Maranatha Media: German

Feste der Erquickung von Gott

veröffentlicht Apr 19, 2021 von Danutasn Brown in Die Gebote Gottes
Übersetzt von Susanna Kronke
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Über Gottes Feste

In 3. Mose 23 heißt es:

Rede zu den Kindern Israels und sage ihnen: Das sind die Feste des Herrn, zu denen ihr heilige Festversammlungen einberufen sollt; dies sind meine Feste: (3. Mose 23,2)

Was ist das erste der erwähnten Feste? Der Sabbat!

Sechs Tage lang soll man arbeiten, aber am siebten Tag ist ein Sabbat der Ruhe… (3.Mose 23,3)

Der Sabbat ist also ein Fest. Wir halten das Fest des Sabbats, auch wenn wir nicht nach Jerusalem gehen, keine Tiere opfern, keinen Priester haben usw.

In 3. Mose 23 geht es weiter mit den anderen Festen. Warum sollten wir diese nicht auch halten?

 
   


Die Leute sagen, der Grund dafür ist, dass die jährlichen Feste Zeremonialgesetze sind. Der Sabbat steht in den Zehn Geboten, aber die Feste nicht. Aber halten wir Dinge, die im Gesetz des Mose stehen (welches Mose von Jesus gegeben wurde)? Ja! Jesus selbst sagte: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“ (3.Mose 19,18) und „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen“ (5.Mose 6,5), die im Gesetz des Mose stehen, nicht in den Zehn Geboten.

Außerdem halten wir die Gesundheitsgesetze und den Zehnten, die im Buch des Gesetzes stehen. Befand sich das Buch des Gesetzes im Allerheiligsten? Ja, dort befand es sich, an der Seite der Bundeslade (5.Mose 31,26), neben den Zehn Geboten, so wie Jesus zur Rechten des Vaters sitzt! So wie Christus kam, um das Gesetz zu verherrlichen und zu verdeutlichen, so erklärte das zusätzliche Gesetz, das Mose gegeben wurde, das Gesetz Gottes:   

Aber er [Gott] ließ es nicht bei der Verkündung des Dekalogs bewenden. Das Volk hatte sich als so leicht verführbar gezeigt, daß Gott keine Möglichkeit zur Versuchung außer acht lassen wollte. Er gebot Mose, niederzuschreiben, was er ihm auftragen würde, nämlich Gesetze und Rechte, die für alles, was er verlangte, sehr genaue Vorschriften enthielten. Diese Anweisungen bezogen sich auf die Pflichten des Volkes gegen Gott, zueinander und gegen Fremde und waren nur eine Erweiterung der Zehn Gebote. Sie wurden in so bestimmter Form gegeben, daß kein Irrtum möglich war. Sie sollten die Heiligkeit der auf den Steintafeln eingegrabenen Zehn Gebote bewahren. {PP 342.1}

Die Anweisungen, die Mose für das alte Israel gegeben wurden, mit ihren starken, unbeugsamen Richtlinien, sollen vom Volk Gottes heute studiert und befolgt werden. Gott wünscht, dass Sein Volk diese Lektionen studiert und nicht seinem eigenen Urteil folgt und seine eigenen Pläne macht. (Brief 259, 1903)

Wir werden den Neumond (wenn wir die zunehmende Mondsichel sehen, die einen neuen Monat anzeigt) im Himmel halten:

Und es wird geschehen, daß an jedem Neumond und an jedem Sabbat alles Fleisch sich einfinden wird, um vor mir anzubeten, spricht der Herr. (Jesaja 66,23)

Der Mond wird für 1 - 3 Tage dunkel, was Jesus im Grab symbolisiert, und dann erscheint er wieder, was die Auferstehung symbolisiert.

 

 

Paulus hielt das Passahfest und lehrte die heidnischen Bekehrten von Philippi, dies auch zu tun:

Während des Passafestes hielt sich Paulus in Philippi auf. Nur Lukas blieb bei ihm, während seine anderen Begleiter nach Troas weiterreisten, um ihn dort zu erwarten. Die Philipper waren von allen, die durch den Apostel bekehrt worden waren, am liebevollsten und aufrichtigsten, und so verbrachte er die acht Tage des Festes in ungetrübter, glücklicher Gemeinschaft mit ihnen. {WA 388.3}

Die frühen Gemeinden hielten alle das Passahfest. Die Frage war nicht, ob sie es halten sollten, sondern WANN. Es war die Kirche in Rom, die in ihrem Bestreben, die anderen Kirchen zu beherrschen, das Datum des Passahfestes änderte und verlangte, dass es auf einen Sonntag fällt, und es dann Ostern nannte. Dann benutzten sie das, um eine Änderung des Sabbats durchzusetzen.

Das Passahfest wurde von allen als CHRISTLICH angesehen:

Polykrates: „Darum halten wir den Tag unverändert und fügen weder etwas hinzu noch nehmen wir etwas weg, denn in Asien [Kleinasien] schlafen große Persönlichkeiten, und sie werden auferstehen am Tag der Ankunft des Herrn, wenn er mit Herrlichkeit vom Himmel kommen und alle Heiligen aufsuchen wird. Solche waren Phillip... und zwei seiner Töchter... Da ist auch Johannes, der an der Brust des Herrn lag... Und da ist auch Polykarp zu Smyrna, Bischof und Märtyrer, und Thraseas, Bischof und Märtyrer, aus Eumenaea... [Auch] Sagaris,... Papirius,... und Melito... alle diese hielten den vierzehnten Tag des Passahfestes gemäß dem Evangelium und wichen nicht ab, sondern hielten sich an die Regel des Glaubens. Und auch ich, Polykrates, der Geringste von euch allen, lebe nach der Tradition meiner Angehörigen, und einigen von ihnen bin ich gefolgt. Denn sieben aus meiner Familie waren Bischöfe, und ich bin der achte; und meine Verwandten haben immer den Tag gehalten, an dem das Volk den Sauerteig abtat. Darum, Brüder, fürchte ich, der ich fünfundsechzig Jahre im Herrn gelebt und mit Brüdern aus allen Ländern gesprochen und die ganze heilige Schrift studiert habe, keine Drohungen, denn diejenigen, die größer waren als ich, haben gesagt: ‚Es ist besser, Gott zu gehorchen als den Menschen.'" (SDA Bible Commentary, Vol. 9, p. 362.)

 
   

Es gibt festgelegte Zeiten für uns, um anzubeten, genau wie es Zeiten für das Schlafen und Essen gibt. Wir haben Morgen- und Abendandacht, wöchentliche Gottesdienste, monatliche und jährliche Anbetungszeiten.

Warum aber halten wir zu bestimmten Zeiten Andacht, wenn Gott uns dazu auffordert? Ist es, weil wir glauben, dass wir Seine Gesetze halten müssen, um gerettet zu werden? Werden wir dadurch gerettet, dass wir den Sabbat halten?

Hat Paulus die Heiden gelehrt, das Passahfest zu halten, weil er ein Pharisäer war? Haben alle Jünger das Passahfest und die anderen Feste gehalten, weil sie Juden waren? Oder gibt es irgendeinen Vorteil der Feste (und des Sabbats), den wir übersehen, der die frühe Gemeinde dazu brachte, sie „gemäß dem Evangelium“ zu halten?

Das Thema der Feste berührt den Kern unseres Sabbathaltens. Warum halten wir den Sabbat? Ist es, um Gott zu besänftigen, denn wenn wir es nicht tun, wird Er uns bestrafen? Ist der Sabbat eine Last für uns? Dann wollen wir definitiv keine weiteren Festtage!

Was ist es, das den Sabbat heilig macht? Was macht alles heilig? Es ist der Geist Gottes, der Dinge heilig macht. Der Sabbat ist heilig, weil an diesem Tag mehr Heiliger Geist gegenwärtig ist als an anderen Tagen; deshalb ist er heiliger. Das Gleiche gilt für die anderen Feste. Sie sind Zeiten, die Gott bestimmt hat, um sie mit uns zu verbringen. Wir beten und bitten um den Spätregen, um mehr Heiligen Geist, wenn er direkt vor uns ist - zu Seinen festgesetzten Zeiten.

So tut nun Buße und bekehrt euch, daß eure Sünden ausgetilgt werden, damit Zeiten der Erquickung vom Angesicht des Herrn kommen… (Apostelgeschichte 3,19)

So wollen wir denn nicht mit altem Sauerteig Fest feiern, auch nicht mit Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit, sondern mit ungesäuerten Broten der Lauterkeit und Wahrheit. (1.Korinther 5,8)

Dann stellt sich die Frage: Wie halten wir das Fest? Nun, wie halten wir den Sabbat? Wenn mehr Geist zur Verfügung steht, was sollen wir dann tun? Was hat Jesus getan? Wir sehen, dass die Mehrzahl der Wunder Jesu an Sabbaten und während der Feste geschahen. Ich würde also vorschlagen, die Feste zu nutzen, um:

  • das Evangelium weiterzugeben, denn der vermehrte Geist begünstigt einen vermehrten Empfang
  • zu beten
  • die Bibel zu lesen
  • Gemeinschaft zu haben, zu loben, zu singen, Zeugnis zu geben
  • um Weisheit in Fragen zu bitten, in denen wir uns unsicher sind
  • den Armen und Kranken zu helfen und für sie zu beten
  • zu schreiben, Videos zu machen, etc. für den Missionsdienst
  • und noch viel mehr …

Gibt es noch andere Vorteile, wenn man die Feste hält? Gibt es Vorteile, wenn man die Gesundheitsgesetze einhält? Ja, natürlich!

Ich glaube, dass es einen großen Nutzen bringt, die Gesetze Gottes zu halten:

…und er sprach: Wenn du der Stimme des Herrn, deines Gottes, eifrig gehorchen wirst und tust, was vor ihm recht ist, und seine Gebote zu Ohren faßt und alle seine Satzungen hältst, so will ich keine der Krankheiten auf dich legen, die ich auf Ägypten gelegt habe; denn ich bin der Herr, dein Arzt! (2.Mose 15,26)

Darum sollt ihr meine Satzungen und meine Rechtsbestimmungen halten, denn der Mensch, der sie tut, wird durch sie leben. Ich bin der Herr! (3.Mose 18,5)

So haltet nun alle meine Satzungen und meine Rechte und tut sie, damit euch das Land nicht ausspeit, in das ich euch führe, damit ihr darin wohnen sollt! (3.Mose 20,22)

Darum haltet meine Satzungen und bewahrt meine Rechtsbestimmungen und tut sie; so sollt ihr sicher wohnen in eurem Land! (3.Mose 25,18)

Wenn wir die Feste halten, erlauben wir Gott, uns mehr zu beschützen. Es schützt uns vor den Anschuldigungen des Teufels gegen uns, dass wir Gesetzesbrecher sind, die nichts mit Gott zu tun haben wollen. Wir leben in Ländern, umgeben von Menschen, die stark sündigen, und diese Sünde wirkt sich auf das Land aus (siehe die Dornen, die durch Adams Sünde entstanden sind; 3.Mose 18, wo die sexuelle Sünde dazu führt, dass das Land uns ausspeit; die Verderbtheit des Menschen, die die Sintflut verursachte, usw.). Unser Halten der Satzungen und Rechtsbestimmungen bringt dem Land Frieden. Wir segnen tatsächlich die Menschen um uns herum, indem wir die Feste halten.

Wenn die Ägypter den Israeliten erlaubt hätten, ein Fest zu halten, hätte es sie vor den Plagen, die aufgrund ihrer Sünden kamen, geschützt.

Danach gingen Mose und Aaron hinein und sagten zu dem Pharao: So spricht der Herr, der Gott Israels: Laß mein Volk ziehen, damit es mir in der Wüste ein Fest hält! (2.Mose 5,1)

Um zum Schluss zu kommen: Wenn du denkst, dass unsere Welt in einer Hungersnot nach dem Geist Gottes ist, wenn du dich arm im Geist fühlst, wenn du fühlst, dass du die Sünde überwinden musst, wenn du mehr Verständnis brauchst, wenn du mehr Mut brauchst, mehr Frucht des Geistes, mehr Kraft im Gebet, usw. usw. – das alles ist in den Festen zu finden.

Lasst uns zu den Festen kommen, gemäß dem Kalender, der uns von den adventistischen Pionieren gegeben wurde, die den karaitisch-jüdischen Kalender benutzten, um das Datum 22. Oktober 1844 zu erhalten; den Versöhnungstag für jenes Jahr. Der „Mitternachtsruf“ wurde von Samuel Snow gegeben, um dieses Datum zu errechnen, und Ellen White sagt, dass dieses Licht den Weg zur Stadt erleuchten wird. (1SM 62.1)

Bei diesen jährlichen Zusammenkünften wurden jung und alt zum Dienst für Gott ermutigt. Zugleich stärkten sie die Gemeinschaft, die das Volk aus den verschiedenen Teilen des Landes untereinander und mit Gott verband. Es wäre auch für das gegenwärtige Volk Gottes manchmal gut, ein Laubhüttenfest zu haben als frohes Erinnern an Gottes Segnungen. Wie Israel der Befreiung ihrer Väter durch Gottes Hilfe und ihrer wunderbaren Bewahrung auf den Wanderungen seit dem Auszug aus Ägypten gedachte, so sollten wir dankbar der mannigfachen Wege gedenken, auf denen er uns aus der Welt und damit vom Irrtum in das wunderbare Licht seiner Gnade und Wahrheit führte. {PP 521.3}

Wer weit entfernt von der Stiftshütte wohnte, muß jedes Jahr über einen Monat Zeit gebraucht haben, um die jährlichen Feste zu besuchen. Dieses Beispiel der Hingabe an Gott betont die Bedeutung gemeinsamer Anbetung und die Notwendigkeit, unsere eigensüchtigen, weltlichen Neigungen den geistlichen, ewigen unterzuordnen. Es geht uns etwas verloren, wenn wir die Möglichkeit zur gegenseitigen Stärkung und Ermutigung im Dienste Gottes versäumen. Die Wahrheiten seines Wortes büßen allmählich an Lebendigkeit und Bedeutung für uns ein. Wir werden nicht mehr von seinem heiligen Einfluß erfaßt und aufgerüttelt, und unsere geistliche Haltung schwindet. Wir Christen verlieren im Umgang mit andern sehr viel, wenn es an gegenseitiger Anteilnahme fehlt. Wer sich dem andern gegenüber verschließt, erfüllt die ihm von Gott zugedachte Aufgabe nicht. Wir sind alle Kinder eines Vaters und voneinander abhängig, wenn wir glücklich sein wollen. Gott und unsere Mitmenschen haben Anspruch auf uns. Freundlicher Umgang mit unseren Schwestern und Brüdern bringt uns selber Gewinn und macht andere glücklich. {PP 521.4}

Lasst uns die Feste halten; und lasst uns keine Angst haben, es zu der Zeit zu tun, wenn Gott uns dazu auffordert.