'Bessere Verheißungen' als unsere

veröffentlicht Jan 13, 2014 von Robert Wieland in Das ewige Evangelium Treffer: 472
Übersetzt von Jutta Deichsel

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Unsere menschlichen Bündnisse sind immer zweiseitige Angelegenheiten, jede Partei geht Verpflichtungen ein, man gibt sich gegenseitige Versprechen und beschließt dann den Deal mit einem Handschlag oder einer Unterschrift. Natürlicherweise stellen wir uns Gottes Bund genauso vor. Er macht sein Versprechen, ich muss meines machen. Er tut seinen Teil, und ich muss sicherlich meinen Teil ebenfalls tun.

Aber der fatale Fehler bei dieser Schlußfolgerung ist, dass sie Gott auf eine gewisse Art gleichsetzt mit uns, so als ob Er der Nachbar nebenan wäre. Wir, voll von Selbstgenügsamkeit, fühlen uns wie beim Handschlag – das ist ein gutes Geschäft, und wir werden tun, was Er sagt, uns unterordnen, seine Gebote halten, usw. Wenn uns ein solches Programm irgendwie in den Himmel bringen könnte, würden wir platzen vor Stolz. Keine goldene Krone wäre groß genug, um auf unseren Kopf zu passen. „Siehst du, ich hab's geschafft. Ja, ok, der Herr und ich. Er hat seinen Teil getan und ich meinen."

Aber Gottes Verheißungen sind immer einseitige Versprechen, weil Er weiß, dass wir unseren Teil nicht halten können. Wer immer mit Ihm umgeht, muss Ihm begegnen zu Seinen Bedingungen – dass Er alles ist und wir nichts anderes als Empfänger seiner Gnade. Nach Noah's Flut lesen wir, dass der Herr einen Bund machte mit „Vögeln, Vieh und allen Tieren der Erde“ (1. Mose 9, 9.10), doch welches Versprechen hätten diese im Gegenzug machen können? Das einzige, was sie tun konnten, war, die verheißenen Segnungen aus Seiner Hand anzunehmen, so wie sie es bis zum heutigen Tag tun: „Euer himmlischer Vater nährt sie“ (Matthäus 6, 26).

Die zwei Bündnisse – Alter und Neuer – sind nicht Episoden der Zeit, so dass alle, die vor Christus lebten, automatisch unter dem Alten Bund lebten und alle, die in unserer Zeit leben, automatisch unter dem Neuen. Es ist traurig zu sagen, dass aufrichtige Menschen heute leben können unter dem Alten Bund und es nicht wissen, und genauso gab es Gläubige im Alten Testament, die unter der herrlichen Freiheit des Neuen Bundes lebten. Der Unterschied war ihr Glaube (der Alte Bund wird „Alt“ genannt, weil er zuerst mit dem Blut von Tieren ratifiziert wurde; der Neue wurde später ratifiziert mit dem Blut Christi, dem „Lamm, das geschlachtet ist von Grundlegung der Welt an“ (Offenbarung 13, 8).

Die gute Nachricht des Neuen Bundes ist, dass er auf besseren Verheißungen gegründet ist als auf unseren (siehe Hebräer 8, 6.7), „besser“, weil es Verheißungen von Gott sind.

  1. Ich will geben mein Gesetz in ihren Sinn, und in ihr Herz will ich es schreiben.“

  2. Ich werde gnädig sein gegen ihre Ungerechtigkeiten.“

  3. Ihrer Sünden werde ich nicht mehr gedenken.“

  4. Sie sollen mich alle kennen von dem Kleinsten an bis zu dem Größten.“

(Hebräer 8, 10 – 12)

Das ist Himmel, und er beginnt gerade jetzt. 

(Signs of the Times, "When God Fooled Everybody by Keeping His Promise," April 1984)