Die Rückkehr des Elia - Kapitel 29 - Christus als Urheber oder Repräsentant

veröffentlicht Mai 27, 2019 von Adrian Ebens in Die Rückkehr des Elia Treffer: 58
Übersetzt von F. Bunkus, S. Kronke, J. Deichsel

Das deutsche Übersetzerteam ist dabei, das Buch "The Return of Elijah" - Die Rückkehr des Elia von Bruder Adrian Ebens zu übersetzen. Dies wird ein längerer Prozess sein, deshalb werden wir die einzelnen Kapitel als Artikel veröffentlichen, bis das ganze Buch fertig ist. Seid gesegnet beim Lesen!

Der Hauptteil dieses Buches wurde von Bruder Adrian Ebens in nur zwei Wochen im Juli 2007 geschrieben. Wir veröffentlichen es hier unverändert, obwohl mittlerweile einige neue Erkenntnisse dazugekommen sind.

 

29. Christus als Urheber oder Repräsentant

Es gibt eine Reihe von Stellen in der Heiligen Schrift, an denen die Unterschiede zwischen einem Lebensquell-Modell (das Christus als geboren offenbart) und einem trinitarischen Modell (das Christus als ungeboren1 darstellt, im Besitz Seiner eigenen Ressourcen, die Er mit dem Vater teilt) am deutlichsten werden. Beachte die folgenden Passagen:

Ihr seid meine Zeugen, spricht der HERR, und mein Knecht, den ich erwählt habe, damit ihr erkennt und mir glaubt und einseht, dass ich es bin; vor mir ist kein Gott gebildet worden, und nach mir wird es keinen geben. Jesaja 43,10
So spricht der HERR, der König Israels, und sein Erlöser, der HERR der Heerscharen: Ich bin der Erste, und ich bin der Letzte, und außer mir gibt es keinen Gott. Jesaja 44,6
So spricht der HERR, dein Erlöser, der dich von Mutterleib an gebildet hat: Ich bin der HERR, der alles vollbringt – ich habe die Himmel ausgespannt, ich allein, und die Erde ausgebreitet durch mich selbst –, Jesaja 44,24
Ich bin der HERR und sonst ist keiner; denn außer mir gibt es keinen Gott. Ich habe dich gegürtet, ohne dass du mich kanntest, 6 damit vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang erkannt werde, dass gar keiner ist außer mir. Ich bin der HERR, und sonst ist keiner, Jesaja 45,5-6

Diese Textstellen stellen beide Ansichten vor eine Herausforderung. Jede Stelle erwähnt eine einzelne Person. Die Begriffe

„nach mir wird es keinen geben“,
„außer mir gibt es keinen Gott”,
„die Erde ausgebreitet durch mich selbst”,
Ich bin der HERR, und sonst ist keiner”

sind eindeutig und isolationistisch, alles wird ausgeschlossen, was über diesen einzelnen individuellen Sprecher hinausgeht. Die Bibel verweist darauf, dass Vater, Sohn und Geist die Eigenschaften der Gottheit besitzen; und die Anbetung sowohl des Vaters als auch des Sohnes wird in der Schrift direkt legitimiert. Whidden, Moon und Reeve reflektieren einige der Herausforderungen bei der Auseinandersetzung mit diesen Textstellen, wenn sie zu Jesaja 43,10-11 sagen:

...Wenn wir das klare Zeugnis der Verfasser des Neuen Testaments ernst nehmen, dass Jesus Gott ist, lässt sich daraus schließen, wer immer der Herr, JHWH oder Jehova ist, der in Jesaja 43,10-11 spricht, Seine Identität muss die von Jesus im Neuen Testament beinhalten, der behauptete, in gewissem Sinne der Jehova des Alten Testaments zu sein.2 – The Trinity, p. 48

Das ist ein wichtiger Punkt. Wenn Jesus nicht in den Texten von Jesaja 43,10-11, 44,6 und 45,5-6 mit eingeschlossen ist, wie kann dann die Behauptung Christi, Gott gleich zu sein und als Gott angebetet zu werden, aufrechterhalten werden?3 4 Wenn Christus aber mit eingeschlossen ist, wie begründen wir dann die eindeutig ausschließende Wortwahl? Wäre es nicht viel einfacher gewesen, wenn die Textstellen gesagt hätten: „Es gibt keinen Gott außer Vater, Sohn und Heiligem Geist in einer untrennbaren Einheit”?

 

A. Die Bedeutung von „ich” zu „wir” machen und von „mich” zu „uns”

In Bezug auf ein Dreieinigkeits-Modell ist eine Möglichkeit, dieses Problem zu lösen, dass „ich" „wir" bedeutet. Ein Mitglied der Gottheit spricht für alle drei, und tatsächlich gibt es keine Unterscheidung zwischen den Mitgliedern. Hier haben wir drei Personen in einer Substanz5, oder wir haben eine Verschmelzung der drei Personen in einer mysteriösen Einheit, die nicht vollständig verstanden werden kann.6 Die beiden Konzepte sind sehr ähnlich und das Endergebnis ist dasselbe: Eine verschmolzene, untrennbare, geheimnisvolles Einheit, die es einem ermöglicht, für alle zu sprechen, ohne denjenigen hervorzuheben, der tatsächlich spricht.

Erstens: Um dies zu akzeptieren, muss es ein sprachliches Opfer geben: „Ich" bedeutet nicht länger „ich" im Sinne des Deutschen (und Hebräischen), sondern „wir", und „mich" kann nicht "mich" bedeuten, es muss „uns" bedeuten.

Zweitens: Es muss auch an Bedeutung verlieren, welches Mitglied der Gottheit tatsächlich spricht. Könnte es wichtig sein zu wissen, wer tatsächlich spricht? Besteht während des Verschmelzungsprozesses die Möglichkeit, dass in bestimmten Texten die Individualität jedes Mitglieds verloren geht? Ich denke, für einige ist dies kein wichtiger Punkt, da die Mitglieder ohnehin alle den gleichen Charakter haben, aber für diejenigen von uns, die tatsächlich an einer persönlichen Beziehung mit der individuellen Person Jesus und der individuellen Person des Vaters interessiert sind, ist dies sicherlich wichtig. Der Unterschied könnte dem Erhalt des üblichen Familienbriefes zu Weihnachten ähneln. Normalerweise schreibt ein Familienmitglied über die ganze Familie und für manche ist es unerheblich, wer schreibt, solange sie die Informationen erhalten, aber für andere, die die Familie gut kennen und sich für mehr Einzelheiten interessieren, ist es tatsächlich wichtig zu wissen, wer den Brief geschrieben hat.

Wenn die Jesaja-Texte nur vom Vater sprechen, wie viele Nicht-Trinitarier behaupten, scheint es unmöglich zu sein, solche Texte mit den neutestamentlichen Behauptungen von Jesus in Einklang zu bringen, dass Er Gott ist. Und es ist klar, dass Jesus das volle Recht hat, Gott genannt zu werden, und dass Er als Gott verehrt wird.7 Gibt es eine Möglichkeit, diese Passagen einfach zu lesen, ohne die Linguistik zu opfern oder die vollkommene Gottheit Christi zu leugnen?

 

B. Gleichheit auf der Basis von Macht stiftet Verwirrung

Ich glaube, der Schlüssel liegt in unserem Verständnis über die Gleichheit der Mitglieder der Gottheit und der von der Gottheit ausgehenden Lebensquelle. In Kapitel 21 haben wir die zwei verschiedenen Maßstäbe zur Bestimmung der Gottheit betrachtet. Ein leistungsbasiertes Messsystem definiert Göttlichkeit durch innewohnende Kraft und unbegrenzte Existenz, gemessen an Zeit und Ewigkeit. In einer Antwort auf meinen früheren Entwurf dieses Manuskripts wurde gesagt: „Die Gleichheit der Mitglieder der Gottheit beruht auf ihrem Besitz von innewohnenden Eigenschaften.“8

Diese natürliche Argumentationsweise begründet die zugrundeliegende Annahme, wie wir Ellen White verstehen sollen, wenn sie feststellt, dass Christus ursprüngliches (von sich selbst), nicht geliehenes (von irgendeiner Quelle außerhalb von sich selbst) und nichtabgeleitetes (von irgendeiner Quelle außerhalb von sich selbst) Leben hat. Die Auslegung ihrer Aussage wird durch den Anspruch legitimiert, dass Qualität auf innewohnenden Merkmalen hinsichtlich Leben, Kraft und Existenz beruht.

Diese Art der Gleichheit verlangt, dass es eine göttliche Lebensquelle gibt, die der Vater besitzt, und eine göttliche Lebensquelle, die der Sohn besitzt, und in der Gleichheit dieser Besitztümer sehen wir die Grundlage einer Einheit, aus der Liebe, Verbundenheit und Einigkeit hervorgehen. Die beiden Lebensquellen (oder drei, wenn wir den Geist mit einschließen) schaffen das natürliche Potenzial für selbständiges und individuelles Handeln. Wir sehen die Frucht dieses Potenzials in der Art und Weise, wie einige adventistische Gelehrte die Schöpfung betrachten.

Durch sich selbst spannte Er [gemeint ist Christus] den Himmel aus und durch sich selbst breitete Er die Erde aus. Wie kann jemand behaupten, dass Jahwe einen Vorarbeiter (oder etwas ähnliches) als Helfer hatte? Es gibt keinen Widerspruch für diejenigen, die die Wahrheit über die Dreieinigkeit kennen. Jesus ist ein Mitglied der Gottheit und als solcher ist Er der Schöpfer.9

Der Verfasser dieser Aussage glaubt, dass Christus das Werk der Schöpfung allein vollbracht hat. Dies ist eine Erklärung für Jesaja 44,24 und ist die natürliche Frucht einer auf Macht basierenden Gleichheit. Hat Christus allein gehandelt?

hat er in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch seinen Sohn. Ihn hat er eingesetzt zum Erben von allem, durch ihn hat er auch die Welten geschaffen; Hebräer 1,2

Der Kontext von Hebräer 1,2 deutet an, dass der Vater die Welt durch Seinen Sohn geschaffen hat. Aber was ist mit dem folgenden Text weiter unten:

Du hast Gerechtigkeit geliebt und Gesetzlosigkeit gehasst; darum hat dich, o Gott, dein Gott gesalbt mit Freudenöl, mehr als deine Gefährten!« 10 Und: »Du, o Herr, hast im Anfang die Erde gegründet, und die Himmel sind das Werk deiner Hände. Hebräer 1,9-10

Dieser Text offenbart, dass der Vater davon spricht, wie der Sohn das Fundament der Erde gelegt hat und dass die Himmel das Werk von Christi Händen waren. Widersprechen sich Hebräer 1,2 und 1,9? Ändern wir die Bedeutung des Wortes „geschaffen“ in „mitgeplant“? Entfernen wir das Handeln von dem Wort „geschaffen“?

 

C. Der Vater ist die Quelle und Christus der Akteur

Ich behaupte, dass dieser scheinbare Widerspruch durch die Machtgleichheit erzeugt wird, die erforderlich ist, um eine Person der Gottheit für göttlich zu halten. Beachte die Gedanken über die Lebensquelle in diesen Zeugnissen:

Doch wenden wir uns von all diesen geringeren bildlichen Darstellungen ab, dann schauen wir Gott in Jesus Christus. Sehen wir auf Jesus, dann erkennen wir, daß Schenken zur Herrlichkeit Gottes gehört. Jesus sagt von sich, „daß ich ... nichts von mir selber tue“. Johannes 8,28. „Der Vater, von dem alles Leben kommt, hat mich gesandt, und ich lebe durch ihn.“ Johannes 6,57 (GN). „Ich suche nicht meine Ehre“ (Johannes 8,50), sondern die Ehre dessen, der mich gesandt hat. Johannes 7,18. Diese Worte erläutern den erhabenen Grundsatz, auf dem das Leben des Alls beruht. Christus erhielt alles von Gott, er nahm aber lediglich, um seinerseits zu schenken. So wird auch in den himmlischen Vorhöfen verfahren, das gilt auch für Jesu Dienst für alle Geschöpfe: durch den geliebten Sohn wird das Leben des Vaters allem zuteil; über den Sohn kehrt es als Lobpreis und fröhlicher Dienst wieder zum Vater zurück, eine Flut der Liebe gleichsam, die zum erhabenen Ursprung aller Dinge zurückströmt. Durch Christus wird somit der Kreislauf des Segens geschlossen, das Wesen des Gebers aller Dinge und das Gesetz des Lebens enthüllt. {LJ 11.1}
Gott hat seinen Sohn gesandt, um der Menschheit sein eigenes Leben zu vermitteln. Christus erklärt: "Ich lebe durch den Vater", mein Leben und Sein Leben sind eins. (Ellen G. White, Home Missionary, 1st June 1897, ‘A call to the work’)
Als Gesetzgeber übte Jesus die Autorität Gottes aus; seine Befehle und Entscheidungen wurden von der Souveränität des ewigen Thrones unterstützt. Die Herrlichkeit des Vaters wurde im Sohn offenbart. Christus hat den Charakter des Vaters manifestiert. Er war so vollkommen mit Gott verbunden, so vollständig von seinem Licht umgeben, dass derjenige, der den Sohn gesehen hatte, den Vater gesehen hatte. Seine Stimme war wie die Stimme Gottes. {RH, January 7, 1890 par. 2}

Diese Textstellen von Ellen White machen deutlich, dass es das Leben des Vaters ist, das durch den Sohn fließt. Der Sohn teilt das Leben des Vaters. Diese Tatsache macht natürlich eine auf Macht basierende Gleichheit unmöglich, aber ich behaupte, dass solche Gleichheitskonzepte aus dem Gedankengut Satans stammen, nicht von Gott.

Wenn wir zulassen, dass der Vater die Quelle ist und Christus die ganze Fülle des Lebens von Ihm empfangen hat, kann Christus als Repräsentant des Vaters agieren und muss nicht der unabhängige Urheber der Handlung sein. Was ist also mit den Texten in Jesaja?

Ihr seid meine Zeugen, spricht der HERR, und mein Knecht, den ich erwählt habe, damit ihr erkennt und mir glaubt und einseht, dass ich es bin; vor mir ist kein Gott gebildet worden, und nach mir wird es keinen geben. 11 Ich, ich bin der HERR, und außer mir gibt es keinen Retter. Jesaja 43,10-11

Christus sagt in Johannes 5,19-20, dass Er nichts von sich selbst aus tut, sondern nur, was Er den Vater tun sieht. Und der Vater zeigt Ihm alles, was Er tut, und der Sohn folgt Ihm nach. In diesem Verständnis sehen wir Christus als den Repräsentant des Vaters, der über den Vater spricht, welcher die Quelle aller Dinge ist. Wird Christus in dieser Gleichung ausgelassen? Nein, weil dieser Text über die Quelle und nicht den Akteur bzw. den Kanal spricht. Die Texte von Jesaja ergeben Sinn im Zusammenhang mit dieser sehr wichtigen Aussage von Ellen White:

Der Herr Jesus Christus, der eingeborene Sohn des Vaters, ist wahrlich Gott in Unendlichkeit, aber nicht in seiner Persönlichkeit. {UL 367 (1905)}

Sagt Ellen White hier, dass Jesus nicht wirklich Gott ist? Natürlich nicht, aber sie sagt, dass Er nicht die Quelle, der Urheber ist – das ist der Vater. Die obige Aussage von Ellen White spiegelt wider, was Paulus über die Quelle und den Kanal sagt:

so gibt es für uns doch nur einen Gott, den Vater, von dem alle Dinge sind und wir für ihn; und einen Herrn, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind, und wir durch ihn. 1.Korinther 8,6

Der Vater wird als Quelle dargestellt – „von dem alle Dinge sind“ und Christus als der Akteur, der Kanal – „durch den alle Dinge sind“.

Die Verwirrung über die Lebensquelle wird erneut in Bezug auf Jesaja 43,11 deutlich, wenn gesagt wird:

Darüber hinaus wird der Fall noch überzeugender, wenn der Herr weiter sagt: „Außer mir gibt es keinen Retter“… es muss bedeuten, dass der Messias Jesus des Neuen Testaments der Herr Jehova des Propheten Jesaja aus dem Alten Testament ist.10

Aber die Bibel sagt:

weil nämlich Gott in Christus war und die Welt mit sich selbst versöhnte, indem er ihnen ihre Sünden nicht anrechnete und das Wort der Versöhnung in uns legte. 2.Korinther 5,19

Diese Stelle weist darauf hin, dass der Vater der Erretter ist, der die Welt mit sich selbst durch Christus versöhnt. Der Vater ist die Quelle, Christus ist der Akteur, der Kanal.

Sogar die Offenbarung von Jesus Christus, die Johannes gegeben wurde, stammt vom Vater. Alles hat seinen Ursprung im Vater. Alles, was Christus tut, hat seinen Ursprung im Vater. Christus hat alles vom Vater erhalten. Der einzige Grund, warum die Gemeinde dies ablehnt, ist, dass sie die falsche Grundlage von Gleichheit nicht ablehnen will. Ich behaupte noch einmal, dass diese Art der Gleichheit ihren Ursprung im Gedankengut Satans hat und nicht von Gott ist. Satan war derjenige, der erklärte, dass er emporsteigen würde, er wollte seinen Thron erhöhen, er wollte auf dem Berg der Versammlung sitzen, er wollte wie der Allerhöchste sein. Ganz eindeutig: Es ist Satan, der Gleichheit auf der Basis von Macht aufgebracht hat.

Wenn wir die Prinzipien von Quelle und Repräsentant verstehen, liest sich die Bibel klarer und einfacher. Nimm zum Beispiel die Aussendung des Engels an die Israeliten.

Siehe, ich sende einen Engel vor dir her, damit er dich behüte auf dem Weg und dich an den Ort bringe, den ich bereitet habe. 21 Hüte dich vor ihm und gehorche seiner Stimme und sei nicht widerspenstig gegen ihn; denn er wird eure Übertretungen nicht ertragen; denn mein Name ist in ihm. 22 Wenn du aber seiner Stimme wirklich gehorchen und alles tun wirst, was ich sage, so will ich der Feind deiner Feinde sein und der Widersacher deiner Widersacher. 23 Wenn nun mein Engel vor dir hergeht und dich zu den Amoritern, Hetitern, Pheresitern, Kanaanitern, Hewitern und Jebusitern bringt und ich sie vertilge. 2.Mose 23,20-23

Christus ist derjenige, der hier spricht. Er spricht davon, einen Engel zu senden, und dass Sein Name in ihm ist. Wir wissen auch, dass Christus der erwähnte Engel ist. Spricht Christus von sich selbst in einer anderen Form? Das macht die Sache kompliziert. Wenn aber Christus als der Repräsentant des Vaters spricht, und darüber, was der Vater durch Seinen Sohn tun wird als der Engel, der ihnen folgt, ist der Text klar. Wir müssen uns daran erinnern, dass Christus das ausspricht, was Er den Vater sagen hört, und, weil Er das WORT Gottes ist, es an uns weitergibt.

Im Zusammenhang mit der Quelle des Lebens, die vom Vater ausgeht, passen alle diese Verse in Jesaja zusammen. Diese Texte weisen auf den Vater als den Ursprung hin. Christus wird nicht als Gott ausgeschlossen, denn Er teilt das Leben mit dem Vater, von dem Er es geerbt hat, und wird als Gott verehrt, und die ganze Fülle der Gottheit wohnt in Ihm. All dies wird möglich, wenn wir die machtbasierten Gleichheitskonzepte loslassen, die ihren Ursprung finden in Jesaja 14,12-14.

 

 

Fußnoten:

1Viele Trinitarier würden bestreiten, dass sie glauben, Christus sei nicht geboren. Viele sehen Christus als spirituell geboren, um zum Zweck des Evangeliums ein Sohn zu sein, während andere Christus in der Menschwerdung als geboren sehen. In beiden Fällen handelt es sich nicht um den wahren Zustand von jemanden, der geboren wurde. Spirituell geboren zu sein ist, als würde man sagen, dass man an die Ruhe des Sabbats glaubt, ohne den wöchentlichen Sabbat einzuhalten. Es ist nur etwas Spirituelles.

2Whidden, Moon and Reeve, The Trinity (Die Dreieinigkeit), S.48

3Phil 2,6; Matt 28,17; Joh 5,18

4Es ist interessant festzustellen, dass der adventistische Bibelkommentar die Schwierigkeiten der Identifikation in den Jesaja-Texten vollständig umgeht.

5Max Hatton Understanding the Trinity (Die Dreieinigkeit verstehen) S. 133

6Erwin Gane, persönliche Email: „Hier ist eine sehr mysteriöse Beziehung. Es gibt eine Einheit der Existenz zwischen dem Vater und dem Sohn, die unendlich geheimnisvoll ist.“

7Heb 1,8; Offb. 5,13.

8Barry Harker. A Response to “The Return of Elijah” S.7 (Eine Antwort auf „Die Rückkehr des Elia“)

9Max Hatton, Understanding the Trinity, S. 63. Beachte, dass der Autor den Anteil des Vaters an der Schöpfung nicht leugnet, aber die Handlung der Schöpfung allein vom Sohn ausgeführt wurde.

10Whidden, Moon, Reeve, S. 48.