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Der große Fall im Gericht

veröffentlicht Jul 06, 2020 von E.J Waggoner in Das Gericht
Übersetzt von Jutta Deichsel
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Wer steht vor Gericht?

Für die Tage kurz vor dem Zweiten Kommen Christi werden in der Offenbarung 14 drei Botschaften beschrieben, die allen Menschen auf der Erde gegeben werden. Die erste dieser Botschaften ist eine Ermahnung: "Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen; und betet den an, der den Himmel und die Erde und das Meer und die Wasserquellen gemacht hat!" (Off 14,6). Es ist deutlich, dass dies ein ernster Aufruf ist, zu der Anbetung des einen wahren Gottes des Himmels zurückzukehren, den Schöpfer aller Dinge. Aber was ist gemeint mit: „Die Stunde seines Gerichts“? Wer steht hier wirklich vor Gericht? Nachfolgend ein erstaunlicher Auszug aus einer Studienreihe von E. J. Waggoner mit dem Titel: „Das Evangelium in Jesaja“, die im Jahre 1899 veröffentlicht wurde, und der das dringend benötigte Licht auf diese wichtige Frage wirft.

Der große Fall im Gericht

E.J. Waggoner

(The Present Truth, October 5, 1899)

 

Hört mir schweigend zu, ihr Inseln, und die Völker mögen neue Kraft gewinnen! Sie sollen herzukommen, dann mögen sie reden; wir wollen zusammenkommen, um miteinander zu rechten! (Jesaja 41,1)

Bringt eure Rechtssache vor, spricht der Herr; schafft eure stärksten Beweisgründe herbei! spricht der König Jakobs. Sie mögen sie herbeischaffen und uns verkünden, was sich ereignen wird! Das Frühere, was ist es? Verkündet es, so wollen wir es bedenken und dessen Ausgang erkennen! Oder laßt uns hören, was kommen wird, (Jesaja 41,21.22)

Alle Heidenvölker mögen zusammenkommen und die Nationen sich vereinigen! Wer unter ihnen kann dies verkündigen und uns Früheres hören lassen? Laß sie ihre Zeugen stellen und sich rechtfertigen; dann wird man es hören und sagen: Es ist wahr! Ihr seid meine Zeugen, spricht der Herr, und mein Knecht, den ich erwählt habe, damit ihr erkennt und mir glaubt und einseht, daß ich es bin; vor mir ist kein Gott gebildet worden, und nach mir wird es keinen geben. Ich, ich bin der Herr, und außer mir gibt es keinen Retter. Ich habe verkündigt, gerettet und von mir hören lassen und bin nicht fremd unter euch; und ihr seid meine Zeugen, spricht der Herr, daß ich Gott bin. Ja, von jeher bin ich derselbe, und niemand kann aus meiner Hand erretten. Ich wirke – wer will es abwenden? (Jesaja 43,9-13)

Gott aber sei wahrhaftig, jeder Mensch aber Lügner, wie geschrieben steht: "Damit du gerechtfertigt werdest in deinen Worten, und überwindest, wenn du gerichtet wirst". (Römer 3,4)

Kommt doch, wir wollen miteinander rechten! (wörtlich: vor Gericht gehen) spricht der Herr. Wenn eure Sünden wie Scharlach sind, sollen sie weiß werden wie der Schnee; wenn sie rot sind wie Karmesin, sollen sie [weiß] wie Wolle werden. (Jesaja 1,18)

Ich, ich bin es, der deine Übertretungen tilgt um meinetwillen; und deiner Sünden will ich nicht mehr gedenken. - Rufe mir ins Gedächtnis, wir wollen rechten miteinander; erzähle doch, damit du gerechtfertigt werdest! (Jesaja 43,25.26)

(…)

Das ganze Buch Jesaja ist einem großen Zweck gewidmet, nämlich zu zeigen, wer Gott ist. Denke an die einleitenden Worte der Prophezeiung, wo Gott Sein Volk mit dem Vieh vergleicht, welches seinen Herrn kennt, während Sein Volk Ihn nicht kennt. Da der Prophet zu denen gesandt wurde, die durch einen Mangel an Betrachtung ihren Herrn nicht kennen, ist es offensichtlich, dass er dazu bestimmt sein muss, ihnen Gott auf die bestmöglichste Weise bekannt zu machen und die stärksten Beweise Seiner Existenz und Seines Charakters vorzulegen. Lass den Studierenden besonders auf das häufige Auftreten der Aussage: „Ich bin Gott“, und den fortwährenden Kontrast zwischen dem wahren Gott und den Göttern der Heiden achten.

Das Buch Jesaja basiert mehr als jedes andere der Bibel auf der Idee eines Gerichtsverfahrens. Wenn man über die Tatsache gelernt hat, dass das gesamte Universum ein großer Gerichtshof ist, in dem kontinuierlich ein Fall behandelt wird, und Gott, die Engel (beide, gute und böse) und die gesamte Menschheit davon betroffen sind, kann die Prophetie von Jesaja und sogar die gesamte Bibel mit sehr viel mehr Freude und Nutzen gelesen werden als vorher.

Von den meisten Personen wird das Gericht zweifellos angesehen als die Zeit, in der der Herr bestimmt, wer und wer nicht würdig ist, in den Himmel einzugehen. Sie stellen sich alle Menschen der Erde vor, versammelt vor dem Thron, wo eine Untersuchung abgehalten wird, und die Charaktere aller Menschen untersucht werden. Aber eine solche Vorstellung wird der Allwissenheit Gottes nur sehr wenig gerecht. Er braucht den Charakter nicht zu studieren, um die Gesinnung von jemandem zu erkennen. Für Ihn ist es nicht notwendig, irgendetwas zu studieren. Er muss keinen Fall untersuchen und Zeugen anzuhören, wie es bei Menschen der Fall ist, um die Fakten kennenzulernen.

Die Augen des HERRN sind überall; sie erspähen die Bösen und die Guten. (Sprüche 15,3)

Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und es dringt durch, bis es scheidet sowohl Seele als auch Geist, sowohl Mark als auch Bein, und es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens. (Hebräer 4,12)

Als Jesus hier auf der Erde war, „kannte er alle und hatte es nicht nötig, daß jemand von dem Menschen Zeugnis gab; denn er wußte selbst, was im Menschen war“ (Joh 2,24.25). Deshalb braucht der Herr nicht, wie es bei den Menschen der Fall ist, eine Zeit, in der Er Seine Konten berechnet, weil von Ihm das Konto immer geführt wird. Der genaue Status einer jeden lebenden Person sowie jede Handlung und jeder Gedanke jeder Person, die jemals auf dieser Erde gelebt hat, könnte in jedem Moment von dem Herrn dargelegt werden, der die Ewigkeit bewohnt und Himmel und Erde erfüllt. Deshalb ist es offensichtlich, dass das Gericht am letzten Tag nicht dem Zweck dient, Gott zu helfen, über die Würdigkeit oder Unwürdigkeit irgendeiner Person zu entscheiden. Dies würde dem Herrn nichts offenbaren, was Er nicht schon vorher wusste. In der Tat wird es der Herr selbst sein, der die verborgenen Dinge der Finsternis aufzeigen wird und die Ratschläge des Herzens offenbart.

Anstatt zu dem Zweck zu dienen, Gott alle Einzelheiten des Lebens der Menschen zu offenbaren, wie es anscheinend viele vermuten, ist das Ziel des Gerichts, den Menschen ihr eigenes Selbst zu zeigen, und ihnen die Einzelheiten des Lebens Gottes bekanntzumachen. Zwei Texte (...) helfen hier, um das zu zeigen:

… denn ich erkenne meine Übertretungen, und meine Sünde ist allezeit vor mir. An dir allein habe ich gesündigt und getan, was böse ist in deinen Augen, damit du recht behältst, wenn du redest, und rein dastehst, wenn du richtest. (Psalm 51,5.6)

Das sei ferne! Gott aber sei wahrhaftig, jeder Mensch aber Lügner, wie geschrieben steht: „Damit du gerechtfertigt werdest in deinen Worten, und überwindest, wenn du gerichtet wirst“.  (Römer 3,4 Elberfelder)

In dem ersten Text wird gesagt, dass Gott recht behält, wenn Er redet, und rein sein wird, wenn Er richtet. Im zweiten, der ein Zitat des ersten ist, wird gesagt, dass Er in Seinen Worten gerechtfertigt werden wird, und überwindet, wenn Er gerichtet wird. Weil das letzte nur eine Wiederholung des ersten ist, und das außerdem durch den Geist geschieht, können wir sicher sein, dass beide Texte genau das Gleiche bedeuten. Dadurch erkennen wir, dass, wenn Gott richtet, Er selbst gerichtet wird. Das Ergebnis wird sein, dass Er den Fall gewinnt und gerechtfertigt wird.

Dieses Wort „gerechtfertigt“ lenkt unsere Aufmerksamkeit auf die Punkte in diesem Prozess. Von Anfang an wurde der Charakter Gottes in Frage gestellt. Satan und seine Nachfolger haben versucht, ihre Rebellion gegen Gott zu rechtfertigen, indem sie Ihn der Ungerechtigkeit beschuldigt haben sowie der Gleichgültigkeit gegenüber dem Wohlergehen Seiner Geschöpfe, der Grausamkeit und des harschen Despotismus. Wir erkennen all dies in der Versuchung, mit der Satan Eva veranlasste, die verbotene Frucht zu nehmen. Das Hebräische der Worte in 1. Mose 3,1 „Sollte Gott wirklich gesagt haben, daß ihr von keinem Baum im Garten essen dürft?“ wird durch diese Wiedergabe keineswegs vollständig ausgedrückt. Die Frage der Schlange wird von einem versteckten Hohn begleitet, von einem verächtlichen Rümpfen, wenn sie sagt, „Ist es so, dass Gott gesagt hat, daß ihr von keinem Baum im Garten essen dürft?“ Der Versucher trägt einen Zweifel zur Schau, wie gerade Gott dazu in der Lage sein sollte, so etwas Gemeines zu tun, und pflanzt so kunstvoll in Evas Geist den Gedanken ein, dass mit ihr ungerecht umgegangen worden ist. Als sie dann das Verbot wiederholt, wird die Schlange kühner und sagt:

Da sprach die Schlange zu der Frau: Keineswegs werdet ihr sterben! Sondern Gott weiß: An dem Tag, da ihr davon eßt, werden euch die Augen geöffnet, und ihr werdet sein wie Gott und werdet erkennen, was gut und böse ist! (1.Mose 3,4.5)

Er ließ sie glauben, dass Gott sie betrogen hatte, als Er ihnen sagte, sie würden sterben, wenn sie von diesem Baum essen, und dass Gott ihnen diese Geschichte nur erzählt hatte, um sie von dem Baum fernzuhalten, weil Er wusste, dass, wenn sie davon essen, sie Ihm gleich sein würden und Er so Sein Prestige und Seine Autorität über sie verlieren würde. Durch die Andeutung, dass Gott sich selbst auf ihre Kosten erhöhen wollte, brachte der Feind in ihr ein Gefühl auf, dass sie schlecht behandelt worden sei, und dass sie in der Schlange einen Freund gefunden hatte, der ihr half, sich ihre Rechte zu sichern. Von diesem Tag an bis heute wurde Gott schlechtgemacht und vorsätzlich missverstanden. Satans Anklage der Ungerechtigkeit wurde von den Menschen wiederholt, und seine Unterstellungen sind so tief in die Gemüter der Menschen dieser Welt eingedrungen, dass es selbst den bekennenden Nachfolgern des Herrn als keine so furchtsame Sache erscheint, Sein Handeln mit ihnen in Frage zu stellen. Jeder Zweifel ist nichts anderes als das Echo der Worte, mit denen Satan unsere ersten Eltern zur Sünde verleitete.

Wer hat es noch nicht gehört, dass Gott wegen all der Sünde und der Not in der Welt verklagt wird? Weil Gott allmächtig ist, sagen die Menschen, dass Er verantwortlich ist für all das Elend; oder aber, wenn gesagt wird, dass Er nicht dafür verantwortlich sei, wird erwidert, dass Er schwach sei, und so legen sie in beiden Fällen das Dasein der Sünde und des Elends Gott zur Last.

Der Geist von Satan, dem Fürsten, der in der Luft herrscht, wirkt in den Kindern des Ungehorsams (Eph 2,2), und es ist eines der schwierigsten Dinge in der Welt, jemanden davon zu überzeugen, dass Gott Liebe ist. Absolutes Vertrauen in Gott als einen zärtlichen, liebenden Vater ist eine sehr seltene Sache, und zwar so sehr, dass diejenigen, die Ihm für jedes Detail im Leben vollständig vertrauen, als leicht durchgedreht und für das praktische Leben ungeeignet angesehen werden.

Der Charakter Gottes steht deshalb vor Gericht. Gott ruft die Menschen dazu auf, zum Gericht zu kommen und ihre Anklagen gegen Ihn vorzubringen, und Seine einzige Verteidigung besteht darin, dass Er sich ihnen selbst offenbart, dass Er ihnen Sein ganzes Leben vorstellt. In Jesaja 1,18, wo es heißt: „Kommt doch, wir wollen miteinander rechten!“, lautet die wörtliche Bedeutung im Hebräischen: „Kommt doch, lasst uns gemeinsam vor Gericht ziehen, sagt der Herr.“ Er wurde der Ungerechtigkeit beschuldigt, und Sein Volk hat diese Anklage als Entschuldigung dafür benutzt, sich von Ihm abzuwenden, aber Gott hat Seine Beweisführung damit abgeschlossen, dass Er Sünde vergibt und von aller Ungerechtigkeit reinigt. Er ist treu und gerecht, dass Er uns unsere Sünden vergibt, und das wird Er tun, selbst wenn sie wie Scharlach sind. „Er ist erschienen, um unsere Sünden hinwegzunehmen; und in ihm ist keine Sünde“ (1.Joh 3,5). Er hat niemals eine Sünde begangen und ist nicht verantwortlich für Sünde, aber doch nimmt Er sie auf sich selbst, damit die Sünde und ihre Folgen für immer beseitigt werden können. Das Gericht dient dazu, dieses jedem Wesen im Universum deutlich zu machen, und wenn das geschehen ist, wird jeder Mund verstopft sein (Röm 3,19).

Der Gerichtsprozess geht jetzt voran; das Gericht wird nur die Zusammenfassung sein. Das Gericht wird nichts offenbaren, was alle Menschen nicht schon jetzt lernen können, sonst würde es erscheinen, als ob nicht jeder Mensch eine faire Chance gehabt hätte. In dieser gegenwärtigen Zeit, während der Fall vor die Gruppe der Geschworenen, die aus allen Geschöpfen besteht, gebracht wird, zeigt Gott eine vollkommene und vollständige Offenbarung von sich selbst und Seinem Charakter, manifestiert in all den Dingen, die Er gemacht hat zum Wohle der Menschheit, aber hauptsächlich in Jesus Christus, den Er gesendet hat. Keiner braucht unwissend zu sein über den wahren Charakter Gottes. Selbst die Heiden, die am tiefsten gesunken sind, werden "keine Entschuldigung haben". Wenn im Gericht die Menschen dazu gebracht werden, das zu sehen, wovor sie so lange absichtlich ihre Augen verschlossen haben; wenn alles, was seit der Schöpfung von den Menschen getan worden ist, und von Gott für die Menschen, dazu Seine liebevolle Vorsorge für die Menschheit vor der Schöpfung der Welt; aber auch die zugrunde liegenden Motive aller Taten, die begangen worden sind, vor dem Universum dargelegt werden, wird keine Seele gefunden, ganz egal, wie bösartig und hasserfüllt sie ist, die ihren Mund öffnen kann, um ein Wort gegen die Liebe und Gerechtigkeit des Schöpfers und Erlösers zu äußern. Jeder wird durch unumgängliche Beweise dazu gedrungen werden, Gott zu bekennen und seine Knie zu beugen als Zeichen für Sein Recht, zu herrschen. Sogar Satan selbst wird schließlich durch die Macht der Liebe gezwungen sein anzuerkennen, dass „der Herr gerecht ist in allen Seinen Wegen und gnädig in allen Seinen Werken“ (Psalm 145,17).

Jemand mag fragen: "Wird dann jeder gerettet werden?" Keineswegs, denn das Bekenntnis der Gottlosen wird zu spät kommen, um ihnen zur Gerechtigkeit gerechnet zu werden. Diejenigen, die dann zum ersten Mal die Liebe und Gerechtigkeit Gottes bekennen, werden nicht durch Glauben dazu bewegt werden. Wenngleich sie anerkennen, dass Gott gut ist, werden sie keine Liebe für Ihn haben. Wenn ihre Gnadenzeit fortgesetzt würde, würden sie immer noch auf dem gleichen Weg der Sünde fortfahren. Sie lieben Sünde mehr als Gott, sonst würden sie sich der liebevollen Gnade Gottes unterstellen, während sie jetzt in Christus offenbart wird. Ihr Bekenntnis wird nur dahingehend sein, dass die Strafe, die ihnen auferlegt wird, gerecht ist, und nur die natürliche Frucht ihrer eigenen Taten; dass sie nur den Lohn erhalten, für den sie ihr ganzes Leben lang gearbeitet haben.

Wir haben gelesen, dass im Gericht Gott durch Seine Worte gerechtfertigt werden wird, das bedeutet, in dem Urteil, das Er verkündet. Jedes Wort und jede Handlung Seines Lebens wird gerechtfertigt werden. Aber wir müssen daran denken, dass diesem Gericht ein Prozess vorausgeht, in dem es Zeugen gibt. Gott ruft alle Menschen auf, Zeugen für Ihn zu sein, und Er hat einen gerechten Anspruch auf ihr Zeugnis. Aber Satan ist mit seinen Bestechungsgeldern tätig und stiehlt viele von Gottes Zeugen weg. Die ganze Welt entscheidet sich jetzt entweder für oder gegen den Herrn. "Wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich, und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut!" (Mt 12,30). Menschen identifizieren sich jetzt selbst entweder mit dem Herrn oder mit dem großen Gegner. Es ist daher offensichtlich, dass so sicher, wie Gott gerechtfertigt wird, alle diejenigen gerechtfertigt werden, die sich auf Seine Seite geschlagen haben. Diejenigen, die Ihn zurückgewiesen und Sein Recht zu herrschen bestritten haben, müssen sich notwendigerweise aus Seinen Herrschaftsgebieten zurückziehen, wenn der Kampf beendet ist. Aber da "Sein Reich über alles herrscht", folgt daraus, dass für all diejenigen, die Gott ablehnen, kein Platz mehr im Universum gefunden wird.

Dies ist die Zeit für die Freunde Gottes, sich selbst zu erklären. Es ist wahr, dass in manchen Dingen der Anschein gegen den Herrn spricht, aber das geschieht nur wegen unserer unvollständigen und verzerrten Sicht. Wir sind nicht weise genug, um alle Werke Gottes zu verstehen, und wir haben uns selbst nicht genügend in göttlichen Dingen geübt, um unseren Geist zu seiner vollen Kapazität zu kräftigen, aber es wurde uns genug deutlich gemacht, dass wir uns eine Meinung bilden konnten. Wenn wir uns selbst als auf der Seite des Herrn verkünden, selbst wenn wir nicht alles erklären können, sind wir wahrlich Seine Freunde. Feinde mögen ihre Anschuldigungen auf Ihn werfen, aber wir werden sagen: "Ich kenne nicht alle Umstände, und deshalb kann ich dir für diesen Vorgang keine Erklärung geben, aber das Eine weiß ich, dass Gott gerecht und gut ist, und dass, wenn wir alle Dinge über diese Sache, die du vorbringst, wüssten, würdest du selbst gezwungen sein zuzugeben, dass sie nur die zärtlichste Liebe und Güte Gottes offenbart." Ein solcher Freund wird von Gott geschätzt und wird an dem letzten Tag von Ihm anerkannt werden vor der Welt und vor den Engeln, während diejenigen, die bereit sind, bei jedem Schritt die Güte Gottes zu bezweifeln, eifrig jede Andeutung Satans aufgreifen werden, die er ihnen in die Ohren flüstert, und sich dadurch selbst von jeglicher Verbindung mit Gott abschließen. Charakter wird im Gericht nicht geformt, sondern nur bekanntgemacht werden.

...Dieses Gerichtsverfahren ist die größte Angelegenheit im Universum... Wenn wir nur alle erkennen können, dass wir in diesen Fall, der derzeit verhandelt wird, selbst verwickelt sind, würde dies unser Leben verändern. Wenn wir uns nur nahe am Thron der Gnade platzieren und den Fall beobachten, wie er voranschreitet, wird uns jede Frage deutlich werden, die die Welt plagt.

 

 

(Quelle: http://armyoftruth.org/whos-on-trial/?fbclid=IwAR12eqWxo3HuNZDKcTtbqJRaUJqmwj_eUriextlIb5TWOFDemu4fx_rfUiY)