Die Rückkehr des Elia - Kapitel 3 - Die Lebensquelle und das Wertesystem Gottes durch das Gesetz beschützen

veröffentlicht Dez 12, 2018 von Adrian Ebens in Die Rückkehr des Elia Treffer: 60
Übersetzt von F. Bunkus, S. Kronke, J. Deichsel

Das deutsche Übersetzerteam ist dabei, das Buch "The Return of Elijah" - Die Rückkehr des Elia von Bruder Adrian Ebens zu übersetzen. Dies wird ein längerer Prozess sein, deshalb werden wir die einzelnen Kapitel als Artikel veröffentlichen, bis das ganze Buch fertig ist. Seid gesegnet beim Lesen!

Der Hauptteil dieses Buches wurde von Bruder Adrian Ebens in nur zwei Wochen im Juli 2007 geschrieben. Wir veröffentlichen es hier unverändert, obwohl mittlerweile einige neue Erkenntnisse dazugekommen sind.

 

Kapitel 3 - Die Lebensquelle und das Wertesystem Gottes durch das Gesetz beschützen

A. Schutz der Beziehung zu unserem Vater/Lebensquelle ist der Schlüssel

Sobald wir erkennen, dass alles, was wir besitzen; unsere Liebe, unsere Gaben und das Leben von unserem Vater im Himmel kommen1, begreifen wir mehr denn je die Notwendigkeit, unsere Beziehung zu Ihm zu beschützen. Unser ganzes Leben dreht sich um diese Beziehung2. Gebet, Bibelstudium und unseren Glauben mit anderen zu teilen sind nicht länger Dinge, die wir versuchen, in unsere Arbeit und Freizeitaktivitäten einzugliedern, sondern werden wichtiger als alles andere, um mit unserem Vater verbunden zu bleiben.3

B. Beziehung wird durch korrekte Identifikation von Beziehungsmitgliedern geschützt

Wie beschützen wir nun diese Beziehung? Das erste, was wir in einer Beziehung tun müssen, ist genau festzustellen, wer die beiden Beziehungspartner sind. Zu wissen, mit wem du kommunizierst, wird die Art und den Inhalt der Kommunikation weisen. Wenn die beiden Parteien nicht klar definiert sind, wird die Kommunikation zusammenbrechen. Lass mich das mit einer Geschichte veranschaulichen, die ich kürzlich las.

Zwei Gruppen der Alliierten kommunizierten während des Krieges über Funk miteinander. Die einen waren Amerikaner, die anderen Kanadier. Hier ist eine Abschrift ihres Funkverkehrs.

Kanadier: Bitte steuern Sie 15° südlich, um eine Kollision zu vermeiden.

Amerikaner: Empfehle, Sie steuern 15° Nord, um eine Kollision zu vermeiden.

Kanadier: Negativ. Sie müssen ihren Kurs um 15° südlich verändern, um eine Kollision zu vermeiden.

Amerikaner: Hier spricht der Kommandeur eines Schlachtschiffs der US Navy. Ich wiederhole, korrigieren SIE IHREN Kurs.

Kanadier: Wiederhole, Sie sollten IHREN Kurs korrigieren.

Amerikaner: Dies ist der Flugzeugträger USS Lincoln, das zweitgrößte Schiff der US Atlantikflotte. Wir werden von drei Zerstörern, Kreuzern und verschiedenen Unterstützungsschiffen begleitet. Ich VERLANGE von Ihnen, unverzüglich Ihren Kurs um 15° nördlich zu ändern. Ich sage noch einmal, um Eins-Fünf°, da wir ansonsten Maßnahmen zur Sicherung unseres Geleitzuges unternehmen werden.

Kanadier: Dies ist der Leuchtturm. Ihre Entscheidung.

Das amerikanische Schiff war sich der wahren Identität der kanadischen Partei nicht bewusst. Fast brach ein Konflikt zwischen den beiden Gruppen aus, bis in letzter Minute die Amerikaner die wahre Natur der kanadischen Partei kennenlernten. Das Licht des kanadischen Leuchtturms wurde als ein Schiff gesehen, das dem amerikanischen Kriegsschiff im Weg stand, während es seine wahre Identität war, den Weg für Schiffe zu beleuchten und sie daran zu hindern, an den Felsen zu zerschellen.

Diese Geschichte veranschaulicht perfekt die Tragödie, die sich zutrug, als die menschliche Rasse Satans Lüge annahm: „Du wirst mitnichten des Todes sterben“. Es veränderte das Bewusstsein des Menschen, wer er wirklich war, es veränderte seine Identität in eine Lüge. Es veränderte auch seine Wahrnehmung von Gott4. Satans Lüge veranlasste den Menschen, Gottes Charakter in einem falschen Licht zu sehen. Sie brachte den Menschen dazu, Gott als jemanden zu sehen, der nur sich selbst dient und besorgt darüber ist, dass andere Seiner Macht teilhaftig werden könnten. Diese Lüge zerstörte auch die Vorstellung von Gott als Quelle des Menschen als seinen Schatz und das Zentrum seines Lebens. In diesem schrecklichen Zustand konnte der Mensch nicht mehr effektiv mit Gott kommunizieren, weil der Mensch die Identität beider Parteien verloren hatte: seiner eigenen und Gottes. 5

C. Die Zehn Gebote identifizieren die Beziehungsmitglieder und schützen die Beziehung

Hatte Gott irgendetwas vorbereitet, um die Menschheit daran zu hindern, ihr Gefühl für die eigene und für die Identität Gottes zu verlieren? Ja, tatsächlich! Es sind die Zehn Gebote. Psalm 119, 93 sagt uns, dass uns durch die Zehn Gebote Leben gegeben wird. Römer 7,10 sagt uns, dass die Gebote zum Leben gegeben wurden. 1. Johannes 3,4 besagt, dass die Sünde Übertretung des Gesetzes ist und in Römer 6, 23 heißt es, dass der Lohn der Sünde der Tod ist. Darum wurden die Gebote gegeben, um unser Leben zu beschützen.

Wenn also die Gebote unser Leben schützen und unser Leben durch die Gemeinschaft mit Gott kommt, dann sollten die Gebote die wahre Identität von Gott und Mensch offenbaren und auch den Umfang dieser Verbindung aufzeigen. Sagen uns die Gebote etwas über Gottes Identität? Beachte Folgendes:

Gottes Charakter

Gottes Gesetz

1. Geistlich

Joh. 4,24

1. Geistlich

Röm. 7,14

2. Liebe

1 Joh. 4,8

2. Liebe

Matt. 22,37-40

3. Wahrheit

Joh. 14,6

3. Wahrheit

Psalm 119,142

4. Gerechtigkeit

1 Kor. 1,30

4. Gerechtigkeit

Psalm 119,144,172

5. Heilig

Jes. 6,3

5. Heilig

Röm. 7,12

6. Vollkommen

Matt. 5,48

6. Vollkommen

Psalm 19,7

7. Gut

Luk. 18,19

7. Gut

Röm. 7,12

8. Gerecht

5.Mose 32,4

8. Gerecht

Röm. 7,12

9. Rein

1. Joh. 3,3

9. Rein

Psalm 19,8

10. Unveränderlich

Jak. 1,17

10. Unveränderlich

Matt. 5,18

11. Bestehen ewig

Psalm 90,2

11. Bestehen ewig

Psalm 111,7-8

12. Der Weg

Joh. 14,6

12. Der Weg

Malachi 2,7-9

13. Groß

Psalm 48,1

13. Groß

Hosea 8,12

14. Reinigt

Matt. 8,3

Psalm 57,2

14. Rein

Hesekiel 22,26

Es gibt viele Bibelstellen, die Gott mit den gleichen Eigenschaften wie Sein Gesetz beschreiben. Das ist sehr hilfreich bei der Identifizierung der wahren Person Gottes. Ellen White sagt: "Gottes Gesetz ist die Abschrift seines Charakters. Es verkörpert die Grundsätze seines Reiches." CGl 302.3

Lasst uns einen genaueren Blick auf jedes Gebot werfen und sehen, was sie uns über Gott erzählen. Wenn wir uns jedes Gebot ansehen, wollen wir die Frage stellen: "Was sagt mir diese Aussage über den Autor?"

Gottes Charakter

1. Ich führte dich aus der Knechtschaft.

Du wirst keine anderen Götter neben mir haben.

Erlöser, Retter, einziger Gott, beziehungsorientiert

2. Du sollst dir kein Bildnis machen.

Beziehungsorientiert, geistlicher Fokus

3. Du wirst den Namen Gottes nicht zu Nichtigem aussprechen. (Elberfelder)

Integrität, Transparenz, beziehungsorientiert

4. Gedenke des Sabbats, denn in sechs Tagen machte der Herr Himmel und Erde.

Schöpfer, Quelle des Lebens, beziehungsorientiert

5. Ehre Vater und Mutter.

Familie, Beziehungsfokus, väterlich

6. Du sollst nicht töten.

Leben ist kostbar, Beziehungen währen ewig, Ich bin die Lebensquelle

7. Du sollst nicht ehebrechen.

Gültige innige Beziehungen sind für immer

8. Du sollst nicht stehlen.

geistlich/beziehungsorientiert, kein materieller Fokus

9. Du sollst nicht lügen.

Integrität, Transparenz, beziehungsorientiert

10. Du sollst nicht begehren.

Schöpfer, Quelle des Lebens, beziehungsorientiert

 

  1. Das erste Gebot sagt uns, dass Gott Israel aus der Knechtschaft Ägyptens herausgeführt hat, was uns sagt, dass dieser Gott ein Erlöser und ein Retter ist. Wenn Er mich bittet, keine anderen Götter außer Ihm zu haben, sagt er mir, dass Er eine innige Freundschaft mit mir möchte.6

  2. Das zweite Gebot sagt mir, dass Gott eine Herz-zu-Herz-Beziehung wünscht. Die Anbetung von Götzen ist keine Herz-zu-Herz-Anbetung. Auch ist der Götzendienst keine geistliche Anbetung, also eine Verbindung von Geist mit Geist, Seele mit Seele.7

  3. Das dritte Gebot sagt mir, dass Gott in Seinen Beziehungen transparent ist. Wenn wir in eine Beziehung mit Ihm eintreten, möchte Er nicht, dass wir in dieser Beziehung etwas vortäuschen, wodurch sie nutzlos oder nichtig wird.8

  4. Das vierte Gebot ist etwas ganz Besonderes, weil es uns sagt, dass Gott die Quelle des Lebens ist und dass Er alles erschaffen hat.9 Dieses Gebot hat eine sehr große Auswirkung auf unsere Wahrnehmung von Ihm und beeinflusst sehr unser Auftreten Ihm gegenüber. Es ist wichtig zu beachten, dass das Sabbatgebot die meisten Worte von allen hat.

  5. Das fünfte Gebot ist auch besonders, weil es uns sagt, wie Gottes Leben durch irdische Kanäle fließt.10 Wir werden dies in der "Herrlichkeit der Kinder" und dem "Kommen des Elias" genauer untersuchen. Dieses Gebot verspricht uns ein langes Leben, wenn wir unsere Eltern ehren. Es sagt uns, dass unsere Eltern uns etwas ganz Besonderes über Gott erkennen lassen und dass, indem wir sie ehren, wir Ihn ehren.

  6. Das sechste Gebot sagt uns, dass Gott das Leben als kostbar betrachtet. Es sagt uns auch, dass Gott möchte, dass Beziehungen für immer währen.11

  7. Das siebente Gebot erklärt, dass einige Beziehungen gefährlich sind, und ist in Bezug auf Gott ein Spiegelbild des ersten Gebots, keine anderen Götter zu haben. Es ist eine Erinnerung, dass Gott unsere Lebensquelle ist.12

  8. Das achte Gebot verspricht, dass Gott unsere Bedürfnisse befriedigen und sich um uns kümmern wird. Es sagt uns auch, dass Gott nicht auf Dinge, sondern auf Beziehungen fokussiert ist.13

  9. Das neunte Gebot ist ein Spiegelbild des dritten. Gott möchte Transparenz und Integrität in Beziehungen. Ein falscher Zeuge zerstört sowohl die Identität einer oder beider Parteien als auch die Kommunikation unter ihnen. 14

  10. Das zehnte Gebot erinnert uns in Bezug auf Gott daran, dass Er die Quelle des Lebens ist. Es wird uns an nichts fehlen, wenn wir das glauben. Es erzählt uns auch wieder von der beziehungsbasierten, geistlichen Gesinnung Gottes. Die Gebote fünf bis neun können alle gesehen und veranschaulicht werden, aber dieses Gebot ist eine Herzenssache. Es ist unsichtbar. Also ist dieses Gebot wesentlich für das Verständnis über das Wesen von Gottes Reich.

Zusammenfassend sagen die Zehn Gebote über Gott:

  1. Er ist die Quelle des Lebens

  2. Er ist der Schöpfer

  3. Er ist unser Erlöser

  4. Er möchte wahre Herz-zu-Herz-Beziehungen

  5. Er sorgt als Vater für uns und befriedigt all unsere Bedürfnisse

Das Erkennen dieser Dinge ist entscheidend dafür, ein wahres Bild von Gott zu bekommen, das uns hilft, effektiv mit Ihm zu kommunizieren. Es wird uns dazu veranlassen, Ihn zu respektieren und zu ehren, und Ihn für alles, was Er für uns tut, zu lieben. Es wird uns helfen, in unserem Austausch mit Ihm vertrauensvolle Worte zu benutzen, dass Er das tun wird, was für uns das Beste ist.

Jetzt, wo wir wissen, was uns die Gebote über Gott erkennen lassen, lasst uns entdecken, was sie über uns aussagen.

Unsere Identität

1. Ich führte dich aus der Knechtschaft.

Du wirst keine anderen Götter neben mir haben.

Erlöst, beten einen Gott an.

2. Du sollst dir kein Bildnis machen.

Beziehungsorientiert, geistlicher Fokus

3. Du sollst den Namen Gottes nicht zu Nichtigem aussprechen. (Elberfelder)

Integrität, Transparenz, beziehungsorientiert

4. Gedenke des Sabbats, denn in sechs Tagen machte der Herr Himmel und Erde.

Geschaffen, Leben kommt von Gott, beziehungsorientiert

5. Ehre Vater und Mutter.

Fokus auf Familie / Beziehungen, väterlich

6. Du sollst nicht töten.

Leben ist kostbar, Beziehungen währen für immer, jeder gehört Gott

7. Du sollst nicht ehebrechen.

Gültige innige Beziehungen sind für immer

8. Du sollst nicht stehlen.

Geistlich/ beziehungsorientiert, kein materieller Fokus

9. Du sollst nicht lügen.

Integrität, Transparenz, beziehungsorientiert

10. Du sollst nicht begehren.

Gott befriedigt alle unsere Bedürfnisse.

 

  1. Das erste Gebot sagt uns, dass Gott Israel aus der Knechtschaft Ägyptens herausgeführt hat - ein Symbol der Knechtschaft der Sünde. Es sagt uns, dass wir erlöst sind.

  2. Das zweite Gebot sagt mir, dass Gott eine Herz-zu-Herz Beziehung mit mir haben möchte. Herz-zu-Herz und Seele-mit-Seele.

  3. Das dritte Gebot sagt mir, dass wir in unseren Beziehungen transparent sein sollen, nicht heuchlerisch.

  4. Das vierte Gebot sagt uns, dass wir geschaffen worden sind. Es sagt uns, dass wir einer größeren Macht als unserer eigenen unterstehen. Es lädt uns ein, in den Armen Gottes zu ruhen und Ihm zu vertrauen.

  5. Das fünfte Gebot fordert uns auf, Familienautorität zu respektieren.

  6. Das sechste Gebot ermahnt uns, das Leben als kostbar und Beziehungen als für immer während zu betrachten.

  7. Das siebte Gebot erklärt, dass einige Beziehungen gefährlich sind, und dass die Familienstruktur nicht destabilisiert werden darf, sonst wird es Auswirkungen haben auf den Segen und das Fließen des Lebens von Gott durch unsere Eltern oder von uns zu unseren Kindern.

  8. Das achte Gebot ermahnt uns, uns nicht auf Dinge, sondern auf Beziehungen zu konzentrieren.

  9. Das neunte Gebot schützt unsere Beziehungen vor dem Zusammenbruch der Kommunikation und erinnert uns an die Segnungen der Ehrlichkeit.

  10. Das zehnte Gebot warnt uns vor der Leere der Selbstsucht und weist auf das Glück hin, das wir im Vertrauen auf Gott finden.15 Es sagt uns auch, dass wir geistig sein sollen, denn dies ist das einzige Gebot der letzten sechs, das für das menschliche Auge unsichtbar ist.

     

Zusammengefasst finden wir unsere Identität definiert wie folgt:
 

  1. Gott ist unser Schöpfer. Wir haben kein Leben in uns selbst.

  2. Gott ist unser Erlöser.

  3. Er befriedigt all unsere Bedürfnisse - körperliche, geistige und geistliche.

  4. Wir sind beziehungsorientierte Wesen mit einer Sehnsucht nach Herz-zu-Herz- und Seele-mit-Seele-Intimität.

 

D. Die Zehn Gebote als Schlüssel zu Leben, Identität und Wert

Gewiss können wir mit David sagen, dass das Gebot sehr ausgedehnt ist.16 Die Gebote spielen die entscheidende Rolle, Gott und Mensch klar zu identifizieren und so eine innige Gemeinschaft zwischen beiden zu gewährleisten. Ohne das Gesetz kann es für uns kein Leben geben. Basierend auf dem, was wir untersucht haben, beachte die folgende Reihenfolge sorgfältig:

  1. Das Gesetz offenbart uns Gottes wahre Identität.

  2. Das Gesetz definiert unsere wahre Identität.

  3. Die Kommunikation zwischen zwei Parteien erfordert die klare Identifikation der beiden, das Gesetz schützt die Beziehung zwischen Gott und Mensch.

  4. Indem das Gesetz sowohl Gott als auch den Menschen eindeutig identifiziert, gewährleistet es, dass der Mensch seinen Schatz und sein Zentrum in Gott und nicht in sich selbst finden wird. Es ist dazu entworfen, ihn vor Selbstsucht zu schützen.

  5. Da Gott die Quelle des Lebens ist, schützt das Gesetz unser Leben.17

  6. Da das Gesetz uns in Gott zentriert, schützt das Gesetz unseren Wert.

  7. Darum ist das Gesetz das Fundament der Regierung Gottes.

     

Kannst du nun erkennen, warum die Bibel folgendes über das Gesetz sagt?

  • Gottes Gebote währen ewig. (Psalm 111, 7-8)

  • Gottes Gebote sind heilig, gerecht und gut. (Römer 7,12)

  • Gottes Gebote sind der Gegenstand des Neuen Bundes. (Hebräer 8,10)

  • Gottes Gebote sind das Gesetz der Freiheit. (Jakobus 2, 12)

 

Kannst du sehen, warum Jesus sagte, dass nicht ein Jota noch ein Tüpfelchen vom Gesetz entfernt werden kann? (Matthäus 5, 17-18)

 

E. Die Zehn Gebote als Mittelpunkt von Satans Angriffen

Wenn deshalb jemand sagt, dass das Gesetz Gottes geändert oder abgetan ist, sagt er in Wirklichkeit: Ich kann Gott oder mich selbst nicht wirklich kennen und ich kann keinen wahren Wert und keine Bedeutung haben. Ich bin dazu bestimmt zu sterben und von der Quelle des Lebens abgeschnitten zu werden.

Wie könnte jemand es wünschen, das Gesetz zu ändern oder abzuschaffen? Wie kann jemand sagen, dass das Halten des Gesetzes Legalismus sei? Natürlich ist es wahr, dass wir, wenn wir seine wahre Bedeutung nicht verstehen, in unserem Versuch, die Gebote zu halten, tatsächlich gesetzlich werden können. Daher werden sich die weiteren Kapitel darauf konzentrieren, wie Satans Wertesystem die Bedeutung des Gesetzes völlig verändert hat und es zu etwas Unterjochendem und Beängstigendem macht. Aber hier machen wir vorerst den Punkt, dass das Gesetz ein Schutz ist für unsere Beziehung mit Ihm.

Da Satan diese Beziehung ablehnte, lehnte sein Herz natürlich auch das Gesetz ab. Und genau das versucht er bei uns zu erreichen. So wird, wie wir sehen werden, das System des Gehorsams, das er denen auferlegt, die er nicht dazu bringen kann, das Gesetz völlig zu verwerfen, in Wirklichkeit ein System des Ungehorsams unter dem Deckmantel von Gehorsam.

Beachte folgenden entscheidenden Text:

weil nämlich das Trachten des Fleisches Feindschaft gegen Gott ist; denn es unterwirft sich dem Gesetz Gottes nicht, und kann es auch nicht. Römer 8,7

Der fleischlich gesinnte Geist ist ein Geist, der eingeschlossen ist in dieser Lüge der Selbstzentriertheit und des Besitzes des Lebens in sich selbst. Solch eine Gesinnung wird Verachtung und Hass gegen das Gesetz Gottes haben, welches von uns verlangt, Gott als das Zentrum anzuerkennen. Weil das so ist, können wir jedes Mal, wenn das Gesetz angegriffen wird oder der Versuch unternommen wird, es zu verändern, die Hand Satans darin erkennen. Daniel 7,25 sagt uns, dass die Macht des kleinen Hornes danach trachten wird, Zeiten und Gesetz zu ändern.

Während alle Gebote lebenswichtig sind, ist das wichtigste von ihnen das vierte Gebot, das unsere wahre Lebensquelle am deutlichsten identifiziert. Deshalb ist dieses Gebot dem stärksten Angriff ausgeliefert. Viele Menschen sind zufrieden damit, neun der zehn Gebote anzuerkennen, weil es leichter ist, ein gewisses Maß an Selbst-Zentriertheit beizubehalten, aber das Sabbatgebot macht es viel schwieriger. Es gäbe noch viel zu diesem Thema zu sagen, aber lasst uns jetzt erst einmal Gott für Sein Gesetz preisen. Das Gesetz beschützt unsere Verbindung mit Gott, und eine solche Verbindung wird uns die Kraft Gottes eröffnen, damit wir so werden können wie Er. Das ist der Glaube, der durch die Liebe wirksam ist. So können wir mit David sagen:

Wie habe ich dein Gesetz so lieb! Ich sinne darüber nach den ganzen Tag” Psalm 119, 97

Wohl dem, der … seine Lust hat am Gesetz des Herrn und über sein Gesetz nachsinnt Tag und Nacht. Der ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit. Psalm 1,1-3

Im vorigen Kapitel haben wir festgestellt, dass Satan das Denken des Menschen von der Gott-Zentriertheit zur Mensch-Zentriertheit verlagerte, indem er uns einredete, dass wir Leben in uns selbst hätten. Im nächsten Kapitel werden wir die Auswirkungen etwas weitergehender untersuchen, die ein Glaube an diese Lüge mit sich bringt.

 

 

 

Fußnoten:

1 Jakobus 1,17 Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter, bei dem keine Veränderung ist, noch ein Schatten infolge von Wechsel.

2 Apostelgeschichte 17,28 denn »in ihm leben, weben und sind wir«, wie auch einige von euren Dichtern gesagt haben: »Denn auch wir sind von seinem Geschlecht.«

3 Johannes 15,4  Bleibt in mir, und ich [bleibe] in euch! Gleichwie die Rebe nicht von sich selbst aus Frucht bringen kann, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht in mir bleibt.

4 Römer 1,23 und haben die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes vertauscht mit einem Bild, das dem vergänglichen Menschen, den Vögeln und vierfüßigen und kriechenden Tieren gleicht.

5 Jesaja 59,1.2 Siehe, die Hand des HERRN ist nicht zu kurz zum Retten und sein Ohr nicht zu schwer zum Hören; sondern eure Missetaten trennen euch von eurem Gott, und eure Sünden verbergen sein Angesicht vor euch, dass er nicht hört!

6 Sprüche 18,24 Wer viele Gefährten hat, der wird daran zugrunde gehen, aber es gibt einen Freund, der anhänglicher ist als ein Bruder.

7 Sprüche 23,26 Gib mir, mein Sohn, dein Herz, und lass deinen Augen meine Wege wohlgefallen!

8 Jesaja 1,13-15 Bringt nicht mehr vergebliches Speisopfer! Räucherwerk ist mir ein Gräuel! Neumond und Sabbat, Versammlungen halten: Frevel verbunden mit Festgedränge ertrage ich nicht! 14 Eure Neumonde und Festzeiten hasst meine Seele; sie sind mir zur Last geworden; ich bin es müde, sie zu ertragen. 15  Und wenn ihr eure Hände ausbreitet, verhülle ich meine Augen vor euch, und wenn ihr auch noch so viel betet, höre ich doch nicht, denn eure Hände sind voll Blut!

9 Jesaja 40,12-18 Wer hat die Wasser mit der hohlen Hand gemessen? Wer hat den Himmel mit der Spanne abgegrenzt und den Staub der Erde in ein Maß gefasst? Wer hat die Berge mit der Waage gewogen und die Hügel mit Waagschalen? 13 Wer hat den Geist des HERRN ergründet, und wer hat ihn als Ratgeber unterwiesen? 14 Wen hat Er um Rat gefragt, dass der Ihn verständig machte und Ihm den Weg des Rechts wiese, dass er Ihn Erkenntnis lehrte und Ihm den Weg der Einsicht zeigte? 15 Siehe, die Völker sind wie ein Tropfen am Eimer; wie ein Stäubchen in den Waagschalen sind sie geachtet; siehe, er hebt die Inseln auf wie ein Staubkörnchen! 16 Der Libanon reicht nicht hin zum Brennholz, und sein Wild genügt nicht zum Brandopfer. 17 Alle Völker sind wie nichts vor ihm; sie gelten ihm weniger als nichts, ja, als Nichtigkeit gelten sie ihm!18 Wem wollt ihr denn Gott vergleichen? Oder was für ein Ebenbild wollt ihr ihm an die Seite stellen?

10 1.Korinther 11,3 Ich will aber, dass ihr wisst, dass Christus das Haupt jedes Mannes ist, der Mann aber das Haupt der Frau, Gott aber das Haupt des Christus.

11 Offenbarung 21,4 Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, weder Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.

12 Matthäus 6,24 Niemand kann zwei Herren dienen, denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird dem einen anhängen und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon!

13 Matthäus 6,33 Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden!

14 Sprüche 11,9 Mit seinem Mund richtet ein gewissenloser Mensch seinen Nächsten zugrunde, aber durch Erkenntnis werden die Gerechten befreit.

15 Philipper 4,11-13 Nicht wegen des Mangels sage ich das; ich habe nämlich gelernt, mit der Lage zufrieden zu sein, in der ich mich befinde. 12 Denn ich verstehe mich aufs Armsein, ich verstehe mich aber auch aufs Reichsein; ich bin mit allem und jedem vertraut, sowohl satt zu sein als auch zu hungern, sowohl Überfluss zu haben als auch Mangel zu leiden. 13 Ich vermag alles durch den, der mich stark macht, Christus.

16 Psalm 119,96 (Elberfelder) Von aller Vollkommenheit habe ich ein Ende gesehen; sehr ausgedehnt ist dein Gebot.

17 Johannes 12,50 Und ich weiß, dass sein Gebot ewiges Leben ist. ...