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Veröffentlicht Feb 25, 2020
Geschrieben von Feb 25, 2020
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Ist es wirklich so befremdlich zu glauben, dass Jesus tatsächlich der vom Vater geborene Sohn ist?

 

Im Allgemeinen wird anerkannt, dass Jesus der Sohn Gottes ist, aber nur ein metaphorischer, ein symbolischer Sohn, oder ein Sohn, der die Rolle des Sohnes spielt, um uns Menschenkindern den Erlösungsplan begreiflich zu machen durch ein Rollenspiel der drei Personen der Gottheit. Aber eine wörtliche Interpretation des Begriffes „eingeborener Sohn Gottes“ als ein wirklich und wahrhaftig vom Vater geborener oder hervorgebrachter Sohn wird oft als eine zu verdammende Irrlehre angesehen. 

Warum können wir nicht zulassen, dass Jesus Christus der wahre geborene Sohn Gottes ist, der Seine Existenz Seinem Vater verdankt? Dieser kann ja dann nicht Gott sein, das eine schließt das andere aus, denken wir. Ein Gott hat immer alles aus seinen eigenen Ressourcen. Er hat nichts von jemand anderem empfangen. Er besitzt Allmacht, Allgegenwart und eine ewige Existenz, alles aus sich selbst heraus. Es ist alles innewohnend und schon immer so gewesen. Das ist unsere Vorstellung von einem Gott, und alles, was dem nicht entspricht, wird als minderwertig oder niedriger angesehen und qualifiziert ein Wesen nicht dazu, „Gott“ genannt zu werden – zumindest nicht in unseren Augen. Deshalb müssen wir mit allen Mitteln eine symbolische oder metaphorische oder zeitlich bedingte Bedeutung des Wortes „Sohn“ durchsetzen. 

Wenn es uns gelingt, uns von diesem falschen Denkmuster zu lösen, dass ein Gott nur einer sein kann, der alles aus sich selbst besitzt (ein Maßstab, der in der Bibel nirgends aufgestellt wird), dann können wir anerkennen, was das Wort Gottes deutlich lehrt, nämlich dass Jesus wirklich der Sohn Gottes ist und alle Seine göttlichen Eigenschaften durch ERBSCHAFT vom Vater empfangen hat: Damit können wir Ihn als den wahren Sohn Gottes anerkennen und dabei trotzdem Seine volle Göttlichkeit bewahren und das Zeugnis des Vaters annehmen, der gesagt hat:

Dies ist mein geliebter Sohn; auf ihn sollt ihr hören! (Markus 9,7)