allerheiligste mitnimmt, um das Volk zu segnen. Es steht für den Sieg des Glaubens über das Gefühl, „tief betrübt bis zum Tod“ zu sein, wie es in Matthäus 26,38.39 erwähnt wird – derselbe Sieg, den auch die 144.000 erringen müssen, um das Gefühl zu überwinden, von Gott verlassen zu sein.

7. Die doppelte Rolle Christi als Mittler

Christus fungiert als „Vermittler“ zwischen zwei Parteien mit unterschiedlichen Gerechtigkeitsvorstellungen, basierend auf dem Prinzip: „Ein Mittler aber ist nicht [Mittler] von einem; Gott aber ist einer“ (Galater 3,20).

  • Als Mittler für Gott: Christus offenbart den Namen und die Herrlichkeit des Vaters (Johannes 17,4.6) und zeigt, dass Er „Barmherzigkeit und nicht Opfer“ will (Matthäus 9,13; 12,7). Er ist der „Baum des Lebens“ (Johannes 5,26), der die Wahrheit vermittelt, dass „... durch Gnade und Wahrheit wird Schuld gesühnt“ (Sprüche 16,6).
  • Vermittlung für den Menschen: Christus erniedrigt sich und passt sich dem „heidnischen“ Verständnis der Menschheit von Gerechtigkeit an. Er wurde „Seinen Brüdern ähnlich“ und „durch Leiden vollendet“ (Hebräer 2,10.17), um sich in den Augen der Menschen als mitfühlender Hohepriester zu erweisen. Er bedient sich der „Sprache“ des Blutes – „Mein Blut, Vater“ –, um das schuldbeladene Gewissen des Menschen zufriedenzustellen und zu überzeugen.
  • Beide Seiten in Einklang bringen: Indem Christus mit Seinem menschlichen Arm „die gefallene Menschheit umfasste“ und zugleich mit Seinem göttlichen Arm „den Thron des Unendlichen ergriff“, erfüllte Er sowohl das Verlangen des Menschen nach einem Opfer als auch die Barmherzigkeit des Vaters, der bereit war, Seinen Sohn dem menschlichen Zorn auszuliefern. In Seinem Leib erfüllte Er das, was die Menschheit als Gottes Forderung empfand – Blut und Tod –, um uns in unserer „falschen Gerechtigkeit“ entgegenzukommen und unsere Gewalt zu erdulden. Durch dieses Entgegenkommen führt Er uns auf den „neuen und lebendigen Weg“ (Hebräer 10,19.20) und lenkt uns vom Glauben an eine rachsüchtige Gottheit hin zur Wahrheit dessen, was der Vater tatsächlich wünscht: Barmherzigkeit, Leben und die Wiederherstellung Seiner Liebe.