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„Im Reich Christi gibt es kein Mittel des Zwangs. Gewalt hat darin keinen Platz.“ 21MR 152.3-4
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Kürzlich habe ich von jemandem gehört, der aus Versehen Benzin getankt hat in ein Fahrzeug, das einen Dieselmotor hat, und von den Problemen, die dadurch entstanden sind.
In dem Handbuch für dieses Fahrzeug steht ausdrücklich, dass es nur mit Diesel betankt werden darf. Nun wurde diese Regel, dieses Gesetz, gebrochen. Was geschieht jetzt?
Ist es so, dass der Hersteller vielleicht einen Sensor eingebaut hat, der sofort merkt, wenn das Auto falsch betankt wird und eine Nachricht an den Hersteller sendet und den Fehler meldet. Der Hersteller sieht das als einen schweren Verstoß gegen sein Gesetz für das von ihm gebaute Auto an und eine Strafzahlung wird verhängt. Je mehr Benzin in den Tank gefüllt wurde, desto höher ist der Betrag, den man an den Hersteller bezahlen muss. Wenn das Auto mit dem falschen Kraftstoff vollgetankt wurde, reicht eine Geldstrafe nicht aus, der Besitzer dieses Fahrzeugs würde dafür eine strenge Gefängnisstrafe erhalten oder sogar zum Tode verurteilt.
Natürlich wissen wir alle, dass so etwas gar keinen Sinn macht, denn die Auswirkungen des gebrochenen Gesetzes wirken sich direkt IM Motor des Autos aus und haben mit dem Hersteller des Fahrzeugs nichts zu tun.
Satans Täuschung führte den Menschen zu der Vorstellung, Leben könne unabhängig von Gott bestehen und Gottes Gerechtigkeit verlange den Tod des Übertreters. Dadurch wurde der liebende Vater als strafender Richter wahrgenommen. Das Opfersystem war jedoch keine göttliche Forderung nach Blut, sondern sollte die menschliche Feindschaft und die tödlichen Folgen der Sünde sichtbar machen.
Am Kreuz offenbarte Christus schließlich, dass nicht Gott den Tod des Sünders fordert, sondern dass der Tod die natürliche Folge der Trennung von der Quelle des Lebens ist. Christi physisches Blut war der sichtbare Kanal, während Sein lebensspendender Geist die eigentliche Quelle der Erlösung ist. Erlösung bedeutet daher Versöhnung und innere Verwandlung des Menschen durch die Erkenntnis des wahren, liebevollen Charakters Gottes.
Jesus offenbarte den Charakter Gottes als Liebe, Sanftmut und Barmherzigkeit und stellte damit die gewaltsamen Gottesbilder seiner Zeit infrage. Seit Konstantin wurden der Exodus und die Eroberung Kanaans jedoch immer wieder dazu benutzt, Kriege und politische Machtansprüche als göttlichen Auftrag darzustellen. Auch heute lebt dieses Denken fort. Wenn führende Politiker oder Militärs aktuelle Konflikte mit biblischen Endzeitprophezeiungen verbinden oder Kreuzzugssymbolik wie Deus Vult („Gott will es“) aufgreifen – wie es im Zusammenhang mit Pete Hegseth vielfach diskutiert wurde –, zeigt sich, dass die Instrumentalisierung der Bibel zur Rechtfertigung von Gewalt keineswegs der Vergangenheit angehört. Dem stellt Jesus das Bild eines Gottes entgegen, dessen Reich nicht durch das Schwert, sondern durch Wahrheit, Freiheit und selbstaufopfernde Liebe gegründet wird.
Wir besitzen all das, was uns gegeben wurde, es sei denn, wir weigern uns, es anzunehmen, oder wir werfen es weg oder verlieren es. Da dies der Fall ist, wollen wir uns einige der Dinge vor Augen führen, die uns gegeben wurden, damit wir erkennen, wie gut es uns geht.
Eine Offenbarung an die Welt könnte nur durch eine Demonstration von Macht erfolgen. Aber eine Demonstration von Macht erschafft keine Beziehung. Eine Offenbarung von Macht erzeugt nur die Anbetung der Macht und die Versuchung, eine Beziehung einzugehen, um an der Macht teilzuhaben oder durch diese Macht Vorteile zu erlangen. Eine Offenbarung von Macht kann nur Eros und nicht Agape erzeugen.
Zweieinigkeit oder Dreieinigkeit?
Vater und Sohn, oder Vater, Sohn und Heiliger Geist?
Was sagt die Bibel und der Geist der Weissagung?