Agape 2 - Wie liest du?

veröffentlicht Jul 31, 2017 von Adrian Ebens in Der Charakter Gottes Treffer: 68
Übersetzt von Franziska Bunkus, Jutta Deichsel

(Dies ist der zweite Teil einer Serie über die Agape-Liebe Gottes)

Jesus war der erstaunlichste Lehrer. Als die Knechte, die von den Pharisäern geschickt worden waren um Jesus zu ergreifen, gefragt wurden, warum sie Ihn nicht gebracht hatten, konnten sie nur antworten:

Nie hat ein Mensch so geredet wie dieser Mensch! Johannes 7,46

Obwohl das so war, berichtet das Neue Testament, dass die meisten Menschen Schwierigkeiten hatten, Ihn zu verstehen.

Als Er zu den Juden über Seinen Tod und Seine Auferstehung sprach, sagte Er:

Zerstört diesen Tempel und nach drei Tagen werde ich ihn wieder aufrichten. Johannes 2,19

Sie dachten, Er meinte den tatsächlichen Tempel in Jerusalem, doch Er sprach von dem Tempel Seines eigenen Körpers. Zu Nikodemus sagte Jesus, er müsse von neuem geboren werden, doch Nikodemus dachte, Jesus spricht von der körperlichen Geburt, wo Er doch die geistliche meinte. Als Jesus der Frau am Brunnen lebendiges Wasser anbot, glaubte sie, dass Er von tatsächlichem Wasser sprach, während Er geistliches Wasser meinte. Und ein anderes Mal warnte Jesus Seine Jünger vor dem Sauerteig der Pharisäer und sie dachten, Er meint tatsächliches Brot. Doch Jesus sagte:

Warum versteht ihr denn nicht, dass ich euch nicht wegen des Brotes gesagt habe, dass ihr euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer hüten solltet? Matthäus 16,11

Als Jesus das Wunder der Speisung der 5000 wirkte, lehrte Er ihnen die Bedeutung dieses Wunders. Er erklärte ihnen, dass das Brot ein Symbol für Sein Leben war, über das die Welt nachdenken und welches sie betrachten sollte. Er sagte:

Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der hat ewiges Leben, und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag. Johannes 6,54

Diese Worte erstaunten Seine Zuhörer. Sie murrten „Dies ist eine harte Rede, wer kann sie hören?“ Viele, die an Seinem Werk Interesse gehabt hatten, wandten sich ab und folgten Ihm nicht mehr.

Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, doch die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Johannes 1,10-11

All das war eine Erfüllung der Prophezeiung Jesajas:

Wer hat unserer Verkündigung geglaubt, und der Arm des HERRN, wem ist er geoffenbart worden? Er wuchs auf vor ihm wie ein Schössling, wie ein Wurzelspross aus dürrem Erdreich. Er hatte keine Gestalt und keine Pracht; wir sahen ihn, aber sein Anblick gefiel uns nicht. Verachtet war er und verlassen von den Menschen, ein Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut; wie einer, vor dem man das Angesicht verbirgt, so verachtet war er, und wir achteten ihn nicht. Jesaja 53,1-3

Die natürliche Reaktion des menschlichen Herzens auf den Sohn Gottes besteht darin, Ihn und Seine Lehren abzulehnen.

Der natürliche Mensch aber nimmt nicht an, was vom Geist Gottes ist; denn es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen, weil es geistlich beurteilt werden muss. 1. Korinther 2,14

Wenn der natürliche Mensch Gottes Wort liest, versteht er es nicht. Die Bibel sagt uns:

Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR; sondern so hoch der Himmel über der Erde ist, so viel höher sind meine Wege als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken. Jesaja 55,8-9

Bevor wir nicht wiedergeboren sind durch den Geist Gottes und die Bibel mit einem demütigen, um Führung bittenden Geist öffnen, werden wir das Wort Gottes falsch verstehen.

Wenn aber jemand meint, etwas zu wissen, der hat noch nichts so erkannt, wie man erkennen soll. 1.Korinther 8,2

Darum, meine geliebten Brüder, sei jeder Mensch schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn Jakobus 1,19

Wer antwortet, bevor er gehört hat, dem ist es Torheit und Schande. Sprüche 18,13

Es ist sehr leicht zu antworten, bevor man gehört hat. Beachte folgendes Beispiel:

Und er sprach zu ihnen: Als ich euch aussandte ohne Beutel und Tasche und Schuhe, hat euch etwas gemangelt? Sie sprachen: Nichts! Nun sprach er zu ihnen: Aber jetzt, wer einen Beutel hat, der nehme ihn, ebenso auch die Tasche; und wer es nicht hat, der verkaufe sein Gewand und kaufe ein Schwert. Lukas 22,35-36

Doch später scheint Er Seine Meinung geändert zu haben?

Da sprach Jesus zu ihm: Stecke dein Schwert an seinen Platz! Denn alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen! Matthäus 26,52

Empfahl Jesus Seinen Jüngern, ein Schwert zu kaufen, und als Petrus es dann benutzte, rügte Er ihn? Benutzte Petrus es zur falschen Gelegenheit? Wenn dem so ist, erklärte Jesus ihm dann, wann es benutzt werden sollte und wann nicht? Die Worte „alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen“ scheinen recht allgemein zu sein. Als wenn das noch nicht genug wäre fügen wir eine weitere Dimension hinzu:

und nehmt auch den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches das Wort Gottes ist. Epheser 6,17

Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und es dringt durch, bis es scheidet sowohl Seele als auch Geist, sowohl Mark als auch Bein, und es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens. Hebräer 4,12

Und er hatte in seiner rechten Hand sieben Sterne, und aus seinem Mund ging ein scharfes, zweischneidiges Schwert hervor; und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne in ihrer Kraft. Offenbarung 1,16

Die Bibel benutzt das Wort „Schwert“, um sich auf das Wort Gottes zu beziehen. Wie können wir wissen, wann dieses Verständnis anzuwenden ist, und wann ein tatsächliches Schwert gemeint ist? Beachte einmal das Beispiel vom Feuer.

Aber Elia antwortete dem Hauptmann über Fünfzig und sprach zu ihm: Wenn ich ein Mann Gottes bin, so soll Feuer vom Himmel fallen und dich und deine Fünfzig verzehren! Da fiel Feuer vom Himmel und verzehrte ihn und seine Fünfzig. 2.Könige 1,10

Es geschah aber, als sich die Tage seiner Wiederaufnahme [in den Himmel] erfüllten und er sein Angesicht [entschlossen] nach Jerusalem richtete, um dorthin zu reisen, da sandte er Boten vor sich her. Diese kamen auf ihrer Reise in ein Samariterdorf und wollten ihm die Herberge bereiten. Aber man nahm ihn nicht auf, weil Jerusalem sein Reiseziel war. Als aber seine Jünger Jakobus und Johannes das sahen, sagten sie: Herr, willst du, dass wir sprechen, dass Feuer vom Himmel herabfallen und sie verzehren soll, wie es auch Elia getan hat? Er aber wandte sich um und ermahnte sie ernstlich und sprach: Wisst ihr nicht, welches Geistes [Kinder] ihr seid? Denn der Sohn des Menschen ist nicht gekommen, um die Seelen der Menschen zu verderben, sondern zu erretten! Lukas 9,51-56

Indem Er Seine Jünger zurechtwies, tadelte Jesus damit auch Elia? Oder war es einfach nur so, dass sie nicht wussten, wann die richtige Zeit war, um Feuer vom Himmel herabzurufen? Wieder sind Jesu Worte ziemlich allgemein. Er erklärte, dass Er nicht gekommen sei, um das Leben der Menschen zu zerstören, sondern zu retten. Ist das nur anwendbar auf Seine Zeit hier auf der Erde, aber später wird Er dann das Leben der Menschen zerstören?

Dies sind nur einige der vielen Fragen, die aufkommen, wenn man die Bibel liest. Das führt uns zu der entscheidenden Frage, die Jesus einem Schriftgelehrten stellte, der Ihn ansprach.

Und er sprach zu ihm: Was steht im Gesetz geschrieben? Wie liest du? Lukas 10,26

Jesus fragte diesen Mann nicht, was er liest, sondern „wie liest du?“. Welche Grundsätze benutzt du, wenn du das Wort Gottes liest? Das ist eine wichtige Frage, die wir beantworten müssen, wenn wir all diese scheinbar widersprüchlichen Verse miteinander in Einklang bringen wollen.

Anfang des 19. Jahrhunderts lebte ein Mann, der eine der größten Erweckungen Nordamerikas zuwege bringen sollte und der genau diese Frage aufgriff. In seinem früheren Leben hatte William Miller die Bibel aufgegeben und geschlussfolgert, dass sie voller Widersprüche sei. Doch nachdem er eine erstaunliche Niederlage der britischen Streitkräfte durch die Amerikaner erlebte, die die Briten eigentlich leicht hätten gewinnen müssen, war er davon überzeugt, dass eine größere Macht als die menschliche hier gewirkt haben muss, und er beschloss, die Bibel neu zu überdenken. Das war für ihn eine sehr demütigende Sache, denn er hatte mehrere Christen verspottet wegen der scheinbaren Widersprüche in der Bibel, die sie nicht beantworten konnten. Als er sein Interesse an der Bibel erneuerte, stand er selbst genau diesen Argumenten gegenüber, mit denen er zuvor andere angefochten hatte.

Bald nachdem er sich vom Deismus abgewandt hatte, wurde er von einem Freund angesprochen auf die Hoffnung einer herrlichen Ewigkeit durch die Verdienste und das Mittleramt Christi. Er wurde gefragt, wie er wissen könne, dass es solch einen Erlöser gebe. Er erwiderte: „Es ist in der Bibel offenbart“. „Woher willst du wissen, dass die Bibel wahr ist?“ war die Antwort, mit einer Wiederholung seiner eigenen früheren Argumente zu den Widersprüchen und Mystiken, in die die Bibel - wie er einst behauptet hatte - eingehüllt sei. Solche Sticheleien fühlte William Miller in ihrer ganzen Macht. Er war zuerst perplex, doch als er sich besann, überlegte er, dass wenn die Bibel eine Offenbarung Gottes ist, sie dann in sich selbst übereinstimmen muss. Alle Teile müssen miteinander harmonisieren, müssen zur Unterweisung des Menschen gegeben sein und dementsprechend an sein Verständnis angepasst sein. Darum sagte er: „Gib mir etwas Zeit und ich werde all diese scheinbaren Widersprüche zu meiner eigenen Befriedigung in Einklang bringen, oder ich bleibe ein Deist“. Dann widmete er sich unter Gebet dem Studium des Wortes Gottes. Er legte alle Kommentare beiseite und nutzte nur die Randbemerkungen und seine Konkordanz als seine einzige Hilfen. Er erkannte, dass er zwischen der Bibel und all den seltsamen und voreingenommenen Interpretationen derselben unterscheiden müsse. Die Bibel war älter als sie alle und musste daher auch über sie gestellt werden, und genau das tat er. Er sah, dass die Bibel alle Interpretationen bereinigen muss, und in dieser Bereinigung ihr eigenes reines Licht ohne den Nebel des traditionellen Glaubens scheinen würde. Er beschloss, alle vorgefassten Meinungen abzulegen und mit kindlicher Einfachheit die natürliche und offensichtliche Bedeutung der Schrift anzunehmen.“ Sylvester Bliss, Erinnerungen an William Miller (1853) S.68

Und so tat er genau das. Innerhalb von zwei Jahren studierte er die Bibel von Anfang bis Ende.

Ich beschloss, alle meine Voreingenommenheit beiseite zu legen, gründlich Schriftwort mit Schriftwort zu vergleichen, und dieses Studium in einer regelmäßigen und methodischen Weise fortzusetzen. Ich begann mit 1.Mose, las Vers für Vers und ging nicht voran, bevor sich mir die Bedeutung der einzelnen Passagen erschloss und ich von jeglichem Mystizismus oder Widerspruch Abstand nehmen konnte. Wann auch immer ich etwas Unklares fand, bestand meine Vorgehensweise darin, diese Passage mit allen Parallelstellen zu vergleichen, und, mit Cruden´s Hilfe, alle Schriftstellen zu untersuchen, in denen eines der bestimmten Worte zu finden war, die in den unklaren Teilen vorkamen. Als ich dann jedem Wort seine korrekte Bedeutung zu dem Thema in dem jeweiligen Text ließ, und wenn meine Ansicht darüber im Einklang mit den Parallelstellen war, lösten sich die Schwierigkeiten auf. Auf diese Weise verfolgte ich mein Bibelstudium bei der ersten Untersuchung etwa zwei Jahre und war völlig zufrieden damit, die Schrift ihr eigener Ausleger sein zu lassen. Sylvester Bliss, Erinnerungen an William Miller (1853) S. 69

Während dieser Zeit entwickelte er ein System von Regeln, das es ihm ermöglichte, alle Widersprüche, denen er vorher gegenüberstand, miteinander in Einklang zu bringen. Hier ist eine Zusammenfassung dieser Regeln:

  1. Jedes einzelne Schriftwort ist wichtig in Bezug auf das in der Schrift dargelegte Thema.

  2. Die gesamte Schrift ist notwendig und sie kann durchaus durch sorgfältige Interpretation und fleißiges Studium verstanden werden.

  3. Nichts von dem, was in der Schrift offenbart worden ist, kann oder wird denen vorenthalten werden, die im Glauben darum bitten und nicht wanken.

  4. Um einen grundlegenden Lehrpunkt zu verstehen, musst du alle Schriftstellen zu diesem Thema zusammenbringen. Dann lass jedes einzelne Wort wirken, und wenn du eine Theorie formulieren kannst, ohne einen Widerspruch zu finden, dann kannst du nicht falsch liegen.

  5. Die Schrift muss ihr eigener Ausleger sein, weil sie den Maßstab in sich selbst trägt. Wenn ich mich auf einen Lehrer verlasse, dass er mir die Schrift auslegt und er dabei über die Bedeutung der Schrift mutmaßen würde, oder ihr eine ganz bestimmte Bedeutung entsprechend seinem speziellen Glaubensbekenntnis zu geben wünscht, oder weil er dadurch weise erscheinen würde, dann ist nicht die Bibel mein Maßstab, sondern seine Mutmaßung, sein Wunsch, sein Glaube oder seine Weisheit.

  6. Wenn ein Wort so, wie es dort steht, einen vernünftigen Sinn ergibt, und den einfachen Naturgesetzen keine Gewalt antut, dann muss es wörtlich verstanden werden, andernfalls ist es symbolisch gemeint.

  7. Die wichtigste aller Regeln ist, dass du Glauben haben musst. Es erfordert einen Glauben, der in Prüfungen bereit ist, Opfer zu bringen, das Liebste auf Erden hinzugeben, die Welt und alle ihre Wünsche, die Persönlichkeit, die Lebensweise, den Beruf, Freunde, Einfluss, Bequemlichkeiten und weltliche Ehren. Wenn irgendeines dieser Dinge unserem Glauben an eine Wahrheit in Gottes Wort im Wege stehen würde, bewiese das, dass unser Glaube umsonst ist. Wir müssen glauben, dass Gott Sein Wort niemals bricht. Wir können darauf vertrauen, dass Er, der über die Sperlinge wacht, und die Haare auf unserem Haupt zählt, auch die Übersetzung Seines eigenen Wortes beaufsichtigt. Er umgibt es mit einem Schutzwall. Wir brauchen Zuversicht, dass Er diejenigen davor bewahrt, von der Wahrheit abzuirren, die Ihm aufrichtig vertrauen und vorbehaltlose Gewissheit in Sein Wort haben.

Diese Regeln der Interpretation brachten eine Botschaft hervor für eine der größten Erweckungen, die die Welt je gesehen hat.

Wir müssen sorgfältig beachten, dass wir, um eine Lehre zu verstehen, alle Schriftworte, die wir dazu finden können, zusammenbringen müssen, bevor wir eine Schlussfolgerung ziehen. Jedes Wort muss seinen richtigen Platz und Einfluss haben. Das ist für viele Menschen nicht leicht, weil wir immer schnell Antworten haben wollen, aber es erfordert Mühe und Disziplin, alle Passagen zu einem Thema zu studieren. Nehmen wir zum Beispiel das griechische Wort „monogenes“, das in Johannes 3,16 als "eingeboren" übersetzt wurde. Viele glauben, dass dieses Wort „einzigartig“ bedeutet, doch was sagt die Bibel selbst darüber?

…siehe, da wurde ein Toter herausgetragen, der einzige Sohn seiner Mutter. Lukas 7,12

einzig geborenes Kind

Denn er hatte eine einzige Tochter von etwa zwölf Jahren, und diese lag im Sterben. Lukas 8,42

einzig geborenes Kind

Und siehe, ein Mann aus der Volksmenge rief und sprach: Meister, ich bitte dich, sieh doch meinen Sohn an, denn er ist mein einziger! Lukas 9,38

einzig geborenes Kind

Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns; und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. Johannes 1,14

einzig geborenes Kind

Niemand hat Gott je gesehen; der eingeborene Sohn, der im Schoß des Vaters ist, der hat Aufschluss [über ihn] gegeben. Johannes 1,18

einzig geborenes Kind

Denn so [sehr] hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat. Johannes 3,16

einzig geborenes Kind

Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes geglaubt hat. Johannes 3,18

einzig geborenes Kind

Durch Glauben brachte Abraham den Isaak dar, als er geprüft wurde, und opferte den Eingeborenen, er, der die Verheißungen empfangen hatte. Hebräer 11,17

einzig geborenes Kind seiner wahren, rechtmäßigen Frau

Darin ist die Liebe Gottes zu uns geoffenbart worden, dass Gott seinen eingeborenen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben sollen. 1.Johannes 4,9

einzig geborenes Kind

Es gibt nur fünf Personen, die im Neuen Testament als „monogenes“ oder „eingeboren“ bezeichnet werden. Fünf Texte beziehen sich auf Jesus als den Sohn Gottes. Ein Vers spricht von Isaak und alle anderen beziehen sich auf einzig geborene Kinder, die Jesus geheilt hat. Im Falle dieser Kinder, wo das Wort "monogenes" gebraucht wird, ist es klar, dass es das einzig geborene Kind bedeutet. In Bezug auf Isaak wissen wir, dass er nicht das einzige Kind Abrahams war, aber er war das einzige Kind von Sarah, die die Verheißung zusammen mit Abraham empfangen hatte. Wenn wir alle diese Verse zusammen bringen, erkennen wir, dass dieses Wort, wenn es auf Jesus angewendet wird, das Gleiche bedeuten muss, nämlich das einzig geborene Kind des Vaters.

Dazu kommt, dass die Regel sechs aus der obigen Liste besagt, dass wir die wörtliche Bedeutung anwenden sollen, solange es den Naturgesetzen keine Gewalt antut. Das Verständnis, dass Jesus der einzig geborene Sohn des Vaters ist, tut der Bibel keine Gewalt an. Durch diesen Vorgang können wir die Bedeutung des Wortes monogenes etablieren, ohne sie durch einen Bibelkommentar oder sonst jemanden definieren zu lassen. Die Bibel selbst ist ihr eigener Ausleger.

Wir müssen diese Regeln sorgfältig anwenden in unserem Bestreben, das Leben Jesu mit den vielen gewalttätigen Geschichten des Alten Testamentes in Einklang zu bringen. Es erfordert ernste Anstrengungen, um die Aussagen der Bibel zu beweisen, dass Jesus derselbe ist gestern, heute und in Ewigkeit (Hebräer 13,8). Somit war Er während Seines Dienstes hier auf Erden die vollkommene Offenbarung Seines Vaters.

 

Gib mir die Bibel

Gib mir die Bibel, laut soll es erschallen.
Sie gibt dem Wandrer Trost in Angst und Not.
Kein Sturm verbirgt die hellen Friedensstrahlen,
seit Jesus kam zur Rettung von dem Tod.

Refrain
Gib mir der Bibel heil'ge Botschaft scheinend,
ihr Licht führt durch die enge Pforte ein.
Liebe, Verheißung und Gesetz vereinend,
das muss die Botschaft jedes Christen sein.

Gib mir die Bibel, wenn mein Herz gebrochen,
wenn Sündenschuld den Geist mit Furcht erfüllt.
Sie tröstet mich - mein Heiland hat versprochen,
dass, er als Arzt, die größten Schmerzen stillt.

Gib mir die Bibel, Heilswort ohne Grenzen!
Wenn hier auf Erden drohet die Gefahr,
dann lass das Licht der Wahrheit in mir glänzen,
den Stern des Friedens leuchten hell und klar.

Gib mir die Bibel auf dem Weg zum Leben.
Sie führt mich sicher bis zum Grabesrand.
Selige Hoffnung kann das Wort mir geben
zum Leben bald in jenem bess'ren Land.