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Christus, die Wahrheit des Vaters

veröffentlicht Apr 14, 2022 von Adrian Ebens in Das ewige Evangelium
Übersetzt von Jutta Deichsel
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Bei unserer Suche nach der Wahrheit über Gott müssen wir an einige entscheidende Dinge denken.

Denn Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht Meine Wege, spricht der Herr; sondern so hoch der Himmel über der Erde ist, so viel höher sind Meine Wege als eure Wege und Meine Gedanken als eure Gedanken. (Jesaja 55,8.9)

Da Gottes Gedanken nicht wie unsere Gedanken sind, ist es für uns unmöglich, irgendetwas über Gott zu verstehen außerhalb der Person Seines Sohnes. Über den Sohn Gottes heißt es im Hebräerbrief:

...dieser ist die Ausstrahlung Seiner Herrlichkeit und der Ausdruck Seines Wesens und trägt alle Dinge durch das Wort Seiner Kraft; ... (Hebräer 1,3)

Christus ist der Ausdruck von Gottes Wesen oder die vollkommene Darstellung des Vaters. Er ist der Glanz und die Schönheit der Herrlichkeit des Charakters des Vaters. Indem Er die menschliche Natur annahm, bildete Christus die einzig mögliche Brücke für uns, um zum Vater zu kommen. Dieses Kommen zum Vater hat nicht nur mit Nähe oder Geografie zu tun, sondern auch mit unseren Vorstellungen davon, wer Gott ist.

Der menschliche Verstand ist aufgrund der Sünde in einer so tiefen Finsternis über Gott, dass Jesus kommen musste, um Ihn uns zu offenbaren.

Denn das Trachten des Fleisches ist Tod, das Trachten des Geistes aber Leben und Frieden, weil nämlich das Trachten des Fleisches Feindschaft gegen Gott ist; denn es unterwirft sich dem Gesetz Gottes nicht, und kann es auch nicht; ... (Römer 8,6.7)

Als Adam und Eva sündigten, steuerten sie die menschliche Rasse in eine Richtung, die Gott gegenüber feindlich gesinnt war. Unser Denken ist nicht von Natur aus offen für Gott oder Seine Wege. Unser angeborenes Misstrauen gegenüber Ihm führt dazu, dass wir nicht in der Lage sind, das, was Er sagt, einfach zu glauben. Grundsätzlich „lieben wir die Finsternis mehr als das Licht, denn unsere Werke sind böse“, obwohl sich dieses Gesetz unseres Fleisches auf viele verschiedene Arten manifestiert und wir im Allgemeinen das volle Ausmaß unserer Natur und unserer Handlungen nicht erkennen (Joh 3,19).

... wie geschrieben steht: »Es ist keiner gerecht, auch nicht einer; es ist keiner, der verständig ist, der nach Gott fragt. Sie sind alle abgewichen, sie taugen alle zusammen nichts; da ist keiner, der Gutes tut, da ist auch nicht einer! (Römer 3,10-12)

Die Bibel sagt uns, dass wir in unserem natürlichen, gefallenen Zustand nicht nach Gott fragen. Das bedeutet, dass es für uns unmöglich ist zu verstehen, wer Gott ist oder wie Er ist, außer durch Jesus Christus. Es bedeutet, dass alles, was wir in der Bibel über Gott lesen, automatisch in einer Weise verdreht und entstellt wird, die Gott angreift und uns in der Finsternis hält, es sei denn, wir kommen zu Christus und werden wiedergeboren.

Er war in der Welt, und die Welt ist durch Ihn geworden, doch die Welt erkannte Ihn nicht. Er kam in Sein Eigentum, und die Seinen nahmen Ihn nicht auf. Allen aber, die Ihn aufnahmen, denen gab Er das Anrecht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an Seinen Namen glauben; ... (Johannes 1,10-12)

Sogar Gottes eigenes Volk, dem so viel über Gott gelehrt worden war, verwarf Christus, als Er auf die Erde kam. Sie nahmen Ihn nicht an, als Er kam, weil das ganze Volk die Worte der Propheten verdreht hatte, die Gott zu ihnen gesandt hatte. Anstatt Jesus als den Messias anzuerkennen, verdrehten sie die Worte Jesu in einer Weise, um Ihn zu töten.

Wäre es weise für uns zu denken, dass wir anders sind als das alte Israel? Gibt es irgendeine Eigenschaft, die wir in uns besitzen, die uns befähigt, anders zu handeln als sie? Das sind wichtige Dinge, die wir bedenken sollten in unserem Bestreben, Gott zu kennen und zu verstehen, was Er weiß.

Ich will aber, daß ihr wißt, welch großen Kampf ich habe um euch und um die in Laodizea und um alle, die mich nicht von Angesicht gesehen haben, damit ihre Herzen ermutigt werden, in Liebe zusammengeschlossen und mit völliger Gewißheit im Verständnis bereichert werden, zur Erkenntnis des Geheimnisses Gottes, des Vaters, und des Christus, in welchem alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis verborgen sind. (Kolosser 2,1-3)

Der Apostel Paulus schrieb in dieser inspirierten Aussage, dass das Geheimnis Gottes, welches er dahingehend erweitert, dass es den Vater und Christus meint, alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis beinhaltet.

Wir würden bejahen, dass die meisten Menschen glauben, dass in Gott alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis enthalten sind; aber der Punkt, den Paulus hier anspricht, ist, dass wir in dem Wissen, wer der Vater und der Sohn sind, und in der Liebe, die sie besitzen, genau den Schlüssel haben, um völlige Gewissheit des Verständnisses zu haben. Und da Christus der einzige Weg ist, den Vater zu erkennen, bedeutet dies, dass wir, wenn wir die Wahrheit über den Sohn Gottes verstehen, den Schlüssel haben, um die Schätze der Weisheit und der Erkenntnis zu erfassen.

Wir erinnern uns, dass Jesus nicht einfach gesagt hat, dass Er die Wahrheit besitzt, sondern dass Er die Wahrheit ist. Indem wir Ihn kennen - so wie Er ist - haben wir den Schlüssel, um die Wahrheit über Gott zu erkennen. Das schließt die Wahrheit darüber ein, was Gott weiß, denn Jesus ist die Wahrheit über alles.

... denen aber, die berufen sind, sowohl Juden als auch Griechen, [verkündigen wir] Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit. (1.Korinther 1,24)

Wenn Christus die Weisheit Gottes ist, dann ist der einzige Weg, diese Weisheit zu verstehen, der, den Sohn Gottes zu kennen. Es gibt einen Unterschied zwischen dem Wissen über Ihn und darin, Ihn tatsächlich zu kennen. Der einzige Weg, Christus zu kennen, besteht darin, mit Seinem Geist erfüllt zu sein. Wir können Ihn nicht kennen, wenn wir nicht Seinen Geist in uns wohnen haben, denn das menschliche Herz ist von Natur aus in Opposition zu Christus und verdreht alles über Ihn zu einer Lüge. Nur durch die Hingabe des Herzens - die Anerkennung, dass wir böse und schuldig am Tod des Sohnes Gottes sind, uns aber vergeben ist - können wir Seinen Geist empfangen und Ihn dadurch kennen. Wenn der Geist Christi in uns wohnt, können wir mit Paulus sagen:

Es heißt ja: „Wer kennt die Einsicht des Herrn? Wer will Ihn denn belehren?“ Wir aber haben die Einsicht von Christus empfangen. (1.Korinther 2,16 NeÜ)

Wie wunderbar ist es, die Gedanken des Herrn zu kennen, wenn wir den Geist oder die Einsicht Christi haben! Wir wiederholen diesen wichtigen Punkt, dass nur, wenn wir die wahre Identität des Sohnes Gottes kennen und gleichzeitig Jesus - den Sohn des Menschen - annehmen, wir den Geist Jesu empfangen und wissen können, wer Gott ist und was Seine Gedanken sind. Nun kommen wir zu der biblischen Definition des ewigen Lebens.

Das ist aber das ewige Leben, daß sie Dich, den allein wahren Gott, und den Du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen. (Johannes 17,3)

Das ewige Leben besteht darin, den allein wahren Gott zu erkennen, welcher der Vater ist, und Jesus Christus, den der Vater zu uns gesandt hat. Der einzige Weg, den Vater zu kennen, ist durch den, der zu uns gesandt wurde. Daher ist das erste, was wir für das ewige Leben anerkennen müssen, zu glauben, dass der Vater der einzig wahre Gott ist, und dass Gott Seinen Sohn zu uns gesandt hat.

... so gibt es für uns doch nur einen Gott, den Vater, von dem alle Dinge sind und wir für Ihn; und einen Herrn, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind, und wir durch Ihn. (1.Korinther 8,6)

Dieser Vers, den wir gerade gelesen haben, präsentiert uns den Schlüssel[1] zu den Schätzen aller Weisheit und Erkenntnis, die im Vater und im Sohn zu finden sind (Kol 2,2.3). Es ist der Vater, der die Quelle aller Dinge ist, und es ist Sein Sohn, durch den wir alles empfangen, was der Vater hat. Wenn wir das nicht anerkennen, dann können wir den Weg zum Vater nicht finden und können nicht verstehen, was Seine Allwissenheit ist. Lass mich das ein wenig weiter erklären, da dieses Prinzip schwer zu verstehen sein kann.

Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war, der, als Er in der Gestalt Gottes war, es nicht wie einen Raub festhielt, Gott gleich zu sein; sondern Er entäußerte sich selbst, nahm die Gestalt eines Knechtes an und wurde wie die Menschen; und in Seiner äußeren Erscheinung als ein Mensch erfunden, erniedrigte Er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuz. Darum hat Ihn Gott auch über alle Maßen erhöht und Ihm einen Namen verliehen, der über allen Namen ist, ... (Philipper 2,5-9)

Jesus hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein. Die gesamte Christenheit glaubt, dass Christus dem Vater gleich ist. Der kritische Punkt ist zu wissen, was es ist, das den Sohn dem Vater gleich macht. Wenden wir uns dem berühmten Athanasischen Glaubensbekenntnis zu und sehen wir, wie es die Gleichheit von Vater und Sohn und Geist bestimmt.

Denn eine Person ist die des Vaters, eine andere die des Sohnes; eine andere die des Heiligen Geistes. Aber der Vater und der Sohn und der Heilige Geist haben nur eine Gottheit, die gleiche Herrlichkeit, gleich-ewige Majestät. Wie der Vater ist, so ist der Sohn und so der Heilige Geist: Ungeschaffen der Vater, ungeschaffen der Sohn, ungeschaffen der Heilige Geist. Unermesslich der Vater, unermesslich der Sohn, unermesslich der Heilige Geist. Ewig der Vater, ewig der Sohn, ewig der Heilige Geist. Und doch sind es nicht drei Ewige, sondern ein Ewiger, wie es auch nicht drei Ungeschaffene oder drei Unermessliche sind, sondern ein Ungeschaffener und ein Unermesslicher. Ebenso ist allmächtig der Vater, allmächtig der Sohn, allmächtig der Heilige Geist. Und doch sind es nicht drei Allmächtige, sondern ein Allmächtiger. So ist der Vater Gott, der Sohn Gott, der Heilige Geist Gott. Und doch sind es nicht drei Götter, sondern ein Gott. So ist der Vater Herr, der Sohn Herr, der Heilige Geist Herr. Und doch sind es nicht drei Herren, sondern ein Herr. Denn wie uns die christliche Wahrheit zwingt, jede Person einzeln für sich als Gott und als Herrn zu bekennen, so verbietet uns der katholische Glaube, von drei Göttern oder Herren zu sprechen. Der Vater ist von niemandem gemacht, weder geschaffen noch gezeugt. Der Sohn ist vom Vater allein, nicht geworden noch geschaffen, sondern gezeugt. Der Heilige Geist ist vom Vater und vom Sohn, nicht geworden noch geschaffen noch gezeugt, sondern hervorgehend. Es ist also ein Vater, nicht drei Väter, ein Sohn, nicht drei Söhne, ein Heiliger Geist, nicht drei Heilige Geister. Und in dieser Dreifaltigkeit ist nichts früher oder später, nichts größer oder kleiner, sondern alle drei Personen sind einander gleich-ewig und gleichrangig. So soll in allen Dingen, wie gesagt, die Einheit in der Dreifaltigkeit und die Dreifaltigkeit in der Einheit angebetet werden. Wer also selig werden will, der denke so an die Dreifaltigkeit. (Auszug aus dem Athanasischen Glaubensbekenntnis, 5. Jahrhundert n. Chr.)

Dieses Glaubensbekenntnis definiert die Gleichheit des Vaters und des Sohnes in Begriffen wie diesen: Herrlichkeit, Majestät, ungeschaffen, unermesslich, ewig, allmächtig, Gott, Herr. Weder Vater, Sohn noch Heiliger Geist sind „größer oder kleiner“ als die anderen, sondern alle sind „gleich-ewig und gleichrangig.“

Die Gleichheit, wie sie in der Dreieinigkeit ausgedrückt wird, ist eine Gleichheit der Macht, der Position, der Majestät. Es ist eine Gleichheit von innewohnenden persönlichen Eigenschaften. Die Göttlichkeit wird bewiesen durch den Stammbaum der Macht, der Herrschaft, des ewigen Alters.

Im Gegensatz dazu zeigt uns der geborene Sohn der Bibel ein anderes Bild der Gleichheit. Lass uns einige Schriftstellen untersuchen, die Seine wahre Identität offenbaren.

... dieser ist die Ausstrahlung Seiner Herrlichkeit und der Ausdruck Seines Wesens und trägt alle Dinge durch das Wort Seiner Kraft; Er hat sich, nachdem Er die Reinigung von unseren Sünden durch sich selbst vollbracht hat, zur Rechten der Majestät in der Höhe gesetzt. (Hebräer 1,3)

... denn die Worte, die Du mir gegeben hast, habe Ich ihnen gegeben, und sie haben sie angenommen und haben wahrhaft erkannt, daß Ich von Dir ausgegangen bin, und glauben, daß Du Mich gesandt hast. (Johannes 17,8)

Der Herr besaß Mich am Anfang Seines Weges, ehe Er etwas machte, vor aller Zeit. Ich war eingesetzt von Ewigkeit her, vor dem Anfang, vor den Ursprüngen der Erde. Als noch keine Fluten waren, wurde Ich geboren, als die wasserreichen Quellen noch nicht flossen. Ehe die Berge eingesenkt wurden, vor den Hügeln wurde Ich geboren. (Sprüche 8,22-25)

Ich will den Ratschluß des Herrn verkünden; Er hat zu Mir gesagt: »Du bist Mein Sohn, heute habe Ich Dich gezeugt. (Psalm 2,7)

Und du, Bethlehem-Ephrata, du bist zwar gering unter den Hauptorten von Juda; aber aus dir soll mir hervorkommen, der Herrscher über Israel werden soll, dessen Hervorgehen von Anfang, von den Tagen der Ewigkeit her gewesen ist. (Micha 5,1)

Die Wahrheit der Identität des Sohnes Gottes ist, dass Er in der Ewigkeit vom Vater gezeugt wurde. Er wurde vom Vater hervorgebracht und von Ewigkeit her eingesetzt. Der Sohn Gottes hat alles, was Er hat, von Seinem Vater empfangen. Er hat alles von Seinem Vater geerbt. Das ist es, was Ihn zur Ausstrahlung der Herrlichkeit des Vaters macht.[2]  Dies ist ein völlig anderer Sohn als der, der im Athanasischen Glaubensbekenntnis beschrieben wird. Das Glaubensbekenntnis sagt zwar, dass Christus gezeugt wurde, aber das verliert sich in den Aussagen über die Gleichheit durch Macht, Position und ewigem Alter. Es wird gezwungenermaßen zu einem unverständlichen Geheimnis, welches sich außerhalb der Wahrheit der Heiligen Schrift befindet.

Der wahrhaft gezeugte und geborene Sohn hat Seine Göttlichkeit geerbt, und deshalb beruht Seine Gleichheit mit dem Vater auf der Gabe des Erbes des Vaters und auf dem Beschluss des Vaters. Es ist nicht die Macht des Sohnes, die den Sohn gleich macht, sondern es ist das Wort des Vaters, das den Sohn gleich macht.

... aber von dem Sohn: »Dein Thron, o Gott, währt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Das Zepter Deines Reiches ist ein Zepter des Rechts. (Hebräer 1,8)

Dieser Unterschied in der Gleichheit ist der Schlüssel zum Verständnis des Unterschieds zwischen der wahren biblischen Allwissenheit und der falschen, welche eine auf den Himmel projizierte Vergötterung von Wissen durch den Menschen darstellt.

Der Sohn Gottes, den wir anbeten, definiert das System, das wir zur Beurteilung von Wert verwenden. Unsere Wahrnehmungen von Gleichheit offenbaren das Wertesystem, das wir in Bezug auf das, was von höchster Wichtigkeit ist, ansehen. Wenn die Gleichheit Jesu auf Majestät, Macht, Herrlichkeit und ewigem Alter beruht, dann werden wir gezwungen, alle diese Eigenschaften auf die höchste denkbare Stufe zu pressen und dies als „Gott“ zu bezeichnen. In diesem Rahmen werden Gottes Aussagen über den Wert Seines Sohnes; Gott, der Seinen Sohn liebevoll aufzieht; Gott, der Seinen Sohn als Gottheit verkündet, weil Sein eingeborener Sohn der Einzige ist, der Ihn kennt - all das wird als unzureichend angesehen, um dem Sohn die Gottheit zu verleihen, weil es für uns keine Rolle spielt, was die Kriterien des Vaters sind, um Christus als vollkommen göttlich zu erklären. Wir haben unsere eigenen Kriterien und wir verlangen, dass Jesus diese Kriterien erfüllt.

In diesem Rahmen der Dreieinigkeit schaffen wir ein Wertesystem der Gleichheit, das Ihr Wissen dazu zwingt, absolut alles sein zu müssen, damit es als göttlich angesehen werden kann, und dann zwingen wir die Bibel dazu, sich diesem Paradigma anzupassen. Am Ende definieren wir selbst, was göttlich ist, anstatt Gott definieren zu lassen, was göttlich ist. Unsere Erklärung dessen, was göttlich ist, setzt Seine Erklärung dessen, was göttlich ist, außer Kraft - ein Fehler, den viele antike griechische Philosophen, die zum Christentum kamen, gemacht haben, weshalb Jahrhunderte nach dem Tod Jesu die Dreieinigkeit überhaupt erst artikuliert werden konnte.

Aus der Finsternis bei diesem Thema herauszukommen ist ohne göttliche Augensalbe unmöglich. Nachdem man die Gabe des göttlichen Lichts empfangen hat, braucht es einige Verarbeitung, um die Täuschung zu erkennen, die Satan benutzt hat, um das christliche Denken mit dem Dogma der Dreieinigkeit in Gefangenschaft zu halten. Es ist ein System, das die wahre Identität des Sohnes Gottes vernichtet und es unmöglich macht, dass unsere Gedanken Gottes Gedanken und unsere Wege Seine Wege sein können. Deshalb sagte Johannes:

Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht. (1.Johannes 5,12)

Wer den Sohn leugnet, der hat auch den Vater nicht. Wer den Sohn bekennt, der hat auch den Vater. (1.Johannes 2,23)

Der geborene Sohn ist der einzige Weg zum Vater, denn indem wir die wahre Sohnschaft Jesu anerkennen, haben wir die Chance, die Lüge von Gleichheit durch Macht und Position aufzugeben und uns auf die wahre Gleichheitsbeziehung eines Vaters und eines Sohnes auszurichten.

Die Dreieinigkeit zwingt den menschlichen Verstand zu einer Sichtweise von Allwissenheit, die absolut alles umfasst und eine ganze Reihe von entsetzlichen Konsequenzen nach sich zieht, von denen die bedeutendste der Glaube ist, dass Gott, schon bevor Er die menschliche Rasse erschuf, mit Sicherheit wusste, dass sie fallen würde. Wenn wir diese Anschauung angenommen haben, führt uns die Logik unweigerlich dazu, entweder zu glauben, dass Gott für all die Sünden dieser Welt verantwortlich ist, oder dass das Elend und der Tod von Milliarden von Menschen auf irgendeine Art und Weise Gottes Liebe und Weisheit offenbaren soll. Ist es überraschend, wenn wir erkennen, dass die Mehrheit der Welt uns diese Idee nicht abkauft?

Der geborene Sohn ist der einzige Weg, um die Wahrheit des Vaters zu erkennen (Joh 3,18).

 

Dies ist das 4. Kapitel des Buches "Göttliches Risiko" von Adrian Ebens. Lies das ganze Buch hier.

 

Fußnoten:

[1] Mehr zu diesem Thema des Schlüssels, der alle Schätze der Weisheit und des Wissens aufschließt, findest du in dem Büchlein „Das göttliche Muster des Lebens“, erhältlich bei vaterderliebe.de. Für eine erweiterte Darstellung dieser Prinzipien siehe das Buch „Die Flucht aus dem Pentagon der Lügen“, ebenfalls erhältlich bei vaterderliebe.de

[2] Für mehr Informationen über diese Frage siehe die Bücher „Die Weisheit Gottes“ und „Mein Geliebter“, verfügbar auf vaterderliebe.de