Agape wird wieder hergestellt

veröffentlicht Feb 09, 2013 von Robert Wieland in Das ewige Evangelium Treffer: 275
Übersetzt von Jutta Deichsel

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Wenn es zu einer Diskussion über Uneinigkeit in der Gemeinde kommt, dann sagen viele, dass nur „Christliche Liebe“ solche Spaltungen heilen kann. Doch was ist „Christliche Liebe“? Einfach nur nett sein? Viele Buddhisten, Hindus und Moslems sind „nett“. Was ist so einzigartig „christlich“ an der „Liebe“?

Der Heilige Geist hat in das neutestamentliche Wort für „Liebe“ eine Bedeutung eingeschlossen, die eine nicht-christliche Vorstellung von „Liebe“ nicht erkennen kann. Der Grund dafür ist, dass der gewöhnliche Begriff von „Liebe“ eine Lehre voraussetzt, die im allgemeinen von Katholiken, Lutheranern, Buddhisten, Moslems und Hindus geglaubt wird – und das ist die natürliche Unsterblichkeit der Seele. Die ultimative Quelle für diese Lehre ist das Heidentum. Eigentlich und tatsächlich kommt sie sogar direkt vom Garten Eden, wo die Schlange Eva die Lüge erzählt hat: „Du wirst mitnichten des Todes sterben“.

Diese Lehre macht es unmöglich, „zu begreifen mit allen Heiligen, welches da sei die Breite und die Länge und die Tiefe und die Höhe; auch erkennen die Liebe Christi, die doch alle Erkenntnis übertrifft“ (Epheser 3, 18.19). Diese Liebe Christi unterscheidet sich von allen Vorstellungen von Liebe in dieser Welt; es ist „Agape“, eine Liebe, die Jesus willig machte, Sein ewiges Leben zu opfern, auf dass wir ewiges Leben haben können.

Sein Kreuz war mehr als körperlicher Schmerz, gefolgt von einem Wochenende „Urlaub“. Er starb den Tod, in dem es keine Hoffnung, keine Zukunft gibt; eine Unterwerfung unter die ewige Finsternis eines „Vergessen-sein“ von Gott; erduldend den „Fluch Gottes“, wie Paulus es nennt; ein „Good-bye“ für immer. Es war der Tod der gesamten, angesammelten Schuld aller Sünden dieser Welt. Von Seiner Seite aus war es die bewusste Entscheidung, die Hölle selbst zu erfahren. „Er schmeckte den Tod für jeden Menschen“, das reale Erleben der Qualen, die die Verlorenen zuletzt fühlen müssen, wenn sie vor dem Richterstuhl Gottes stehen.

Als unser „letzter Adam“ starb der zweite Adam, Christus, den zweiten Tod für jeden Menschen (siehe Hebr. 2, 9; Offenbarung 2, 11; 20, 14). Jesaja sagt, Er „hat seine Seele ausgeschüttet in den Tod“(Jesaja 53, 12). „Eine Liebe, die alle Erkenntnis übersteigt.“ Ja! Doch die heidnische Lehre von natürlicher Unsterblichkeit macht es uns unmöglich, auch nur anzufangen, diese Liebe wertzuschätzen.

Das Konzept der „Agape“ wird wiederhergestellt, und die gute Nachricht ist, das es wahre Einheit in der Gemeinde bringen wird.

Aus dem „Dial Daily Bread“ Archiv vom 30. Oktober 1999