Im Licht des Evangeliums leben

veröffentlicht Mrz 08, 2016 von Igor Vujica in Das ewige Evangelium Treffer: 302
Übersetzt von Franziska Bunkus

Download als PDF

(Zusammenfassung des Vortrags Living in the Light of the Gospel https://www.youtube.com/watch?v=3clCHJhDuCk)

 

Eines Tages im Flugzeug saßen auf den Plätzen neben mir zwei Frauen. Ich betete zu meinem Vater, denn ich wollte gern mit diesen Damen ins Gespräch kommen, doch vertrauensvoll überließ ich es meinem Vater und war erst mal still. Die Frauen begannen sich zu unterhalten, es war interessant, da sie sehr ähnliche Geschichten zu erzählen hatten. Die Nichte der einen Frau verstarb erst kürzlich, und von der andren Dame verstarb gerade erst der Mann. Nach einer Weile bestellte ich mir etwas zu essen, und auf einmal sprach mich die Dame zwei Sitze weiter an: „Entschuldigung, sind sie Vegetarier?

Ich sagte „Ja“.

Oh großartig, das bin ich auch!“

Also fragte ich: „Oh schön, was hat sie denn dazu inspiriert, sich vegetarisch zu ernähren?“ „Nun“ sagte sie „meine Religion“.

Ich freute mich und fragte „Wirklich? Was kann das denn sein?“

Ich bin eine Siebenten-Tags-Adventistin“ sagte sie und ich antwortete „Wooow, ich auch!“

 

Und so geschah es, dass die beiden Damen und ich in einer neuen Unterhaltung waren über den Glauben und den Vegetarismus und die Dame zwischen uns lauschte unseren Erfahrungen, die wir austauschten. Eines der Dinge, die die Frau mit mir teilte war, dass ihr Vater die Botschaft empfangen hatte und auch Liebe zu Jesus hegte, aber immer mit Alkohol und Zigaretten zu kämpfen hatte.

Ich dachte darüber nach… wie kann das sein? Du hörst die Botschaft, aber kämpfst immer noch mit solchen Dingen? Ich betete zum Vater und sprach mit ihm darüber, dann wurde ich von dem Gedanken inspiriert: Jedes Mal, wenn jemand mit etwas zu kämpfen hat, gibt man ihm gute Ratschläge, rät ihm, dies oder das zu tun oder zu lassen, und wenn die Person nicht darauf hört oder das in seinem Leben einfach nicht so funktioniert, werden wir nachdrücklicher und vielleicht ärgerlich, weil er es einfach nicht „kapiert“. Der Vater beeindruckte mich damit: Kann es nicht sein, wenn jemand mit solchen Problemen kämpft, dass er das Evangelium noch gar nicht verstanden hat? Anstatt diesem Mensch irgendeinen Rat zu geben, eröffne ihm das Evangelium und erlaube dem Evangelium, in ihm ein Werk zu vollbringen, das größer ist als das, was du ihm bringen kannst.

Dieser Gedanke inspiriert diese Präsentation: „Im Licht des Evangeliums leben“

 

Der Feind möchte unseren Geist verdunkeln, er möchte unseren Verstand so dunkel machen, dass wir nicht mehr das Licht der Herrlichkeit Gottes erkennen; dass wir nicht mehr die Schönheit, die Liebe, die Weisheit sehen können, die Gott uns in Christus gegeben hat. Der Feind möchte alles und jedes, was ihm möglich ist, zwischen uns und die Gute Nachricht stellen, damit wir nicht mehr klar sehen können. Wenn wir nicht mehr deutlich sehen, offenbaren sich all diese Dinge in unserem Leben, denn das ist der natürliche Fluss: wenn wir nicht von dieser großen Liebe inspiriert sind, dann beginnen andere Dinge in unserem Leben mehr Kraft zu bekommen.

Lasst uns nun die Liebe Gottes, dieses Evangelium, betrachten, damit unsere Augen erleuchtet werden und wir in der Kraft von Gottes Wort, der Guten Nachricht, voran gehen können, viel weiter als durch unsere eigenen Stärke.

In Römer 1,16 heißt es „Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht, denn es ist Gottes Kraft zum Heil jedem Glaubenden“.

Das Evangelium ist die Kraft Gottes! In diesem Zusammenhang lesen wir nun 1. Petr. 1,5: „die ihr durch Gottes Kraft durch Glauben bewahrt werdet zur Errettung, die bereit ist, in der letzten Zeit geoffenbart zu werden“.

Bewahrt durch die Kraft Gottes. Was ist die Kraft Gottes? Das Evangelium! Wenn wir diese beiden Bibelverse in Verbindung bringen, lesen wir, dass wir durch das Evangelium (die Gute Nachricht) bewahrt werden - bewahrt vor dem Feind!

Wann immer wir auf unserem Lebensweg abrutschen oder in unserem Leben etwas spüren, was dort nicht sein sollte, versuchen wir gewöhnlich, uns noch mehr anzustrengen. Doch geh zurück zum Evangelium und erkenne, dass du eigentlich vom Evangelium bewahrt wirst - von der Kraft Gottes. Vertraue dich dem Vater an und sagte ihm „Vater, ich kann das Evangelium im Moment nicht klar erkennen, mein Geist ist verdunkelt. Gib mir dein Licht, lass dein Wort in mein Leben scheinen, damit ich die Kraft deines Wortes sehe“. Je mehr unsere Augen die Dinge unseres Vaters schauen, desto schwächer wird alles andere und wir sehen den Unterschied klarer.

Wir lesen in 1.Kor 2,5 „auf daß euer Glaube nicht beruhe auf Menschenweisheit, sondern auf Gottes Kraft“.

Damit unser Glaube sich nicht auf Menschenweisheit gründet, sondern auf das Evangelium! Wir stehen auf dem Evangelium. Wir werden durch das Evangelium beschützt und gründen uns darauf.

Schauen wir im nächsten Text, was dieses Evangelium eigentlich ist. In 1.Kor 15 lesen wir in Vers 1-4: „Ich tue euch aber kund, Brüder, das Evangelium, das ich euch verkündigt habe, das ihr auch angenommen habt, in welchem ihr auch stehet, 2 durch welches ihr auch errettet werdet (wenn ihr an dem Worte festhaltet, das ich euch verkündigt habe), es sei denn, daß ihr vergeblich geglaubt habt. 3 Denn ich habe euch zuerst überliefert, was ich auch empfangen habe: daß Christus für unsere Sünden gestorben ist, nach den Schriften; 4 und daß er begraben wurde, und daß er auferweckt worden ist am dritten Tage, nach den Schriften

Das Evangelium ist, dass

  1. Christus für unsere Sünden gestorben ist

  2. er begraben wurde

  3. er auferweckt wurde

Das ist so einfach! Lasst uns nun schauen, was das für Auswirkungen hat.

In Vers 17 lesen wir „Wenn aber Christus nicht auferweckt ist, so ist euer Glaube vergeblich; ihr seid noch in euren Sünden“. Wenn wir diesen Text ins Positive umkehren besagt er: wenn wir glauben, dass Christus auferweckt ist, ist unser Glaube nicht vergeblich, er hat Gewicht/Inhalt und wir sind nicht mehr in unseren Sünden. Wenn wir glauben, dass Christus auferstanden ist, glauben wir, das Leben aus dem Tod kommen kann. Wenn du anerkennst, dass auch in dir nichts Gutes ist, dass du tot bist und nichts Gutes aus dir selbst produzieren kannst, kann der Vater dich - so wie Christus - durch Sein Wort vom Tod auferstehen lassen. Vorher lebten wir in der alten Natur, jetzt leben wir in der neuen Natur, denn Christus ist von den Toten auferstanden, damit auch wir in Neuheit des Lebens empor kommen- das ist die Gute Nachricht, das ist das Evangelium! Der Feind sagt „So einfach kann das nicht sein“ doch es IST so einfach!

Wenn du es mit dem Mund bekennst und mit dem Herzen glaubst, dass Jesus gestorben, begraben und auferstanden ist, bist du gerettet! Der Vater gibt jedem von uns ein Maß an Glauben, und all Sein Verlangen besteht darin, dass wir diesem Glauben Ausdruck verleihen, und indem wir unserem Glauben Ausdruck verleihen, arbeitet dieser Glaube in uns und erlaubt dem Vater, für uns zu wirken, und wenn der Vater für uns wirkt, sind nicht mehr länger wir es, die für uns selbst arbeiten, sondern der Vater wirkt in uns, um Seinen eigenen Namen durch uns zu verherrlichen. Anstatt irgendetwas aus eigener Kraft zu tun, benutze die Kraft der Kräfte, um für dich zu wirken! Wenn wir das haben, haben wir Frieden. Dann brauchen wir uns nicht mehr auf unsere alte Natur konzentrieren und uns damit herumschlagen, wir brauchen nur noch auf unseren Erlöser schauen, der bereits auferstanden ist, dann lässt uns der Vater auch auferstehen – einfach, indem du dem Wort erlaubst, das zu tun, was es (das Wort) sagt. Komm zurück zum Wort, zurück zum Evangelium, anstatt zu versuchen, dich noch mehr anzustrengen.

Das Evangelium ist die Kraft Gottes und wenn wir das Evangelium bekennen und in uns aufnehmen, erlauben wir dem Vater so viel mehr für uns zu tun, als wir es uns vorstellen können.

Auf dieser Welt gibt es viele gütige Menschen und Gott wirkt auch oft durch diese Menschen, auch wenn sie sich nicht zu Gott bekennen, aber niemand wird wirklich von ihnen berührt. Wenn das Evangelium die Kraft Gottes zur Erlösung ist, und diese Menschen schon Gutes tun, ohne an die Kraft Gottes zu glauben, wieviel mehr kann das wahre Evangelium dann bewirken? Es kann nicht miteinander verglichen werden, es ist wie ein Kampf zwischen der Kraft Gottes und der Kraft des Menschen. Lasst uns herausfinden, wie du durch dieses Evangelium ein völlig neues Level in deinem Leben erreichen kannst. In Offb. 12,11 steht geschrieben „Und sie haben ihn überwunden um des Blutes des Lammes und um des Wortes ihres Zeugnisses willen, und sie haben ihr Leben nicht geliebt bis zum Tode!“ Was für ein Zeugnis ist das genau und woher bekommen wir es? Ist das wirklich unser Zeugnis? Lasst uns ein paar Verse darunter lesen: „Und der Drache ward zornig über das Weib und ging hin, Krieg zu führen mit den übrigen ihres Samens, welche die Gebote Gottes halten und das Zeugnis Jesu haben.“ (Vers 17) Also wessen Zeugnis ist es? Jesu Zeugnis! Wenn wir das also in Vers 11 einfügen: „Und sie haben ihn überwunden um des Blutes des Lammes und um des Wortes von Jesu Zeugnis willen, und sie haben ihr Leben nicht geliebt bis zum Tode!“ erkennen wir, dass sie das Zeugnis Jesu Christi in sich hatten, und das war es, was sie bezeugten, nicht ihr eigenes. Sie gaben ein Zeugnis von Seinem Leben, Seiner Kraft, Seinem Glauben, alles hatten sie von Ihm und das war es was in ihrem Leben gesehen wurde. Und wenn wir in unserem Zeugnis Jesus Christus bezeugen, empfangen wir unser eigenes Zeugnis, unsere eigene praktische Erfahrung im Zusammenleben mit unserem Vater.

Wenn wir auf Gottes Wort vertrauen und im Glauben vorangehen, ohne auf unsere Umstände, Situation oder vergangenen Erfahrungen zu schauen, gibt Gott uns ein neues Zeugnis, neue Erfahrungen, die wir dann wiederum mit anderen teilen können und die ihnen und auch uns zum Segen sein werden. Nun wissen wir, dass das Zeugnis, das wir mit anderen teilen, das Zeugnis, mit dem wir überwunden haben, Jesu Zeugnis ist. Nun wollen wir uns ein paar dieser Zeugnisse anschauen. Es gibt unglaublich viele und ich bete, dass ihr inspiriert werdet, so viele wie möglich herauszuziehen.

Lasst uns Joh. 8,29 aufschlagen: „Und der, welcher mich gesandt hat, ist mit mir; er läßt mich nicht allein, denn ich tue allezeit, was ihm gefällt.“ Wer sagte das? Jesus … und das ist Sein Zeugnis, denk einfach mal darüber nach, Er sagt „der Vater lässt mich nicht allein“. Haben wir für uns auch solche Verheißungen in der Schrift? „Ich werde dich nicht verlassen oder dich aufgeben.“ Josua 1,5 Wir können also auch sagen „Jesus ließ mich nie allein, er gab mich noch nie auf!“ Das ist unser Zeugnis! Jesus nimmt uns noch mit auf eine höhere Ebene, wenn Er sagt „ich tue allezeit, was Ihm gefällt“. Der Gedanke ist nun: Kann das auch unser Zeugnis sein? Denk mal darüber nach … Wie kann das unser Zeugnis sein? Indem wir demjenigen, der es gesprochen hat, erlauben in uns zu wohnen! Erlaube Ihm für dich zu zeugen.

Ich habe damit ein wenig experimentiert. Als ich es das erste Mal las, dachte ich „Wow, das ist ein Stand! Ich kann das nie für mich beanspruchen.“ Ich schaute auf meine alte Natur und all die Fehler, die an mir sind, doch der Geist beeindruckte mich dann mit dem Gedanken: Aber das ist das Zeugnis Jesu! Und diejenigen, die überwinden haben das Zeugnis Jesu, und dadurch überwinden sie auch, indem sie die Gebote halten und den Glauben Jesu haben. Wenn du den Glauben Jesu kennen lernen willst, musst du nur schauen, was Ihm durch den Kopf geht und was Er sagt. Dann erlaubte ich dem Vater, für mich Zeugnis zu geben und Jesus in mir fing an zu sprechen „ich tue allezeit, was ihm gefällt“.

Ich ging zurück zum Evangelium (gekreuzigt, begraben, auferstanden) und in Galater 2,19-20 heißt es „Ich bin mit Christus gekreuzigt. Und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir; was ich aber jetzt im Fleische lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat“. Welch machtvolle Worte!

Ich erkannte, dass Jesus nicht nur für mich gekreuzigt ist, sondern das ich in Ihm mit gekreuzigt bin, ich nehme Anteil an Seinem Tod und bekomme dadurch auch die Neuheit des Lebens, dann bin nicht mehr ich es, der lebt, sondern Christus lebt in mir, ich lebe durch den Glauben an Jesus Christus. Ich kann Jesus erlauben, dieses Zeugnis zu geben und diese Worte zu sprechen „ich tue allezeit, was ihm gefällt“, das ist mein Zeugnis, das ist das Zeugnis meines Erlösers, der in mir lebt. Das schiebt die Versuchung weg, sie hat keine Macht mehr, das Zeugnis des Sohnes prägte sich ein, er bewahrte meinen Geist in Seinem Kanal und durch das Wort brachte Er die Kraft, die ihm erlaubt, Seine Stärke zu zeigen. Anstatt meinem Geist zu erlauben, zu meinem natürlichen, alten Mensch zu gehen, führte mich der Vater zu meinem neuen Menschen, zum Geist Christi. Ich tue allezeit, was Ihm gefällt, das ist es was mein Erlöser in mir sagt. Ja, ja das will ich tun!

Ist das nicht das wahre Leben, das der Vater sich für uns wünscht?

Schaue nicht auf die Sünde, denn worauf du deinen Fokus gerichtet hast, das vergrößert sich. Kennst du das, wenn du dich auf ein Problem konzentrierst, bis es viel größer erscheint als es ist? Ich habe in meinem Leben aufgehört, mich auf die Fehler anderer zu konzentrieren. Was passiert denn in meinem Geist, wenn ich immer auf ihre Sünden schaue? Die Sünden werden größer und trüben die Sicht auf meinen Erlöser. Doch wenn ich mich auf meinen Erlöser konzentriere und Seinem Zeugnis erlaube, in mir zu sein, dann bewahrt Er mich und lässt mich auf dem Weg der Liebe gehen. Er enthüllt, was Er in meinem Leben tun will. Es ist so, wie es im Psalm 139 steht: Erforsche mich, o Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich es meine; und siehe, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege!“ Ich will nicht eigene Wege suchen, sondern Ihm vertrauen, dass Er den richtigen Weg für mich findet und zum Vorschein kommt, was Sein Wille ist. Durch die Verbindung, die Freude, den Lobpreis und die Gemeinschaft mit Ihm scheint das Licht immer heller und heller, bis zum vollen Tag auf den Pfad der Gerechtigkeit.

Also auf was wir uns konzentrieren, wächst und wenn wir uns auf unseren Erlöser konzentrieren, wächst Er in unserem Leben. Was wir füttern gedeiht, und wenn wir unseren Geist mit dem Zeugnis unseres Erlösers - mit Seinem Wort – füttern, wird er gedeihen.

Dann passiert es, dass wir so verbunden sind, das Seine Gedanken wie die unseren erscheinen, sie kommen so natürlich zu uns, weil sie so tief in uns sind; wir sind so daran gewöhnt, Christus zu erlauben, der Geist und Führer unseres Lebens zu sein, dass wir dem einfach folgen und denken „Wow, es ist ein wahrer Segen!“

Ich ermutige jeden einzelnen von euch: Willst du dieses Zeugnis gern in deinem Leben haben? Das du immer die Dinge tust, die dem Vater gefallen? Nicht auf irgendwelche Dinge fokussiert, sondern nur auf diese Gute Nachricht, dass unser Erlöser von den Toten auferstand, so stehen auch wir auf zur Neuheit des Lebens. Dieses Zeugnis ist jetzt in uns, wir sind mit Ihm gekreuzigt, Er lebt in uns und Er tut dieses Werk, und bei Ihm dreht sich alles darum, den Vater zu verherrlichen - was für eine Freude! Bei unserem Erlöser dreht sich alles darum, den Vater zu verherrlichen, und das können wir in unserem Leben bekunden.

 

Ich möchte noch einmal ein paar Gedanken zusammenfassen:

Lasst uns zuerst unseren Auftrag anschauen in Offb. 14,6 Und ich sah einen Engel fliegen mitten durch den Himmel, der hatte ein ewiges Evangelium zu verkündigen denen, die auf Erden wohnen, und allen Heiden und Geschlechtern und Sprachen und Völkern“.

Wir fanden schon heraus, dass das Evangelium die Kraft Gottes ist, und dieser Botschafter hat hier nun die ewige Kraft Gottes, um sie auf Erden zu verkünden. Eine ewige Kraft - sie kann niemals ausgehen, sie wird nie unterbrochen, sie geht immer weiter- diese Gute Nachricht, dieses Evangelium geht immer weiter mit ewiger Kraft. Verbinde diese Gedanken und stell dir vor: Jesus legt Zeugnis ab in deinem Leben „Der Vater ließ mich niemals allein, er verließ mich nie und ich tue allezeit was ihm gefällt!“ und jetzt verkündigen wir dieses ewige Evangelium mit der Kraft Gottes. Denn sie ist in unserem Leben sichtbar, die Menschen sagen „sie sind irgendwie anders als andere Menschen, sie sind voller Freude, sie gehen durch diese Trübsal aber lassen sich nicht von ihr gefangen nehmen, sie sind gefangen im Evangelium“ und sie sehen etwas Größeres in diesem Evangelium, als es sonst irgendwo auf dieser Welt gibt, das ist wirklich kraftvoll.

Ich verband das mit dem Schatz im Acker. Matthäus 13,44: „Das Himmelreich ist gleich einem verborgenen Schatz im Acker, den ein Mensch fand und verbarg. Und vor Freude darüber geht er hin und verkauft alles, was er hat, und kauft jenen Acker.“

Was bewegt einen Menschen dazu, alles zu verkaufen, was er hat, um etwas zu kaufen? Das, was im Feld liegt, muss wertvoller sein als alles andere, was er besitzt. Das Schlüsselwort hier ist für mich „vor Freude darüber“. Wenn ich nicht willig bin, alles in meinem Leben aufzugeben - freudig aufzugeben - dann weiß ich, dass ich immer noch Laodizea in mir habe, ich kann noch nicht klar sehen, ich brauche die Augensalbe. Wenn ich noch damit kämpfe, etwas aufzugeben, bedeutet das nur, dass ich noch nicht klar sehen kann, ich habe den Wert des Schatzes noch nicht erkannt. Ich muss aber nur beten „Vater, ich erkenne den Wert des Schatzes nicht, öffne bitte meine Augen. Ich will den Wert erkennen, denn die Schrift sagt, wenn ich den Wert des Schatzes erkenne, werde ich vor Freude darüber alles aufgeben, dann kann ich willig alles verkaufen, was ich habe, um IHN zu haben“.

Gehe sicher, dass Er in deinem Leben ist. Wenn es je eine Zeit des sich Abmühens mit etwas gab, sollten wir sie nicht als Verurteilung auffassen, sondern als Inspiration, zum Vater zu gehen und um Augensalbe zu bitten. Ihn zu bitten, uns das Wort zu öffnen, das Evangelium tiefer und klarer zu offenbaren, damit wir den Reichtum sehen können, den Er darin für uns bereit hält, damit wir vor Freude alles aufgeben können, was wir haben. „Habt ihr den Geist durch Gesetzeswerke empfangen, oder durch das Hören mit Glauben?“ (Gal. 3,2 nach King James übersetzt). Wenn du den Geist dann durch Hören im Glauben empfängst (der Glaube kommt durch Hören, und Hören durch Christi Wort, Röm 10,17), wenn wir das Wort Gottes empfangen, dann es kommt nicht aus uns selbst, der Vater tut das Werk, und indem wir es empfangen, gibt Er uns den Geist, und der Geist tut diese Dinge für uns. Er sagt „Meine Gegenwart wird vor dir her gehen und ich werde dir Ruhe geben“ (2.Mose 33,14).

Durch das Empfangen dieser Gegenwart in uns gibt Er uns Ruhe, und in unserem Leben geben wir davon Zeugnis ab durch den Sabbat, wir geben Zeugnis von dieser Ruhe, die Er uns gegeben hat, nicht nur jeden siebenten Tag, sondern an jedem Tag unseres Lebens. Wenn die Menschen die Welt in ihrer Geschäftigkeit, ihrem Tumult und Ärger sehen und dann auf unser Leben schauen, sehen sie, dass wir Ruhe haben. Manche wollen mehr darüber wissen, und dann können wir Jesus in uns erlauben, Zeugnis abzulegen und Seine Worte, durch uns, zu ihnen sprechen zu lassen. Wir müssen ihnen dann nichts von uns erzählen, sondern über Jesus und sagen „Hey, weißt du wie das kommt? Ich habe einen Schatz gefunden, der so wertvoll ist, dass ich alles aufgab, um ihn zu bekommen. Dieser Schatz gibt mir Freude, sodass ich nicht mehr auf irgendwelche Umstände oder Situationen schaue, sondern immer diese Freude in mir habe, sie verlässt mich nie, sie vergisst mich nie, sie ist immer in mir und sie gibt mir Klarheit, die Dinge im richtigen Licht zu sehen.“

Lasst uns Joh. 16,33 lesen: „Solches habe ich mit euch geredet, daß ihr in mir Frieden habet. In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden“.

Unser Erlöser sagt uns nicht, dass alle unsere Umstände schön sein werden, auch nicht, dass es einfach wird, diesen Pfad zu gehen. Er sagt „in der Welt werdet ihr Drangsal haben“ aber im gleichen Atemzug sagt Er „doch sei guten Mutes“. Denkt darüber nach: In Drangsal guten Mutes sein? Das steht doch der Welt entgegen, oder? Doch was ist die Substanz dieses guten Mutes? Unser Erlöser hat die Welt überwunden und Er lebt dieses Leben in uns, Er lebt dieses Überwinden in uns, Er lebt dieses Wohlgefallen des Vaters in jeder Beziehung in uns, wir müssen nichts weiter tun als es Ihm zu erlauben und uns daran zu erfreuen.

Als der Vater Seinen Sohn für uns gegeben hat, hat Er wirklich Seiner unendlichen Liebe zu uns Ausdruck verliehen - weißt du, dass Er das für DICH getan hat? Schau den Erlöser am Kreuz und erkenne das Bild der Liebe. Er war nicht nur vor 2000 Jahren am Kreuz, Er trägt die Sünden der Welt sogar jetzt noch, Er trägt das alles in seinem Körper und so wie Er es trägt, so erweckt Er auch zum Leben, Er ist das auferstandene Leben, Er gab sich selbst für uns. Weißt du, dass Er dich so sehr liebt? Dass Er so sehr gewillt war, dass du ein Leben mit dem Vater haben kannst, dass Er sein eigenes Leben willig aufgab? Wenn wir diese Liebe realisieren, die der Vater für uns hat, machen wir sie doch persönlich! Es war nicht für die andere Person, nicht für die Welt, es war für dich! Und wenn du diese Liebe in der Tiefe deines Seins erfasst, nur dann kannst du wahrhaft jemand anderen lieben. Wenn du diese große Vergebung in deinem eigenen Leben erfahren hast, nur dann kannst du wirklich jemand anderem vergeben. Wenn du die große Barmherzigkeit erkennst, die der Vater für dich hat, nur dann wird es dir möglich sein, zu jemand anderem wahrhaft barmherzig zu sein. Die Freude ist der Schatz im lebendigen Wort. Er ist die unaussprechliche Gabe.

Wenn du dir dieser Gabe Gottes in dir selbst gewiss bist, dann kann der Vater dich zu einem Kanal des Segens machen in Verbindung mit dem Zeugnis Seines Sohnes und Seines eigenen Geistes, der unser Herz rufen lässt: „Abba Vater“ zum Dienst aller, die in unserem Wirkungskreis leben.

Erlaube diesem Wirkungsbereich in deiner direkten Umgebung Freude daran zu finden, diese Gabe zu empfangen. Stelle sicher, dass jedes Familienmitglied das erkennt. Erkennen sie es auch ohne dass du ein Wort sprichst, erkennen sie es auf die Art, wie du sprichst oder die Art, wie du schaust, das Lächeln, die Zärtlichkeit, die Ermutigung, kennen sie diese Dinge, wie sehr der Vater sie liebt? Und wenn deine Familie damit gefüllt ist, vergrößere deinen Wirkungskreis, lass deine Gemeindefamilie dasselbe erfahren.

Denk mal darüber nach: Hast du eine Beziehung zu jemandem, die nicht mehr so stark ist wie sie einmal war? Geh zuerst zum Vater und sag „Vater, wir hatten einmal eine tolle Erfahrung, es ist jetzt nicht mehr so, dafür schäme ich mich, denn im Himmel werden wir uns so sehr lieben, zeig mir Vater wie sehr du mich liebst, und dann benutze mich“. Erlaube Jesus, durch dich zu bezeugen, wie sehr Er diese andere Person liebt. Geh zu dieser Person „Hey Bruder, Hey Schwester, erinnerst du dich an die Zeit die wir hatten? Die Verbundenheit, die Nähe, das will ich gerne wieder haben!“

Die Leute sehen in unseren Beziehungen untereinander, wie wir uns lieben und wieviel Liebe unter uns ist. Stell dir vor, wenn in der Gemeindefamilie all das geheilt ist, könnte dann die Gemeinde nicht ein wahres Licht für die Welt sein? Es werden nicht hier und da ein paar Leute sein, sondern eine überfließende Einheit, es verstärkt sich. Du kannst mit anderen zusammen so viel mehr erreichen, als du selbst tun könntest. Stell dir diesen Körper von Gläubigen vor, der dem Geist Christi erlaubt, Ihn in diese Einheit zu bringen, diese Vater und Sohn Einkeit, das ist die Einheit, das ist die Herrlichkeit Gottes. „Und ich habe ihnen gegeben die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, daß sie eins seien, gleichwie wir eins sind“ Joh 17,22. Die Herrlichkeit wird uns gegeben, was machen wir damit? Erlauben wir Ihm, damit zu tun, was Er tun will? Ihm, der in der Lage ist, unermesslich mehr zu tun, als wir erbitten oder uns vorstellen können. Denke den höchstmöglichen Gedanken, was du gern möchtest, dass der Vater tun kann und Er kann noch unsagbar mehr. Gibt es Beziehungen in deinem Leben, die noch auf irgendeine Weise gespannt sind? Bitte den Vater, Sein Licht dort scheinen zu lassen, und der Vater wird dich dafür segnen. Auch wenn diese Person noch nicht bereit ist, hast du zumindest den Kanal geöffnet und erlaubst dem Geist dadurch, an sein Herz zu klopfen.

Im Himmel lieben wir uns alle, lasst uns schon jetzt daran teilhaben, und wenn das passiert, stell dir die Auswirkungen vor auf die Gemeinschaft, in der du lebst, und lass es immer größer werden. „Der im Kleinen treu ist, der ist auch im Großen treu“. Wenn wir dem Vater erlauben, das in unserem Leben zu tun und uns zu bereichern, dieses Evangelium zu empfangen, durch das wir beschützt werden; die Gute Nachricht, was Er für uns getan hat; die Kraft Gottes, die uns festhält; es ist dieselbe Kraft, die die Sonne erhält. Du wachst morgens nicht auf und sorgst dich, dass die Sonne herunterfallen könnte, dieselbe Macht, die die Sonne hält, hält auch dich. Er erhält alle Dinge durch die Kraft Seines Wortes, Er erhält auch dich.

Jesus kann wahrlich den Vater durch uns verherrlichen.

Ich weiß, in meinem Leben habe ich nicht immer alle Dinge getan, die Ihm gefallen, aber ich wünsche es mir in meinem Leben. Ich muss einfach nur an Jesu Zeugnis glauben und Ihm erlauben dieser Zeuge in mir zu sein.