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Eine Wahl zwischen zwei Bäumen

veröffentlicht Feb 20, 2023 von Bradley Mock in Agape
Übersetzt von Jutta Deichsel
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Es gab zwei Bäume im Garten Eden, und auch noch heute gibt es für uns die Wahl zwischen zwei Bäumen. Wir denken, das betraf nur Adam und Eva, aber auch wir müssen entscheiden, von welchem Baum wir essen wollen, natürlich in einem geistlichen Sinne.

Wir haben drei grundlegende Prinzipien des Bibelstudiums, nach denen wir vorgehen wollen. Wir lassen uns leiten von 1. Johannes 4,8: „Wer nicht liebt, der hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist Liebe.“ Diese Liebe ist Agape, bedingungslose Liebe, eine Liebe, die vollkommen selbst-kontrolliert ist und die das Wohlergehen anderer höher achtet als sich selbst. Gott achtet tatsächlich die Bedürfnisse anderer höher als Seine eigenen. Psalm 18,30 sagt uns, dass Gottes Weg vollkommen ist und Maleachi 3,6 sagt uns, dass Gott sich nicht verändert. Wenn Gott vollkommen und unveränderlich ist, dann muss Seine Liebe auch vollkommen und unveränderlich sein. Wir studieren die Bibel mit der Absicht, Gottes Liebe zu finden, und wie jede Passage die Liebe Gottes offenbart.

  1. Gott ist Agape. 1. Korinther 13,4-7: „Die Liebe ist langmütig und gütig, die Liebe beneidet nicht, die Liebe prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf; sie ist nicht unanständig, sie sucht nicht das Ihre, sie läßt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu; sie freut sich nicht an der Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles.“
  2. Das Leben Jesu offenbart die Wahrheit über Gott. Johannes 14,9: „Wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen. Wie kannst du da sagen: Zeige uns den Vater?“
  3. Das biblische Prinzip erklärt die Schrift und die Schrift erklärt das biblische Prinzip. Jesaja 28,10: (übersetzt gemäß der King James Version): „Denn Grundsatz muss auf Grundsatz folgen, Grundsatz auf Grundsatz; Zeile auf Zeile, Zeile auf Zeile; hier ein wenig, dort ein wenig:“

Das erste Prinzip ist, dass Gott Agape ist und wir uns in unserem Studium von diesem Prinzip leiten lassen. Das zweite Prinzip zeigt uns, dass das Leben Jesu eine genaue Offenbarung des Vaters war, und das dritte lässt uns erkennen, dass die Schrift sich selbst erklärt. Mit diesen Grundprinzipien und unter der Leitung des Geistes Gottes können wir immer die Wahrheit über Gott herausfinden. Und heute wollen wir über die zwei Bäume studieren.

Im Garten gab es zwei besondere Bäume (1.Mose 2,9): Den Baum des Lebens und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen.

Und Gott der Herr ließ allerlei Bäume aus der Erde hervorsprießen, lieblich anzusehen und gut zur Nahrung, und auch den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen. (1.Mose 2,9)

Wir sehen zwei Bäume: Ein Baum steht für Gott und Seine Regierung und Seinen Charakter und ein Baum steht für Satan und seine Regierung und seinen Charakter.

In dem großen Kampf erkennen wir einen Konflikt zwischen Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit, einen Konflikt zwischen Wahrheit und Lüge, einen Konflikt zwischen Christus und Satan und dem, was sie uns über den Vater sagen.

In dem großen Kampf sehen wir auch ähnliche Symbole, die beiden Seiten zugeschrieben werden. Diese Symbole helfen uns, verschiedene Aspekte des Krieges zu verstehen, der geführt wird, und die Rollen, die Christus und Satan in diesem Kampf um die Wahrheit über Gott einnehmen:

  • Zwei Löwen - Einer schützt, einer verschlingt
  • Zwei Samen - Ein guter Samen, ein schlechter Samen
  • Zwei Sämänner - Ein guter Sämann, ein schlechter Sämann
  • Zwei Wege - Der schmale Weg zum Leben, der breite Weg zum Verderben
  • Zwei Fürsten - Der Fürst des Friedens, der Fürst dieser Welt
  • Zwei Namen/Charaktere auf der Stirn geschrieben - Der Name des Vaters, der Name Babylon
  • Zwei Bäume - Der Baum des Lebens, der Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen

Physische Realitäten erklären geistliche Wahrheiten. So hat Gott diese Welt geschaffen, dass verschiedene sichtbare Realitäten unsichtbare geistliche Wahrheiten offenbaren.

In Römer 1,20 lesen wir: „… denn Sein unsichtbares Wesen, nämlich seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit Erschaffung der Welt an den Werken durch Nachdenken wahrgenommen, so daß sie keine Entschuldigung haben.“

Obwohl es lustig klingen mag, können wir tatsächlich von einem Baum etwas lernen.

  1. Bäume haben Wurzeln, die sich in der Erde verankern, um sie stabil und aufrecht zu halten.
  2. Bäume produzieren Früchte, um Samen zu verbreiten, damit sie sich in der Erde fortpflanzen.
  3. Bäume sind eine Nahrungsquelle.
  4. Bäume beeinflussen die Qualität des Bodens.

Diese physischen Realitäten vermitteln uns geistliche Wahrheiten.

Und Gott der Herr ließ allerlei Bäume aus der Erde hervorsprießen, lieblich anzusehen und gut zur Nahrung, und auch den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen. (1.Mose 2,9)

  • Der Baum des Lebens hat das Prinzip des Lebens in sich.
  • Der Baum der Erkenntnis hat das Prinzip des Todes in sich.

Lasst uns einige Fragen stellen:

  • Von welchem Baum haben Adam und Eva gegessen?
  • Welcher Baum schlug Wurzeln in der Erde und wurde stabil und aufrecht?
  • Welcher Baum wurde zu einer „geistlichen“ Nahrungsquelle für die Menschen?
  • Welcher Baum bringt Früchte hervor, um Samen im Leben der Menschen zu verbreiten?  Galater 5,19-21
  • Welcher Baum beeinflusst den Ackerboden der Herzen der Menschen? Lukas 8,11-15

Und wir kennen die Antworten. Erst Eva und dann Adam aßen vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen. Und dieser Baum verwurzelte sich auf der Erde und wurde stabil und aufrecht. Dieser Baum wurde zu einer geistlichen Nahrungsquelle für die Menschheit. Deshalb sagt Gott, dass wir nicht den Wein Babylons trinken sollen, denn das ist die Frucht des Baums der Erkenntnis des Guten und Bösen, der seine Samen auf der Erde verbreitet. Und diese Samen produzieren Früchte in den Herzen der Menschen wie in Galater 5 beschrieben:

Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, welche sind: Ehebruch, Unzucht, Unreinheit, Zügellosigkeit; Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Streit, Eifersucht, Zorn, Selbstsucht, Zwietracht, Parteiungen; Neid, Mord, Trunkenheit, Gelage und dergleichen, wovon ich euch voraussage, wie ich schon zuvor gesagt habe, daß die, welche solche Dinge tun, das Reich Gottes nicht erben werden. (Galater 5,19-21)

Das sind die Früchte, die sich im Leben der Menschen zeigen, die vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen essen. Und wie beeinflusst das den Ackerboden in den Herzen der Menschen?

Das Gleichnis aber bedeutet dies: Der Same ist das Wort Gottes. Die am Weg sind die, welche es hören; danach kommt der Teufel und nimmt das Wort von ihren Herzen weg, damit sie nicht zum Glauben gelangen und gerettet werden. Die aber auf dem Felsen sind die, welche das Wort, wenn sie es hören, mit Freuden aufnehmen; aber sie haben keine Wurzel; sie glauben nur eine Zeitlang, und zur Zeit der Versuchung fallen sie ab. Was aber unter die Dornen fiel, das sind die, welche es gehört haben; aber sie gehen hin und werden von Sorgen und Reichtum und Vergnügungen des Lebens erstickt und bringen die Frucht nicht zur Reife. Das in dem guten Erdreich aber sind die, welche das Wort, das sie gehört haben, in einem feinen und guten Herzen behalten und Frucht bringen in standhaftem Ausharren. (Lukas 8,11-15)

Hier sehen wir, dass durch das Essen vom Baum der Erkenntnis der Ackerboden des Herzens hart wie ein Fels werden kann oder dornig, und dadurch nicht mehr in der Lage ist, das Wort Gottes aufzunehmen.

Die Bibel benutzt den Baum als ein Symbol, und dieses Symbol ist sehr wichtig, denn in dem großen Kampf ist es dieser Baum, der markiert, wann die Menschheit das erste Mal in den Konflikt zwischen Gott und Satan eingetreten ist, in den Kampf zwischen Wahrheit und Lüge.

Die Bibel verwendet „Bäume“ als Symbol für Menschen, ihren Einfluss und ihre Herrschaft. In Daniel 4 wird gesprochen von einem Traum, den Nebukadnezar hatte, und da heißt es in Vers 20:

Daß aber der König einen heiligen Wächter vom Himmel herabsteigen sah und sagen hörte: Haut den Baum um und verderbt ihn; aber seinen Wurzelstock laßt in der Erde, und zwar in Fesseln von Eisen und Erz im Gras des Feldes, daß er vom Tau des Himmels benetzt werde und seinen Anteil habe mit den Tieren des Feldes, bis sieben Zeiten über ihm vergangen sind! (Daniel 4,20)

Nebukadnezar, ein König, war symbolisiert in diesem Baum, und sein Einfluss und seine Herrschaft waren in der Symbolik des Baumes enthalten. Das ist wichtig, denn Jesus nennt sich in der Schrift selbst einen Baum. Jesus ist ein König, Jesus hat Einfluss, Jesus hat Herrschaft.

Wahrlich, wahrlich, Ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, so bleibt es allein; wenn es aber stirbt, so bringt es viel Frucht. Wer sein Leben liebt, der wird es verlieren; wer aber sein Leben in dieser Welt haßt, wird es zum ewigen Leben bewahren. (Johannes 12,24.25)

Jesus bezieht sich hier auf sich selbst als auf einen Samen, ein Weizenkorn. In Matthäus 13 ist Jesus das Senfkorn, das zu einem großen Baum wird.

Ein anderes Gleichnis legte Er ihnen vor und sprach: Das Reich der Himmel gleicht einem Senfkorn, das ein Mensch nahm und auf seinen Acker säte. Dieses ist zwar unter allen Samen das kleinste; wenn es aber wächst, so wird es größer als die Gartengewächse und wird ein Baum, so daß die Vögel des Himmels kommen und in seinen Zweigen nisten. (Matthäus 13,31.32)

Jesus ist der Eine, der starb und in den Acker gesät wurde, und als Er auferstand, ist es Sein Leben und Sein Einfluss und Seine Herrschaft, die zu einem Baum wird, von dem alles lebt. Dieser Tod auf Erden war eine Manifestation des von Grundlegung der Welt an geschlachteten Christus, denn dieser Baum des Lebens war von Grundlegung der Welt an verfügbar.

Also, Nebukadnezar, sein Einfluss, seine Herrschaft war ein Baum.

Jesu Einfluss und Seine Herrschaft wird auch symbolisiert als ein Baum.

Satan wird ebenfalls als ein Baum symbolisiert.

Lasst uns Hesekiel 31,7-11 ansehen. Beachtet, dass in diesem Abschnitt vom Pharao die Rede ist, doch ähnlich wie in Hesekiel 28, als Gott mit dem König von Tyrus spricht, spricht Gott eigentlich mit der Macht, die hinter dem König von Tyrus stand. Wenn Gott also hier über den Pharao spricht, meint Er eigentlich Satan. Und genau wie in Hesekiel 28 wird auf den Garten Eden verwiesen:

Er wurde schön in seiner Größe und wegen der Länge seiner Äste; denn seine Wurzeln waren an vielen Wassern. Die Zedern im Garten Gottes stellten ihn nicht in den Schatten, die Zypressen waren seinen Ästen nicht zu vergleichen, die Platanen waren nicht wie seine Zweige; kein Baum im Garten Gottes war ihm zu vergleichen in seiner Schönheit. Ich hatte ihn schön gemacht durch die Menge seiner Äste, so daß ihn alle Bäume Edens beneideten, die im Garten Gottes standen. Darum, so spricht Gott, der Herr: Weil du so hoch gewachsen bist, ja, weil sein Wipfel bis zu den Wolken reichte und sein Herz sich überhoben hat wegen seiner Höhe, so habe Ich ihn der Hand eines Mächtigen unter den Völkern preisgegeben, daß er ihn behandelte nach seinem Belieben; ich habe ihn verstoßen wegen seiner Gottlosigkeit! (Hesekiel 31,7)

Es ist deutlich, dass hier von Satan als von einem Baum gesprochen wird. Der Baum, der sich in Eden überhoben hat, war Satan.

Der Gottlose wird auch als ein Baum bezeichnet:

Ich sah einen Gottlosen, der war gewalttätig und breitete sich aus wie ein grünender, tiefwurzelnder Baum. (Psalm 37,35)

Sowohl Jesus als auch Satan werden also als Bäume symbolisiert, weil sie beide Könige mit Einfluss und Herrschaft sind.

Der Baum des Lebens repräsentiert Jesus, Seine Prinzipien, Seinen Einfluss, Seine Herrschaft und Seine Regierung.

Der Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen repräsentiert Satan, seine Prinzipien, seinen Einfluss, seine Herrschaft und seine Regierung.

Der Baum des Lebens

Denken wir daran, dass es nicht nur einen Baum des Lebens gibt. Es gibt auch den Odem des Lebens, das Wasser des Lebens und die Worte des Lebens. Und sie alle kommen von Jesus.

In Ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. (Johannes 1,4)

Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch Mich! (Johannes 14,6)

Ich bin das Licht der Welt. (Johannes 8,12)

Jesus ist also Leben, Wahrheit, Weg und Licht.

Licht ist ein Symbol für etwas, in dem es keine Finsternis und keine Ungerechtigkeit gibt. Das ist es, wofür der Baum des Lebens steht und was er symbolisiert. Das Leben Jesu, die Wahrheit Jesu und das Licht oder die Reinheit des Charakters, der Methoden, Grundsätze und der Regierung Christi.

Wer Mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen. Wie kannst du da sagen: Zeige uns den Vater? (Johannes 14,9)

So ist der Baum des Lebens eine Offenbarung Gottes. Und Gott ist Agape:

Wer nicht liebt, der hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist Liebe (Agape). (1.Johannes 4,8)

Agape =

  • Selbstbeherrschung
  • Achtet die Bedürfnisse anderer höher als die eigenen
  • Keine Gewalt, keinen Zwang
  • Keine Manipulation
  • Geduld
  • Freundlichkeit
  • Barmherzig, gnädig
  • Vergebend
  • Hofft alles

Das ist es, was der Baum des Lebens darstellt, die Vollständigkeit der Agape in Gott und Seiner Regierung. Das ist es, was die Frucht des Baumes des Lebens uns gegeben hätte.

  1. Die Liebe Gottes: „… die Hoffnung aber läßt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist. (Römer 5,5)
  2. Gottes Freiheit: „Der Herr aber ist der Geist; und wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.“ (2. Korinther 3,17)
  3. Gottes Wahrheit: „Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, so wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.“ (Johannes 16,13)            
  4. Die Frucht des Geistes ist Agape in ihrer Vollkommenheit: Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung. Gegen solche Dinge gibt es kein Gesetz.“ (Galater 5,22.23)

Man nennt sie die Frucht des Geistes, weil sie den Samen des Lebens in sich trägt, der alles enthält, was das Leben gut macht.

Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung, die ganze Agape in ihrer Vollkommenheit, wie wir es auch in 1. Korinther 13 lesen. Es ist eine reine Liebe, die nichts Böses in sich hat. Das ist die Frucht des Baumes des Lebens in seiner geistlichen Realität.

Es gab einen physischen Baum mit physischen Früchten, aber der Mensch lebt nicht von der Nahrung allein. Der Mensch lebt, weil der Geist Gottes ständig in ihn ausgegossen wird. Der Baum des Lebens war ein Symbol für Jesus und die Wahrheit über Gott, Seinen Charakter, Seine Methoden und Seine Prinzipien. Die Frucht des Baumes war ein Symbol für die Frucht des Geistes, die ständig in den Menschen einfließen sollte. Der Same der Frucht des Lebensbaumes war ein Symbol für die unvergänglichen Samen der Worte des Lebens, die sich in uns fortpflanzen.

Dies ist der Baum, der in der Erde Wurzeln schlagen sollte, der Früchte hervorbringen sollte, um die Menschheit zu ernähren und die Qualität des Bodens des menschlichen Herzens in der Gottseligkeit rein zu erhalten.

Adam und Eva haben das zurückgewiesen.

Der Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen

Dieser Baum stellt Satans System dar, seine Prinzipien und seine Regierung der Ungerechtigkeit. So will Satan das Leben führen, so will Satan, dass wir Gott sehen.

Der Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen steht für ein System von

  • Sei scheinbar gut zu denen, die gut sind
  • Sei böse zu denen, die böse sind

Es ist ein System von Belohnung und Bestrafung. Dieses System ist eine Fälschung von Gottes Charakter, Methoden und Prinzipien. Und es hat Manipulation, Lügen und Mord als seinen zentralen Bestandteil. Es ist eine Perversion Gottes, Seiner Regierung und Seines Umgangs mit der Schöpfung. Hier liegt der Ursprung der Ungerechtigkeit. Ein System von Belohnung und Bestrafung.

Ein System, in dem die Klügsten, die Stärksten und die Fähigsten an die Spitze gelangen und alle anderen Bürger zweiter Klasse sind. Satans System von Belohnung und Bestrafung schafft Wettbewerb und produziert Arroganz, Betrug, Unehrlichkeit, Verblendung, Neid, Gier, Hass, Unmoral, Egoismus, Gewalt und gute Werke zur Errettung. Das ist der Ursprung der Ungerechtigkeit, und deshalb war Satan von Anfang an ein Lügner und ein Mörder. Denn Satan schuf ein System, das ein Todesprinzip in sich trägt.

Ihr habt den Teufel zum Vater, und was euer Vater begehrt, wollt ihr tun! Der war ein Menschenmörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit, denn Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem Eigenen, denn er ist ein Lügner und der Vater derselben. (Johannes 8,44)

Satan schuf ein System von Gut und Böse, das diejenigen mit irdischem Reichtum belohnt, die er für gut hält, und diejenigen tötet, die er in seinem Königreich für böse hält. Satans System der Ungerechtigkeit besteht in seinem Wesenskern aus Manipulation, Lügen und Mord. Und es ist sehr trügerisch, weil es die Wahrheit so verdreht, dass man die Verdrehung nicht erkennen kann, was unsere Sicht auf Gott und unsere Wahrnehmung Seines Charakters, Seiner Methoden und Prinzipien verändert. Satan projiziert dieses System auf Gott und sagt uns, dass Gott Seine Regierung auf diese Weise führt und die ganze Welt glaubt es; das gesamte System, die Schulbildung, jede Art von Verwaltung und Regierung, jedes System in dieser Welt wird von Satans System abgeleitet. Wir können uns noch nicht einmal ein System vorstellen, das nicht von Satans Grundsätzen geleitet wird, von dem System: Sei gut zu denen, die gut sind, sei böse zu denen, die böse sind. Dieses System schafft jede Art von Wettbewerb, und wenn der Mensch erst einmal im Wettbewerb mit seinen Brüdern und Schwestern steht, kommt alles Mögliche in seinen Geist, das der Agape zuwiderläuft und sie pervertiert.

Der Baum des Lebens und der Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen enthüllen die Wahrheit dessen, was in dem großen Kampf passiert, seine Wurzeln, seine Ursachen; was auf der Erde in den Herzen der Menschen stattfindet und was wir tun können, um davon frei zu werden.

Das ist es, was der Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen darstellt: ein System von Belohnung und Bestrafung.

  • Sei scheinbar gut zu denen, die gut sind
  • Sei böse zu denen, die böse sind

Satan ist schlau genug, um zu wissen, dass jede Regierung ein Gesetz braucht, deshalb erlaubt er die Zehn Gebote in seinem System. Er möchte das Gesetz nicht loswerden, denn er hat einen Thron und er hat eine Regierung. In Satans System kann man die Zehn Gebote haben, aber sie sind nicht motiviert durch Liebe, sondern eher eine Checkliste von dem, was du getan hast und dem, was du nicht getan hast. In Satans System kannst du die Zehn Gebote haben, aber du kannst keine Agape haben. In Satans System wirst du, wenn du die Zehn Gebote hältst, belohnt. Er wird dir Stolz geben, er wird dir Ansehen geben, er wird dir Selbstvertrauen geben, dass deine Werke von Gott anerkannt werden. Wenn du sie nicht befolgst, wirst du bestraft.

Das klingt irgendwie nach modernem Christentum:

  • Sei gut, fürchte Gott, halte Seine Gebote, und Er wird dich mit ewigem Leben belohnen.
  • Sei böse, fürchte Gott nicht, halte Seine Gebote nicht, und Er wird dich mit dem ewigen Tod bestrafen.  

Das ist Manipulation, das ist Zwang, das bedeutet, Menschen mit Drohungen dazu zu zwingen, Gutes zu tun. Aber so funktioniert Agape-Liebe nicht.

Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus, denn die Furcht hat mit Strafe zu tun; wer sich nun fürchtet, ist nicht vollkommen geworden in der Liebe. (1.Johannes 4,18)

In der Liebe gibt es keine Manipulation, keinen Zwang und keine Furcht. Die Furcht handelt nur aus Angst vor Strafe. Die Schrift sagt, dass es bei Gott keine Strafe gibt, sondern dass Er Seine Segnungen über die Bösen und über die Guten ausgießt.

Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, und bittet für die, welche euch beleidigen und verfolgen, damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel seid. Denn Er läßt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und läßt es regnen über Gerechte und Ungerechte. (Matthäus 5,44.45)

Satan sagt:

  • Sei scheinbar gut zu denen, die gut sind
  • Sei böse zu denen, die böse sind

Das ist die Erkenntnis des Baumes der Erkenntnis des Guten und Bösen. Das ist das System, das in der Erde verwurzelt ist. Das ist das System, das die Menschen dazu bringt, miteinander zu konkurrieren und sich auf eine Weise zu verhalten, die Gott als Ungerechtigkeit bezeichnet. Damit hat Satan die ganze Welt verführt.

Und so wurde der große Drache niedergeworfen, die alte Schlange, genannt der Teufel und der Satan, der den ganzen Erdkreis verführt; er wurde auf die Erde hinabgeworfen, und seine Engel wurden mit ihm hinabgeworfen. (Offenbarung 12,9)

An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Sammelt man auch Trauben von Dornen, oder Feigen von Disteln? So bringt jeder gute Baum gute Früchte, der schlechte Baum aber bringt schlechte Früchte. Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte bringen, und ein schlechter Baum kann keine guten Früchte bringen. Jeder Baum, der keine gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Darum werdet ihr sie an ihren Früchten erkennen. (Matthäus 7,16-20)

Der schlechte Baum deutet direkt auf den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen hin und kann nur schlechte, verdorbene Früchte hervorbringen, weil er Konkurrenz erschafft, Wettbewerb erschafft, uns gegeneinander aufbringt, und wenn die fleischliche Gesinnung unter den richtigen Umständen hervorkommt, wird der Bruder den Bruder umbringen, wie es bei Kain und Abel geschah.

  • Ein guter Baum bringt gute Früchte hervor, das ist die Frucht des Geistes
  • Ein verdorbener, schlechter Baum bringt verdorbene und schlechte Früchte hervor

Tod und Leben steht in der Gewalt der Zunge, und wer sie liebt, der wird ihre Frucht essen. (Sprüche 18,21)

Der Baum, den du liebst, wird die Frucht bestimmen, die du isst, oder – anders gesagt – das System, an dem du teilhast, wird die Werke bestimmen, die du hervorbringst. 

Der Baum des Lebens ist das System Gottes. Es ist die Agape-Liebe durch Christus Jesus, den wahren König. Wenn du in Gottes Agape-System bist, wirst du die Werke von Agape tun, und das sind ihre Früchte:

  • Selbstbeherrschung
  • Achtet die Bedürfnisse anderer höher als ihre eigenen
  • Sie schafft Freiheit und freien Willen
  • Sie ermächtigt und befähigt dich, andere zu lieben und zu wachsen
  • Sie behandelt alle Menschen gleich, sie segnet alle Menschen gleich, ob sie gut oder böse sind
  • Sie ist Agape in ihrer Vollkommenheit

Der Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen ist Satans System, seine Ungerechtigkeit, beruhend auf Belohnung und Bestrafung. In Satans System:

  • Musst du dir Liebe verdienen
  • Musst du dir Segnungen verdienen
  • Musst du dir verdienen, dass du gut behandelt wirst
  • Muss man sich fürchten, wenn man einen Fehler macht
  • Wird dir die Freiheit genommen
  • Wirst du eingeschränkt und behindert
  • Gibt es immer Konkurrenz
  • Gibt es Gewalt, Manipulation, Lüge und Mord
  • Entsteht Neid, Eifersucht, Hass und Ungerechtigkeit

Und das Schlimmste an Satans System von Belohnung und Bestrafung ist, dass Gott die Schuld für all das zugeschrieben wird.

So gibt es jetzt keine Verdammnis mehr für die, welche in Christus Jesus sind, die nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß dem Geist. Denn das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus hat mich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes. (Römer 8,1.2)

Du kannst den Vers 2 auch so lesen:

Denn die Frucht vom Baum des Lebens hat mich frei gemacht von der Frucht des Baumes der Erkenntnis des Guten und Bösen.

In Satans System kann nur eine Person an der Spitze stehen. Und diese Person ist Satan.

Und doch hattest du dir in deinem Herzen vorgenommen: ›Ich will zum Himmel emporsteigen und meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen und mich niederlassen auf dem Versammlungsberg im äußersten Norden; … (Jesaja 14,13)

In Gottes System werden alle gleich behandelt.

Wer überwindet, dem will Ich geben, mit Mir auf Meinem Thron zu sitzen, so wie auch Ich überwunden habe und Mich mit Meinem Vater auf Seinen Thron gesetzt habe. (Offenbarung 3,21)

Wenn wir Satans System von Gut und Böse überwinden, von Belohnung und Bestrafung, werden wir mit Jesus auf Gottes Thron sitzen.

5.Mose 30,19 spricht zu uns von zwei Systemen:

Ich nehme heute Himmel und Erde gegen euch zu Zeugen: Ich habe euch Leben und Tod, Segen und Fluch vorgelegt; so erwähle nun das Leben, damit du lebst, du und dein Same, (5.Mose 30,19)

  1. Ein System des Lebens; Agape – der Baum des Lebens
  2. Ein System des Todes und der Ungerechtigkeit – der Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen

Das System Gottes hat uns mit allem gesegnet, was Leben möglich macht.

Das System Satans verflucht uns mit allem, und das macht Leben unmöglich.

Wenn wir vom Baum des Lebens essen, dann nehmen wir an Gottes System der Agape teil und alles, was das Leben gut macht, wird in uns hineinfließen und wir teilen es mit anderen, und wenn unser Leben die Frucht des Geistes hervorbringt, geben wir sie an andere weiter, und dieser unvergängliche Same wird dann von anderen aufgenommen und bringt von selbst Früchte nach seiner Art hervor.

Wenn wir uns weiterhin für das System Satans entscheiden, werden wir weiterhin vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse essen, und Ungerechtigkeit wird in uns gefunden werden.. Das Verderben ist in uns, und wir treten in ein System des Wettbewerbs mit unseren Mitmenschen ein und am Ende werden wir sie umbringen. Das ist genau das, was die Bibel uns auslegt. So sagt uns das Wort Gottes: Wähle das System, dem du folgen willst, und welche Frucht du essen möchtest und welchen Baum du lieben willst.

Gott manipuliert uns nicht, damit wir eine Wahl treffen, oder wird uns töten, wenn wir uns falsch entscheiden. Er sagt uns, wir sollen das System wählen, in dem wir sein wollen, und Er sagt uns, wählt doch den Baum des Lebens. Er weint über uns. Wählt den Baum des Lebens! Wir müssen eine Entscheidung treffen, wir müssen wählen. Werden wir von der Frucht des Baumes des Lebens essen oder werden wir von der Frucht des Baumes der Erkenntnis des Guten und Bösen essen?

Ich nehme heute Himmel und Erde gegen euch zu Zeugen: Ich habe euch Leben und Tod, Segen und Fluch vorgelegt; so erwähle nun das Leben, damit du lebst, du und dein Same, … (5.Mose 30,19)

 

 

Der Originalvortrag von Bruder Brad: https://www.youtube.com/watch?v=ufhbcU8h_cY

Das persönliche Zeugnis von Bruder Brad: https://maranathamedia.de/article/view/zeugnis-eines-ballonkuenstlers