Das Muster der Gerichte Gottes

veröffentlicht Jan 06, 2017 von Jutta Deichsel in Der Charakter Gottes Treffer: 264
Übersetzt von Jutta Deichsel

 

Von Jutta Deichsel & Adrian Ebens

Die meisten Christen haben feste Vorstellungen darüber, was der Zorn oder die Gerichte Gottes, Seine Heimsuchungen, Seine Rache und Seine Bestrafungen bedeuten. Sie glauben, dass sie eine aktive Handlung Gottes darstellen, der an einem bestimmten Punkt Seine Geduld verliert und die Übertreter Seines Gesetzes bestraft und eliminiert, indem Er die Naturgewalten in zerstörerischer Weise benutzt sowie Seine heiligen Engel beauftragt, Menschen zu verletzen, zu quälen und zu töten, um so Sein Ziel, die abtrünnigen Menschen zu vernichten, zu erreichen. Aber wie kommen sie zu einer solchen Schlussfolgerung?

Dagegen wurde Ellen White folgendes gezeigt:

Mir wurde gezeigt, dass Gottes Gerichte dadurch über die Menschen kommen, daß diese sich selbst außerhalb Seines Schutzes stellen. Er warnt, ermahnt und tadelt, Er weist sie auf den einzig sicheren Weg hin. Wenn diejenigen, um die Er sich besonders bemüht hat, ihren eigenen Zielen folgen, unabhängig vom Geist Gottes, und sie trotz wiederholter Warnungen ihren eigenen Weg wählen, dann wird Er Seinen Engeln nicht befehlen, Satans entschlossene Angriffe abzuwenden. Es ist die Macht Satans, die auf den Meeren und auf dem Land Katastrophen und Leid hervorruft und viele zu seiner sicheren Beute macht. (Manuscript Releases XIV, 3 (1883) Christus kommt bald 171).

Hier sind zwei weitere Zitate, die das eben genannte Muster bestätigen:

Auch für die Heilsverächter ist die Gnadenzeit abgelaufen. Sie hatten sich dem Geist Gottes hartnäckig widersetzt; nun ist er ihnen entzogen worden. Ohne die bewahrende Gnade Gottes sind sie Satan schutzlos ausgeliefert. (Christus kommt bald 172)

Satan wirkt auch durch die Elemente, um seine Ernte, die unvorbereiteten Seelen, einzusammeln. Er hat die Geheimnisse des Laboratoriums der Natur studiert, und er setzt seine ganze Macht darein, um die Elemente zu beherrschen, soweit Gott es zuläßt. Gott behütet Seine Geschöpfe und bewahrt sie vor der Macht des Verderbens. Die christliche Welt hat das Gesetz des Herrn verachtet, und der Herr wird genau das tun, was Er angekündigt hat ausführen zu wollen: Er wird der Erde Seinen Segen entziehen und Seinen fürsorgenden Schutz von denen nehmen, die sich gegen Sein Gesetz empören und andere lehren und zwingen, dasselbe zu tun. (Der große Kampf S. 590)

Hier wurde uns ein klares Muster über die Gerichte Gottes gegeben. Das ist die Reihenfolge in diesem Muster:

  1. Gott warnt und ermahnt die Menschen und weist sie auf den einzig sicheren Weg

  2. Die Menschen folgen ihren eigenen Zielen, unabhängig vom Geist Gottes

  3. Sie wählen trotz wiederholter Warnungen ihren eigenen Weg

  4. Menschen stellen sich außerhalb Seines Schutzes

  5. Gott entzieht den Menschen Seinen Segen und fürsorgenden Schutz

  6. Der Geist Gottes wird ihnen entzogen

  7. Gott befiehlt Seinen Engeln nicht mehr, Satans entschlossene Angriffe abzuwenden

  8. Satans Macht ruft auf dem Land und auf dem Meer Katastrophen und Leid hervor und macht dadurch viele zu seiner Beute

Durch die Art und Weise, wie sich die Bibel ausdrückt, haben wir mit unserem menschlichen Verständnis über Zorn, Rache, Bestrafung und Gericht oft Probleme, dieses Muster in den Gerichten Gottes zu erkennen. Wir sehen eher den aktiven, zornigen Gott, der die Naturelemente benutzt und Seine Engel beauftragt, die Übertreter zu bestrafen und zu eliminieren. Deshalb ist es wichtig, dass wir lernen, das obige Muster auf die Gerichte Gottes anzuwenden, damit wir nicht ein falsches Bild von dem Charakter Gottes bekommen.

Um dieses Muster zu studieren lasst uns zwei reale Ereignisse anschauen, und zwar die Geschichte der Zerstörung Jerusalems im Jahre 70 n. Chr. sowie die Kreuzigung von Jesus Christus. Können wir hier das Muster finden, das Ellen White gezeigt wurde? Können wir sogar die obige Reihenfolge darin erkennen? Im ersten Kapitel des Buches Der Große Kampf haben wir einen ausführlichen inspirierten Bericht darüber, was zur Zeit der Zerstörung Jerusalems geschah.

Da wir nicht das gesamte Kapitel hier zitieren können, wäre es hilfreich, wenn ihr das Kapitel für euch selbst durchlest. Wir greifen nur einige Sätze heraus, um zu sehen, dass es sich wahrhaft um ein Gericht Gottes gehandelt hat und dass alle diese Begriffe benutzt worden sind, die es unserem Verständnis so schwer machen, auf den ersten Blick zu erkennen, was wirklich geschah:

Die Stunde der Hoffnung und der Gnade neigte sich dem Ende zu; die Schale des lange zurückgehaltenen Zornes Gottes war nahezu gefüllt. S.20

Er sah den Würgeengel mit dem gegen die Stadt erhobenen Schwert, die so lange Wohnstätte des Höchsten gewesen war. S.21

sah er die ersten Tropfen aus jener Zornesschale, die sie beim Gericht bis zur Neige leeren müssen.  S.21

Ich habe den Engel des Gerichts aufgehalten, ich habe dich zur Buße gerufen, aber umsonst. S.21

Christus sah in Jerusalem ein Sinnbild der in Unglauben und Empörung verhärteten Welt, die dem vergeltenden Gericht Gottes entgegen eilt. S.22

...deshalb richteten sich ihre Gedanken bei der Erwähnung der göttlichen Strafgerichte über Jerusalem auf jene Wiederkunft. S.25

Jesus erzählte den lauschenden Jüngern von den Strafgerichten, die über das abtrünnige Israel kommen würden, und sprach besonders von der vergeltenden Heimsuchung, die es wegen der Verwerfung und Kreuzigung des Messias ereilen sollte. S.25

Weil die Kinder Israel gesündigt hatten, war Jerusalem Gottes Zorn angedroht worden. Ihr hartnäckiger Unglaube besiegelte ihr Schicksal.  S.26

Nachdem das Schicksal Jerusalems von Christus selbst verkündet worden war, hielt der Herr seine Strafgerichte über Stadt und Volk fast 40 Jahre zurück. S.27

Die Juden hatten sich selbst die Fesseln geschmiedet, sich selbst den Becher der Rache gefüllt. S.35

Niemals wurde ein entscheidenderes Zeugnis für den Abscheu Gottes gegenüber der Sünde und für die sichere Bestrafung der Schuldigen gegeben. S.35

Die Weissagung des Heilandes, die die göttliche Heimsuchung Jerusalems ankündigte, S.35

In all diesen Sätzen kommen etliche uns gut bekannte Begriffe über den Zorn Gottes und Seine Strafgerichte vor, mit denen wir bestimmte Vorstellungen verbinden. Lasst sie uns hier noch einmal zusammenfassen:

  • der lange zurückgehaltene Zorn Gottes

  • ein Würgeengel mit dem gegen die Stadt erhobenen Schwert

  • Zornesschale

  • Engel des Gerichts

  • vergeltendes Gericht Gottes

  • göttliches Strafgericht

  • vergeltende Heimsuchung

  • Gottes Zorn

  • Becher der Rache

  • Abscheu Gottes gegenüber der Sünde und die sichere Bestrafung der Schuldigen

  • göttliche Heimsuchung

Es gibt also keinerlei Zweifel daran, dass es sich bei der Zerstörung Jerusalems um ein Gericht Gottes handelt. Was wir wissen wollen, ist, ob das Muster, das Ellen White gezeigt wurde, auf dieses Ereignis angewendet werden kann. Hier noch einmal das Muster, das ihr gezeigt wurde:

Mir wurde gezeigt, dass Gottes Gerichte dadurch über die Menschen kommen, daß diese sich selbst außerhalb Seines Schutzes stellen. Er warnt, ermahnt und tadelt, Er weist sie auf den einzig sicheren Weg hin. Wenn diejenigen, um die Er sich besonders bemüht hat, ihren eigenen Zielen folgen, unabhängig vom Geist Gottes, und sie trotz wiederholter Warnungen ihren eigenen Weg wählen, dann wird Er Seinen Engeln nicht befehlen, Satans entschlossene Angriffe abzuwenden. Es ist die Macht Satans, die auf den Meeren und auf dem Land Katastrophen und Leid hervorruft und viele zu seiner sicheren Beute macht. (Manuscript Releases XIV, 3 (1883) Christus kommt bald 171).

Wir haben ja daraus bereits die acht folgenden Kennzeichen erarbeitet:

  1. Gott warnt und ermahnt die Menschen und weist sie auf den einzig sicheren Weg

  2. Die Menschen folgen ihren eigenen Zielen, unabhängig vom Geist Gottes

  3. Sie wählen trotz wiederholter Warnungen ihren eigenen Weg

  4. Menschen stellen sich außerhalb Seines Schutzes

  5. Gott entzieht den Menschen Seinen Segen und fürsorgenden Schutz

  6. Der Geist Gottes wird ihnen entzogen

  7. Gott befiehlt Seinen Engeln nicht mehr, Satans entschlossene Angriffe abzuwenden

  8. Satans Macht ruft auf dem Land und auf dem Meer Katastrophen und Leid hervor und macht dadurch viele zu seiner Beute

Können wir diese Kennzeichen in den Ereignissen bei der Zerstörung Jerusalems finden? Der kommende Absatz aus dem ersten Kapitel in dem Buch Der große Kampf beantwortet uns diese Frage und gibt uns ein klares und deutliches Bild. Die Nummern der jeweiligen Kennzeichen des obigen Musters sind in Klammern angegeben, damit es noch deutlicher wird:

"Die Juden hatten sich selbst die Fesseln geschmiedet, sich selbst den Becher der Rache gefüllt. In der vollständigen Vernichtung, die ihnen als Nation widerfuhr, und in all dem Weh, das ihnen in die Diaspora (Zerstreuung) nachfolgte, ernteten sie nur, was sie mit eigenen Händen gesät hatten. Ein Prophet schrieb einst: „Israel, du bringst dich in Unglück! ... denn du bist gefallen um deiner Missetat willen.“ (1,2,3) Hosea 13,9; Hosea 14,2. Ihre Leiden werden oft als eine Strafe hingestellt, mit der sie auf direkten Befehl Gottes heimgesucht wurden. Auf diese Weise sucht der große Betrüger sein eigenes Werk zu verbergen (8). Durch eigensinnige Verwerfung der göttlichen Liebe und Gnade hatten die Juden den Schutz Gottes verwirkt (4,5,6,7), so daß Satan sie nach seinem Willen beherrschen konnte (8). Die schrecklichen Grausamkeiten, die bei der Zerstörung Jerusalems verübt worden waren, kennzeichnen Satans rachsüchtige Macht über jene, die sich seiner verderbenbringenden Herrschaft unterstellen (7,8)

Wir können nicht ermessen, wieviel wir Christus für den Frieden und Schutz schuldig sind, deren wir uns erfreuen. Es ist die mäßigende Kraft Gottes, die verhindert, daß die Menschen völlig unter die Herrschaft Satans geraten (5,6,7,8). Die Ungehorsamen und die Undankbaren haben allen Grund, Gott für Seine Gnade und Langmut dankbar zu sein, weil Er die grausame, boshafte Macht des Bösen im Zaum hält (8). Überschreiten aber die Menschen die Grenzen der göttlichen Nachsicht, dann wird jene Einschränkung aufgehoben (5,6,7). Gott tritt dem Sünder nicht als Scharfrichter gegenüber, sondern Er überläßt jene, die Seine Gnade verwerfen, sich selbst (5,6,7), damit sie ernten, was sie gesät haben (2,3,4). Jeder verworfene Lichtstrahl, jede verschmähte oder unbeachtete Warnung, jede geduldete Leidenschaft, jede Übertretung des Gesetzes Gottes ist eine Saat, die ihre bestimmte Ernte hervorbringen wird (1,2,3,4). Der Geist Gottes wird sich schließlich von dem Sünder, der sich ihm beharrlich widersetzt, zurückziehen (5,6), und dann bleibt dem Betreffenden weder die Kraft, die bösen Leidenschaften der Seele zu beherrschen, noch der Schutz, der ihn vor der Bosheit und Feindschaft Satans bewahrt (5,6,7,8). Die Zerstörung Jerusalems ist eine furchtbare und ernste Warnung an alle, die das Anerbieten der göttlichen Gnade geringachten und den Mahnrufen der Barmherzigkeit Gottes widerstehen (1,2,3). Niemals wurde ein entscheidenderes Zeugnis für den Abscheu Gottes gegenüber der Sünde und für die sichere Bestrafung der Schuldigen gegeben. (Der große Kampf S.35)

Diese Beschreibung entspricht in allen Teilen dem Muster über die Gerichte Gottes, das Ellen White von Jesus gezeigt wurde. Also, in dem Ereignis der Zerstörung Jerusalems bedeuten die Begriffe Gottes Strafgerichte, Gottes Zorn, göttliche Heimsuchungen, Bestrafung der Schuldigen, Rache, Vergeltung usw., dass Gott dem Sünder nicht als Scharfrichter gegenüber steht, sondern dass Er sich von dem Sünder zurückzieht und ihn nicht mehr vor der grausamen boshaften Macht des Bösen beschützt.

Das Gleiche ist auch gemeint, wenn Jesus in dem Gleichnis von dem König, der Seinem Sohn die Hochzeit machte, sagte: „Da wurde der König zornig, sandte seine Heere aus und brachte diese Mörder um und zündete ihre Stadt an." Matthäus 22,7:

So besiegelte das jüdische Volk seine Verwerfung der Gnade Gottes. Die Folge davon hatte Christus in diesem Gleichnis vorausgesagt. Der König „schickte seine Heere aus und brachte diese Mörder um und zündete ihre Stadt an.“ Das über die Juden ausgesprochene Urteil kam über sie in der Zerstörung Jerusalems und in der Zerstreuung des Volkes. {CGl 305.3}

Vielleicht kommt es uns merkwürdig vor, dass die Bibel sich so ausdrückt. Aber die Bibel als ihr eigener Ausleger sagt uns eindeutig, was der Zorn Gottes wirklich ist: Es ist das Verbergen von Gottes Angesicht:

Ich habe mein Angesicht im Augenblick des Zorns ein wenig vor dir verborgen, aber mit ewiger Gnade will ich mich dein erbarmen, spricht der HERR, dein Erlöser. Jesaja 54,8

Verbirg dein Antlitz nicht vor mir und verstoße nicht im Zorn deinen Knecht; denn du bist meine Hilfe. Laß mich nicht und tue nicht von mir die Hand ab, Gott, mein Heil! Psalm 27,9

So wird zu jener Zeit mein Zorn über sie ergrimmen, und ich werde sie verlassen und mein Angesicht vor ihnen verbergen, daß sie verzehrt werden. Und wenn sie dann viel Unglück und Angst treffen wird, werden sie sagen: «Hat mich nicht all dieses Übel getroffen, weil mein Gott nicht mit mir ist?» 5.Mose 31,17

Ist das nicht in einer wunderbaren Übereinstimmung mit dem Muster, das wir hier studieren? Das Zurückziehen Seines Geistes und Seines Schutzes entspricht dem Verbergen Seines Angesichtes. Dies ist sicher ein überaus schmerzlicher Prozess für Gott, der keinen Gefallen am Tod der Gottlosen hat (Hesekiel 18,23).

Aus dem zitierten Text vom ersten Kapitel aus Der große Kampf möchte ich noch zwei Dinge hervorheben:

Der Geist Gottes wird sich schließlich von dem Sünder, der sich ihm beharrlich widersetzt, zurückziehen, und dann bleibt dem Betreffenden weder die Kraft, die bösen Leidenschaften der Seele zu beherrschen, noch der Schutz, der ihn vor der Bosheit und Feindschaft Satans bewahrt. (Der große Kampf S.35)

Das ist es, was mit uns geschieht, wenn sich Gott von uns abwendet:

  1. dem Betreffenden bleibt keine Kraft mehr, um die bösen Leidenschaften der Seele zu beherrschen

  2. noch bleibt ihm der Schutz, der ihn vor der Bosheit und Feindschaft Satans bewahrt.

Das wird auf Seite 36 noch einmal erwähnt:

Die Berichte der Vergangenheit — die lange Reihe von Aufständen, Kämpfen und Revolutionen, alle Kriege „mit Ungestüm ... und die blutigen Kleider“ (Jesaja 9,4) —, was sind sie im Vergleich zu den Schrecken jenes Tages, an dem der mäßigend wirkende Geist Gottes den Gottlosen gänzlich entzogen und nicht länger die Ausbrüche menschlicher Leidenschaften und satanischer Wut zügeln wird! Dann wird die Welt wie niemals zuvor die entsetzlichen Folgen der Herrschaft Satans erkennen.  Der große Kampf S. 36

Hier sehen wir, was wir zu fürchten haben:

  1. die Ausbrüche menschlicher Leidenschaften

  2. den Ausbruch satanischer Wut

Vor dem ersten bewahrt uns der Geist Gottes.

Vor dem zweiten bewahren uns die Engel Gottes.

Die Zerstörung Jerusalems spielt eine wichtige Rolle, denn sie zeigt den Verlauf der Gerichte Gottes durch die ganze menschliche Geschichte hindurch bis zum Ende der Welt. Beachte, wie der Geist der Weissagung in dem gleichen Zusammenhang über vier der bekanntesten Gerichte spricht:

Die Menschen können nicht ungestraft die Warnungen verwerfen, die Gott ihnen in Gnaden sendet. In den Tagen Noahs wurde der Welt eine Botschaft vom Himmel gesandt, und ihre Rettung hing davon ab, wie sie diese Warnungsbotschaft aufnehmen würde. Weil man sie verwarf, zog sich der Geist Gottes von jenem sündigen Geschlecht zurück, das in den Wassern der Sintflut ums Leben kam. Zur Zeit Abrahams hörte die Gnade auf, mit den schuldbeladenen Einwohnern Sodoms zu rechten, und alle außer Lot mit seinem Weibe und seinen beiden Töchtern wurden von dem Feuer verzehrt, das vom Himmel herabfiel. So war es auch in den Tagen Christi. Der Sohn Gottes sagte den ungläubigen Juden jenes Geschlechts: Euer Haus soll euch wüst gelassen werden." Matthäus 23,38. Die letzten Tage ins Auge fassend, erklärte dieselbe unendliche Macht hinsichtlich derer, welche „die Liebe zur Wahrheit nicht haben angenommen, auf daß sie selig würden“. „Darum wird ihnen Gott kräftige Irrtümer senden, daß sie glauben der Lüge, auf daß gerichtet werden alle, die der Wahrheit nicht glauben, sondern haben Lust an der Ungerechtigkeit.“ 2.Thessalonicher 2,10-12. Wenn sie die Lehren Seines Wortes verwerfen, entzieht Gott ihnen Seinen Geist und überläßt sie den Irrtümern, die sie lieben. {GK 432.3}

Wir erkennen hier, dass die Gerichte Gottes in der Sintflut, in Sodom und Gomorra, in der Zerstörung Jerusalems und am Ende der Welt alle diesem Muster folgen. Nun müssen wir ein weiteres Beispiel dieses Musters betrachten, um mit der Frage umzugehen, wie am Ende die endgültige Zerstörung der Gottlosen stattfinden wird. Nachdem die gesamte Menschheit am Ende des Millenniums wieder auferstehen wird, werden die Gottlosen schließlich den zweiten Tod erfahren müssen. Alle Gerichte in der Bibel bis hin zum Ende bringen die Menschen in einen Zustand des biblischen Schlafes. So wie Jesus über Lazarus sagte, er ist nicht tot, er schläft nur. Jesus ist der Einzige, der bis jetzt das endgültige Gericht über die Gottlosen erlitten hat. Deshalb müssen wir Seinen Tod am Kreuz studieren, damit wir den endgültigen Tod der Gottlosen verstehen können. Jesus nahm die Folgen der Sünde auf sich selbst und erduldete den Lohn der Sünde für uns.

Gott aber beweist seine Liebe gegen uns damit, daß Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. Wieviel mehr werden wir nun, nachdem wir durch sein Blut gerechtfertigt worden sind, durch ihn vor dem Zorngericht errettet werden! Römer 5,8.9

Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf daß wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt. Jesaja 53,5

Lass uns jetzt dem Ablauf des Todes Christi folgen um zu erkennen, was mit dem Gottlosen am Ende der Zeit geschehen wird.

Auf Ihn als unsern Stellvertreter und Bürgen wurde unser aller Ungerechtigkeit gelegt. Er wurde den Übertretern gleichgerechnet, damit Er uns von der Verdammnis des Gesetzes erlösen konnte. Die Schuld aller Menschen seit Adam lastete schwer auf Seinem Herzen, und der Zorn Gottes über die Sünde, die furchtbare Bekundung Seines Missfallens an der Gottlosigkeit erfüllte die Seele Christi mit Bestürzung. Sein ganzes Leben hindurch hatte Er der gefallenen Welt die frohe Botschaft von der Gnade und der vergebenden Liebe des Vaters verkündigt; das Heil auch für den größten Sünder war stets das Ziel Seines Wirkens gewesen. Doch nun, da Er diese schreckliche Sündenlast trug, konnte Er das versöhnliche Angesicht des Vaters nicht sehen! Ein Schmerz, den Menschen niemals völlig verstehen werden, durchdrang Sein Herz, als Ihm in dieser Stunde der höchsten Not die göttliche Gegenwart entzogen war. Seine Seelenqual war so groß, dass Er die körperlichen Schmerzen kaum wahrnahm. {LJ 753.2}

Wenn der Geist Gottes sich von dem Sünder zurückzieht, gibt es keinen Tröster mehr, der ihn ermutigt, der Barmherzigkeit Gottes zu vertrauen. Der Sünder muss der Liste seiner Sünden ins Gesicht sehen ohne jedes Gefühl der Hoffnung. Es war dieses Gefühl der Sündhaftigkeit, dass Jesus dazu brachte, auszurufen:

Und um die neunte Stunde rief Jesus mit lauter Stimme: Eli, Eli, lama sabachthani! das heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Matthäus 27,46

Christus fühlte sich vollständig verlassen und allein, während alle unsere Sünden auf Ihm lasteten.

Satan quälte den Heiland mit heftigen Versuchungen. Der Blick Jesu konnte nicht durch die Pforten des Grabes dringen. Keine aufhellende Hoffnung zeigte Ihm Sein Hervorkommen aus dem Grabe als Sieger oder bestätigte Ihm die Annahme Seines Opfers beim Vater. Er befürchtete, dass Maß der Sünde würde in den Augen Gottes so schwer wiegen, dass Er auf ewig von Seinem Vater getrennt wäre. Er fühlte die Seelenangst, die den Sünder befallen wird, wenn die erlösende Gnade nicht länger mehr für das schuldige Geschlecht Fürbitte einlegt. Es war das Gefühl für die auf Ihm ruhende Sündenlast, die den Zorn des Vaters auf Ihn als den Stellvertreter der Menschen fallen ließ und die den Leidenskelch so bitter machte, dass Sein Herz brach. {LJ 753.3}

Es ist das Gefühl der Sündenlast, dass den Zorn des Vaters über die Gottlosen bringt. Was ist der Zorn des Vaters?

Wie lange, o HERR, willst du dich so verbergen? Soll dein Zorn stets wie Feuer brennen? Psalm 89,46

Der Zorn des Vaters ist das Verbergen von Gottes Angesicht.

In dieser dichten Finsternis war Gottes Gegenwart verborgen; denn Er macht die Dunkelheit zu Seinem Gezelt und verbirgt Seine Herrlichkeit vor den Augen der Menschen. Gott und Seine heiligen Engel waren neben dem Kreuz; der Vater stand bei Seinem Sohn. Doch Seine Gegenwart wurde nicht offenbar. Hätte Seine Herrlichkeit aus der Wolke hervorgeleuchtet, so wären alle menschlichen Augenzeugen ringsumher vernichtet worden. Auch sollte Jesus in dieser erhabenen Stunde nicht durch die Gegenwart des Vaters getröstet werden. Er trat die Kelter allein — niemand unter den Völkern war mit Ihm. Jesaja 63,3. {LJ 754.2}

Der Vater war gegenwärtig bei Seinem Sohn in der Finsternis, aber durch die Schuld der Sünde wurde der Trost des Vaters zurückgezogen. Der Vater wird gegenwärtig sein bei dem Sünder, wenn er stirbt, aber der Sünder wird Ihn nicht wahrnehmen, weil Sein Geist zurückgezogen sein wird. Wir sehen in dem obigen Psalmtext, dass das Verbergen des Angesichts des Vaters durch das Zurückziehen des Geistes wie ein brennendes Feuer ist. Dieses brennende Feuer wird noch woanders in der Bibel beschrieben:

Siehe, der Name des HERRN kommt von ferne! Sein Zorn brennt, mächtiger Rauch steigt auf; seine Lippen sind voll Grimm und seine Zunge wie ein verzehrendes Feuer. Jesaja 30,27

Beachte, dass es sagt, dass der Name des HERRN von ferne kommt. Der Name Gottes ist der Charakter Gottes. Wenn der selbstsüchtige Sünder die vollkommene und selbstlose Liebe Gottes ansieht, wird die völlige Boshaftigkeit des Sünders offenbart, und das verursacht einen immensen Schmerz, ungefähr so, wie wenn man in ein extrem helles Licht schaut, nachdem man viele Jahre in tiefer Finsternis zugebracht hat.

Nun erscheint Christus wiederum angesichts der Feinde. Hoch über der Stadt auf einem Fundament aus schimmerndem Gold ist ein hehrer und erhabener Thron zu sehen. Auf diesem Thron sitzt der Sohn Gottes, umgeben von den Untertanen Seines Reiches. Die Macht und Erhabenheit Christi vermag keine Sprache zu schildern, keine Feder zu beschreiben. Die Herrlichkeit des ewigen Vaters umhüllt Seinen Sohn. Der Glanz Seiner Gegenwart erfüllt die Stadt Gottes, scheint bis außerhalb der Tore und überflutet die ganze Erde mit ihrer Strahlenpracht. {GK 663.3}

Die größte Herrlichkeit des Vaters und des Sohnes ist die Manifestation des Kreuzes und am Ende der 1000 Jahre wird die ganze Welt die Herrlichkeit des Kreuzes erkennen. Lass uns jetzt sorgfältig lesen, welche Qual es für die Gottlosen verursacht, wenn sie das Kreuz ansehen.

Über dem Thron wird das Kreuz sichtbar; und wie in einem Panorama erscheinen die Szenen der Versuchung und des Sündenfalles Adams sowie die aufeinanderfolgenden Schritte in dem großen Erlösungsplan. Des Heilandes Geburt in Niedrigkeit, die Einfachheit und der Gehorsam Seiner Jugend; Seine Taufe im Jordan; das Fasten und die Versuchung in der Wüste; Sein öffentliches Lehramt, das den Menschen die köstlichen Segnungen des Himmels entfaltete; die mit Taten der Liebe und Barmherzigkeit gekrönten Tage und die Nächte des Gebets und des Wachens in der Einsamkeit der Berge; die Anschläge des Neides, des Hasses und der Bosheit die Seine Wohltaten vergalten; das furchtbare, geheimnisvolle seelische Ringen in Gethsemane unter der erdrückenden Last der Sünden der ganzen Welt; Sein Verraten-werden in die Hände des mörderischen Haufens; die entsetzlichen Ereignisse jener Schreckensnacht, der widerstandslose Gefangene, verlassen von Seinen geliebtesten Jüngern, gewaltsam durch die Straßen Jerusalems geschleppt; der Sohn Gottes, von frohlockenden Menschen vor Hannas geführt, im Palaste des Hohenpriesters vor Gericht gestellt, im Richthause des Pilatus und vor dem feigen und grausamen Herodes verhöhnt, geschmäht, gegeißelt, und schließlich zum Tode verurteilt — alles ist lebendig dargestellt. {GK 665.2}

Und dann werden der zitternden Menge die letzten Ereignisse offenbart: der stille Dulder auf dem Weg nach Golgatha, der Fürst des Himmels am Kreuz, die hochmütigen Priester und der höhnende Pöbel, die Seinen Todeskampf verspotteten, die übernatürliche Finsternis, das Beben der Erde, die zerborstenen Felsen, die offenen Gräber, die den Augenblick bezeichneten, da der Erlöser der Welt starb. {GK 666.1}

Das schreckliche Schauspiel erscheint vor ihren Augen, wie es einst geschah. Satan, seine Engel und seine Untertanen haben keine Macht, sich von der Darstellung ihres eigenen Wirkens abzuwenden. Jeder Beteiligte erinnert sich dessen, was er ausgeführt hat. Herodes, der die unschuldigen Kinder Bethlehems ermorden ließ, um dabei den König Israels zu vernichten; die gemeine Herodias, deren schuldige Seele durch das Blut Johannes des Täufers verunreinigt ist; der schwache Mietling Pilatus; die spottenden Soldaten; die Priester und Obersten und die rasende Menge, die schrie: „Sein Blut komme über uns und über unsere Kinder!“ (Matthäus 27,25) — alle erkennen die Ungeheuerlichkeit ihrer Schuld. Vergebens suchen sie sich vor der göttlichen Majestät Seines Angesichtes, dessen Leuchten den Glanz der Sonne überstrahlt, zu verbergen, während die Erlösten ihre Kronen dem Heiland zu Füßen werfen und dabei ausrufen: „Er starb für mich!“

Unter der erlösten Schar befinden sich die Apostel Christi, der heldenmütige Paulus, der hitzige Petrus, der geliebte und liebende Johannes und ihre treugesinnten Brüder, und mit ihnen die große Schar der Märtyrer, während außerhalb der Mauern mit allem Gemeinen und abscheulichen jene stehen, von denen sie verfolgt, eingekerkert und erschlagen wurden. Dazu gehört Nero, das Ungeheuer an Grausamkeit und Lasterhaftigkeit; er sieht die Freude und Erhöhung derer, die er einst marterte und an deren höchster Angst er satanisches Ergötzen fand. Seine Mutter ist dort, um die Folgen ihrer Machenschaften zu erkennen, um zu sehen, wie die üblen Charakterzüge, die sie auf ihren Sohn übertrug, und die durch ihren Einfluss und ihr Beispiel gestärkten und entwickelten Leidenschaften Früchte getragen haben in Verbrechen, die die Welt schaudern machten. {GK 666.3}

Es befinden sich dort päpstliche Priester und Prälaten, die behaupteten, Gesandte Christi zu sein, und dennoch Folter, Kerker und Scheiterhaufen anwandten, um die Gewissen der Gotteskinder zu beherrschen. Da sind die stolzen Päpste, die sich selbst über Gott erhöht hatten und sich erdreisteten, das Gesetz des Allerhöchsten zu verändern. Diese vorgeblichen Väter müssen Gott Rechenschaft abgeben wovon sie gerne befreit wären. Zu spät erkennen sie, dass der Allwissende für Sein Gesetz eifert und niemand ungestraft lässt. Sie erfahren nun, dass Christus das Wohl Seines Volkes Seinem eigenen Wohl gleichstellt, und sie fühlen die tiefe Bedeutung Seiner beziehungsvollen Worte: „Was ihr getan habt einem unter diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“ Matthäus 25,40. {GK 667.1}

Die ganze gottlose Welt steht vor den Schranken Gottes unter der Anklage des Hochverrats gegen die Regierung des Himmels. Niemand verteidigt ihre Sache; nichts kann sie entschuldigen, und das Urteil eines ewigen Todes wird über sie ausgesprochen. {GK 667.2}

Es wird nun allen deutlich, dass nicht edle Unabhängigkeit und ewiges Leben der Sünde Sold ist, sondern Sklaverei, Untergang und Tod. Die Gottlosen erkennen, was sie durch ihr empörerisches Leben verwirkt haben. Den alles bei weitem übersteigenden ewigen Wert der Herrlichkeit hatten sie verachtet, als diese ihnen angeboten wurde; doch wie begehrenswert erscheint sie ihnen jetzt! „Dies alles“, schreit die verlorene Seele, „hätte ich haben können; aber ich zog es vor, diese Dinge von mir zu stoßen. O seltsame Verblendung! Ich habe Frieden, Glückseligkeit und Ehre für Elend, Schmach und Verzweiflung eingetauscht!“ Alle sehen, dass ihr Ausschluss aus dem Himmel ein gerechtes Urteil ist; denn durch ihre Lebensführung haben sie erklärt: „Wir wollen nicht, dass dieser Jesus über uns herrsche!“ {GK 667.3}

Diese Qual, die sie erfahren, ist das Verbergen des Angesichts des Vaters in der Offenbarung des Kreuzes. So wie das Kreuz auf der Erde manifestiert wurde vor 2000 Jahren wird es abermals allen Bewohnern der Erde zur gleichen Zeit offenbart werden am Ende des Milleniums, und wieder wird der Vater Sein Angesicht verbergen und die Gottlosen werden erleiden, was Christus erlitt während der ersten Offenbarung des Kreuzes. Die Qualen des Feuers, das die Seele von Christus zerriss, werden die Gottlosen verschlingen und überwältigen. Wie die Schrift sagt:

Todeswehen umfingen mich, Bäche Belials schreckten mich;

Stricke der Unterwelt umschlangen mich, es kamen mir Todesschlingen entgegen.

Da mir angst ward, rief ich den HERRN an und schrie zu meinem Gott; er hörte in seinem Tempel meine Stimme, mein Schreien vor ihm drang zu seinen Ohren.

Die Erde bebte und erzitterte, die Grundfesten der Berge wurden erschüttert und bebten, weil er zornig war. Rauch stieg auf von seiner Nase und verzehrendes Feuer aus seinem Munde, Feuerglut brannte daraus hervor. Er neigte den Himmel und fuhr herab, und Dunkel war unter seinen Füßen; Psalm 18,4-9

Das ist das Feuer, das vom Himmel kommt und die Gottlosen verzehrt. Wie es steht in den Apokryphen im 4. Buch Esra:

Er selbst aber, mein Sohn, wird strafen ihre Gottlosigkeiten die dem Ungewitter gleich kommen, um ihrer bösen Gedanken willen. Und ihre Qualen, womit sie angefangen gequält zu werden, werden der Flamme gleichen; er wird sie ohne Mühe verderben durch das Gesetz, welches dem Feuer ähnlich ist. 4.Esra 13,37.38

Das gleiche Ereignis wird beschrieben in der Offenbarung:

Und sie zogen herauf auf die Breite der Erde und umringten das Heerlager der Heiligen und die geliebte Stadt. Und es fiel Feuer von Gott aus dem Himmel herab und verzehrte sie. Offenbarung 20,9

Ein weiterer Beweis, dass dieses brennende Feuer aus dem Herzen kommt, wird offenbart in der Prophezeiung über Satan:

Durch die Menge deiner Missetaten, in der Unrechtlichkeit deines Handels, hast du deine Heiligtümer entweiht; darum habe ich aus deinem Innern ein Feuer ausgehen lassen, welches dich verzehrt hat, und ich habe dich zu Asche gemacht auf der Erde vor den Augen aller derer, die dich sehen. Hesekiel 28,18 Elberfelder

Das ist genau das, was Christus passierte, ein Feuer kam aus Seinem Herzen, Seinem Inneren und brach Sein Herz und Er starb. All diejenigen, die Christus ablehnen, werden gerichtet werden, wie sie Ihn gerichtet haben. Ein Feuer entsteht aus ihrem Inneren und die Qual ihrer Gedanken zerstört sie.

Das Muster des Todes Christi am Kreuz ist das genaue Muster davon, wie die Gottlosen schließlich zerstört werden. So finden wir im Lichte des Kreuzes die Wahrheit über die Gerichte Gottes.

Das Geheimnis des Kreuzes erklärt alle anderen Geheimnisse. In dem Licht, das von Golgatha leuchtet, werden die Eigenschaften Gottes, die uns mit Furcht und Scheu erfüllten, erhaben und anziehend. Gnade, Zärtlichkeit und väterliche Liebe sieht man mit Heiligkeit, Gerechtigkeit und Macht vereint. Während wir die Majestät Seines hohen und verehrungswürdigen Thrones betrachten, erkennen wir Seinen Charakter in Seinen gnädigen Offenbarungen und verstehen wie nie zuvor die Bedeutung des teuren Namens: Unser Vater. {GK 651.1}

Den Erlösten bringt das Kreuz ewig währende Freude, aber den Gottlosen bringt es Schmach und Zerstörung. Gott ist nicht unser Feind. Gott ist unser Erlöser und Beschützer. Jede gute Gabe und jede vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts. Wie dankbar sollten wir sein für Seine Fürsorge und Seinen Schutz.

Mit diesem Zitat möchte ich abschließen:

 Schrecklich ist der Zustand derer, die sich dem Einfluss Gottes entziehen und den Versuchungen Satans nachgeben, bis Gott sie der Herrschaft der bösen Geister überlässt. Die aber Christus nachfolgen, sind unter Seiner Obhut stets sicher. Starke Engel werden vom Himmel gesandt, sie zu beschützen. Der Böse kann die Schutzwache nicht durchbrechen, die Gott um Sein Volk gestellt hat. {GK 519.4)