Die Rückkehr des Elia - Kapitel 11 - Vergleich der beiden Grundannahmen

veröffentlicht Jan 18, 2019 von Adrian Ebens in Die Rückkehr des Elia Treffer: 146
Übersetzt von F. Bunkus, S. Kronke, J. Deichsel

Das deutsche Übersetzerteam ist dabei, das Buch "The Return of Elijah" - Die Rückkehr des Elia von Bruder Adrian Ebens zu übersetzen. Dies wird ein längerer Prozess sein, deshalb werden wir die einzelnen Kapitel als Artikel veröffentlichen, bis das ganze Buch fertig ist. Seid gesegnet beim Lesen!

Der Hauptteil dieses Buches wurde von Bruder Adrian Ebens in nur zwei Wochen im Juli 2007 geschrieben. Wir veröffentlichen es hier unverändert, obwohl mittlerweile einige neue Erkenntnisse dazugekommen sind.

 

Kapitel 11 - Vergleich der beiden Grundannahmen

Eine unvoreingenommene und aufrichtige Person würde bei der Untersuchung dieser Reihe von Antworten dazu geführt werden zuzustimmen, dass die Grundannahme, die in der zweiten Abfolge verwendet wurde, deutlicher all die Texte der Bibel repräsentiert als die erste Grundannahme. Sie liefert einen viel besseren Beweis und ist eine viel bessere Reflexion der Wahrheit. Betrachten wir die beiden Grundannahmen noch einmal:

Grundannahme 1: Das Halten des Gesetzes ist Gesetzlichkeit oder Legalismus und daher entgegen dem Evangelium.

Grundannahme 2: Das Gesetz zu halten ist Gehorsam gegenüber Gott und demnach Gegenstand des Evangeliums.

Die erste Grundannahme ist korrekt unter der Hypothese, dass es der Einzelne ist, der versucht, die Werke zu tun. Tatsächlich geht dieses Logiksystem davon aus, dass eine jegliche Anstrengung Gesetzlichkeit und somit gegen das Evangelium ist. Die Schwierigkeit mit dieser Grundannahme ist, dass die zugrundeliegende Hypothese verborgen ist und als selbstverständlich verstanden wird. Der sichtbare Teil der Grundannahme wird von der Bibel unterstützt, aber (und ein großes ABER) die zugrundeliegende und verborgene Hypothese wurde nicht an der Schrift geprüft und ist tatsächlich falsch. Sie gibt keinen Raum für die Tatsache, dass Gott mit Seiner Kraft das Gesetz in und durch uns halten kann. Diese Wahrheit wird immer wieder in der Bibel offenbart. Aber leider werden diese Wahrheiten von einer Grundannahme verneint, die eine zugrundeliegende Hypothese hat, die falsch ist. Lasst uns also diese erste Grundannahme noch einmal zusammenfassen.

Grundannahme: Das Halten des Gesetzes ist Gesetzlichkeit oder Legalismus und daher entgegen dem Evangelium (teilweise wahr).

Basierend auf der zugrundeliegenden Hypothese: Jede Anstrengung ist Gesetzlichkeit (total falsch).

Die Falschheit der verborgenen Hypothese hat einen verhängnisvollen Effekt auf die Absicht des Evangeliums, indem es Gesetzlosigkeit fördert und dem Sünder die Hoffnung auf ein siegreiches christliches Leben nimmt. Daher ist es eine Grundannahme, die zum Tod führt und nicht zur Erfüllung des neuen Bundes, wo Gott sagt, dass Er das Gesetz in unsere Herzen schreiben wird.

Lasst uns jetzt noch einmal die zweite Grundannahme betrachten.

Das Gesetz zu halten ist Gehorsam gegenüber Gott und demnach Gegenstand des Evangeliums.

Diese Grundannahme ist wahr unter der Voraussetzung, dass der Einzelne erkennt, dass die Werke von Gott und nicht von ihm selbst kommen. Wenn man die zugrundeliegende These versteht, dann ist diese Aussage völlig wahr und wird zu einem richtigen Verständnis des Evangeliums führen. Wenn die zugrundeliegende These nicht verstanden wird, wird dies aber tatsächlich zur Gesetzlichkeit führen, nämlich zu dem, was alle Nicht-Sabbathalter den Sabbathaltern vorwerfen: dem Versuch, sich ihren Weg in den Himmel zu erarbeiten.

Lasst uns noch einmal zusammenfassen:

Grundannahme: Das Gesetz zu halten ist Gehorsam gegenüber Gott und demnach Gegenstand des Evangeliums (teilweise wahr).

Verborgene Annahme: Es ist Gott, der das Werk durch dich tut, nicht du selbst! (völlig wahr).

In diesem Fall, wenn wir sowohl die Grundannahme als auch die zugrundeliegende These verstehen, dann haben wir die Freude des neuen Bundes gefunden. Aber die große Gefahr hier ist, dass die verborgene These nicht das ist, was man von Natur aus erwägt. Gott zu erlauben, in dir zu wirken, ist ein Lernprozess, den reife Christen geübt und verstanden haben durch eine fortwährende Erfahrung, NICHT alles selbst tun zu wollen. Als Menschen neigen wir stark dazu, die Dinge selbst in die Hand nehmen zu wollen, wie es sich in Sarah zeigte, die versuchte, Gottes Verheißung eines Kindes durch Hagar zu erfüllen, und Israel, als sie Gott versprachen, Seine Gebote zu halten, ohne eine Ahnung davon, dass es unmöglich für sie war.

Also ist die obige Grundannahme eigentlich sehr gefährlich, weil die versteckte These nicht verborgen bleiben sollte, sondern deutlich ausgesprochen werden muss. Es ist aus diesem Grund, dass viele Sabbathalter tatsächlich Legalisten sind, wie das von nicht-sabbathaltenden Christen deutlich gesehen werden kann. Gesetzlichkeit ist wirklich gegen das Evangelium und wird zum Tod führen. Gemäß der natürlichen Neigungen des Menschen würde dieser zweite Logikprozess zum gleichen Ergebnis führen für den Sünder wie die erste – zum TOD.