Satan: Der Urheber des Todes

veröffentlicht Nov 24, 2016 von Adrian Ebens in Der Charakter Gottes Treffer: 226
Übersetzt von Jutta Deichsel

"Satan ist der Urheber des Todes." (Glaube und Werke 73)

Doch Satan hat versucht, Gott als den Urheber des Todes darzustellen.

Satan stellt Gottes Gesetz der Liebe als ein Gesetz der Selbstsucht dar. Er behauptet, es sei unmöglich, seinen Vorschriften zu gehorchen. Den Fall des ersten Elternpaares mit allem Leid, das daraus hervorging, lastet er dem Schöpfer an und verführt die Menschen dazu, in Gott den Urheber der Sünde, des Leides und des Todes zu sehen.  (Das Leben Jesu 14)

Wenn Satan der Urheber des Todes ist, dann ist er derjenige, von dem die Idee entspringt. Als Gott die Grundlagen Seiner Regierung legte und Sein Gesetz formulierte, wenn Er dann tatsächlich geplant hätte, die Übertreter Seines Gesetzes zu töten, dann muss Er selbst der Urheber des Todes gewesen sein. Dennoch wird uns gesagt, dass Satan der Urheber des Todes ist. Wenn Satan der Urheber des Todes ist und Gott dann Menschen zu Tode bringt, dann verwendet Gott eine Idee, die von Satan entstanden ist. Verwendet Gott etwas, das Satan entworfen hat?

Ist es möglich für Gott, der die Quelle des Lebens ist, ebenfalls die Quelle des Todes zu sein? Kann aus der selben Quelle süßes und bitteres Wasser strömen? Wenn Gott der Urheber des Todes ist, wie kann dann etwas, das Gott entworfen hat, der letzte Feind sein, der aufgehoben werden wird?

Der letzte Feind, der aufgehoben wird, ist der Tod. (1. Korinther 15,26)

Weil Satan der Urheber des Todes ist, ist es ganz natürlich, dass er die Macht des Todes hat.

Nachdem nun die Kinder Fleisch und Blut haben, ist er dessen gleichermaßen teilhaftig geworden, auf daß er durch den Tod die Macht nehme dem, der des Todes Gewalt hatte, das ist dem Teufel. (Hebräer 2,14)

Satan ist der Urheber des Todes. Was hat Christus getan, nachdem Er Satan dem Tode unterworfen hatte? Die allerletzten Worte des sterbenden Christus am Kreuz lauteten: „Es ist vollbracht.“ Johannes 19,30. Der Teufel erkannte, dass er zu weit gegangen war. Durch seinen Tod besiegelte Christus den Tod Satans und hat „das unvergängliche Leben ans Licht gebracht“. 2.Timotheus 1,10. (Glaube und Werke 73)

Wie hat Christus den Tod Satans vollbracht, ohne dass Er der Urheber des Todes ist? Er entlarvte Satan als einen Mörder. Indem Er Sein Leben in Selbstaufopferung aufgab, offenbarte Christus Satans Geist der Selbsterhaltung, und indem Er die Schlange am Kreuz entlarvte, brachte Er Leben und Unsterblichkeit ans Licht durch das Evangelium. Der Tod Christi offenbarte, dass Gott nicht der Urheber des Todes ist, sondern dass Gott Seinen Sohn hingegeben hat, um den Tod der Gottlosen zu sterben, und das wurde bewirkt durch den Lohn der Sünde. Was ist der Lohn der Sünde? Ein schuldiges Gewissen, gequält durch das Gewicht der Sünde. Christus wurde für uns zur Sünde gemacht, und so offenbarte Christus, was die Sünde einem Menschen antut - sie tötet ihn.

Wir aber hielten Christus für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. Aber Er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen.

Gerade hat mir Bruder John Penman dieses Zitat gesendet. A.T.Jones offenbart die Unmöglichkeit dessen, dass der Tod verbunden werden kann mit der selbstaufopfernden Liebe Gottes. Nur Selbsterhaltung führt zum Einsatz von Zwang und Gewalt, und Zwang und Gewalt sind nicht Teil der Regierung Gottes.

Gewaltausübung steht den Grundsätzen der Herrschaft Gottes entgegen. Er erwartet lediglich einen Dienst aus Liebe. Sie aber kann man weder befehlen noch durch Machteinsatz oder Amtsgewalt erzwingen. (Das Leben Jesu 11)

Die zwei Seiten in dem großen Kampf -
Selbstaufopferung oder Selbstverteidigung?
A.T. Jones

 

"SELBST-ERHALTUNG ist das erste Gesetz der Natur." Aber Selbstaufopferung ist das erste Gesetz der Gnade. Um sich selbst zu erhalten, ist Selbstverteidigung unerlässlich. Um sich selbst aufzuopfern, ist Selbsthingabe unerlässlich. In der Selbstverteidigung ist Gewalt das Einzige, was eingesetzt werden kann. In der Selbsthingabe ist Liebe das Einzige, was eingesetzt werden kann. In der Selbsterhaltung durch Selbstverteidigung durch den Einsatz von Gewalt trifft Gewalt auf Gewalt und das bedeutet nichts anderes als Krieg. In der Selbstaufopferung durch Selbsthingabe durch Liebe trifft Gewalt auf Liebe, und das bedeutet nichts anderes als Frieden. Demnach bedeutet Selbsterhaltung nichts anderes als Krieg, während Selbstaufopferung nichts anderes als Frieden bedeutet. Aber Krieg bedeutet nur Tod. Demnach bedeutet Selbsterhaltung nichts anderes als Krieg, was nichts anderes bedeutet als Tod, während Selbstaufopferung nichts anderes als Frieden bedeutet, was nichts anderes bedeutet als Leben. Wenn Selbsterhaltung das erste Gesetz der Natur ist, dann bedeutet Natur nur den Tod, während Selbstaufopferung das erste Gesetz der Gnade ist, und Gnade bedeutet allein Leben.

Aber der Tod ist allein der Lohn der Sünde, Natur bedeutet deshalb allein Tod, und der Grund dafür ist, dass Natur Sünde bedeutet, während Leben allein der Lohn der Gerechtigkeit ist. Gnade bedeutet allein Leben und der Grund dafür ist, dass Gnade Gerechtigkeit bedeutet. Sünde und Gerechtigkeit, Natur und Gnade, sind sich direkt entgegengesetzte und feindliche Elemente. Sie besetzen absolut unterschiedliche Bereiche. Natur, Selbsterhaltung, Selbstverteidigung, Gewalt, Krieg und Tod besetzen nur das Gebiet der Sünde; Gnade, Selbstaufopferung, Selbsthingabe, Liebe, Frieden und Leben besetzen allein den Bereich der Gerechtigkeit. Der Bereich der Sünde ist der Bereich Satans. Der Bereich der Gnade ist der Bereich Gottes. Alle die Mächte aus dem Bereich der Gnade opfern sich auf für die Rettung der Menschen aus dem Bereich der Sünde. Und das, damit "auf dass, gleichwie die Sünde geherrscht hat zum Tode, also auch herrsche die Gnade durch die Gerechtigkeit zum ewigen Leben durch Jesum Christum, unsern HERRN."

Auf welcher Seite stehst du in diesem großen Kampf?

(The Bible Echo 12,24, p.188. 14.Juni 1897)

 

In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. (Johannes 1,4)